Kündigung Arbeitsvertrag: Wie mache ich es richtig?

Gründe, sein Arbeitsverhältnis zu kündigen, gibt es viele. Manchmal ist einfach ein anderer Arbeitsplatz besser bezahlt oder in anderer Hinsicht attraktiver. Familiäre oder örtliche Veränderungen können ebenso eine Rolle spielen. Was auch immer der Grund ist, immer sind bestimmte Regeln einzuhalten, damit eine Kündigung wirksam ist. Wir zeigen Ihnen, welche Spielregeln zu beachten sind und welche Stolperfallen auf Sie warten könnten. Außerdem können Sie sich bei uns ein kostenfreies Musterschreiben herunterladen.

Kündigung Arbeitsvertrag: Auf was Sie achten müssen

Die Form der Kündigung

Will man als Arbeitnehmer sein Arbeitsverhältnis beenden, dann muss man dies schriftlich tun. Unter §623 des Bürgerlichen Gesetzbuchen (BGB) ist aufgeführt, dass es der „Schriftform der Kündigung bedarf“. Kündigen per E-Mail, SMS oder Fax geht nicht.

In dem Kündigungsschreiben muss man dann unter Angabe des vollen Namens und des Datums klar und deutlich formulieren, was man seinem Arbeitgeber mitteilen möchte. Eindeutig sind Formulierungen wie „Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt“.

Bei allen Fragen zum Thema Kündigung Arbeitsvertrag stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Nutzen Sie unsere kostenfreie Erstberatung.

Fristen Kündigung

Die Fristen, zu denen man kündigen kann, ergeben sich grundsätzlich aus dem Arbeitsvertrag. Handelt es sich um die gesetzlichen Fristen, dann kann das Arbeitsverhältnis durch den Arbeitnehmer innerhalb von 4 Wochen vor dem 15. oder dem Monatsende gekündigt werden. Bitte beachten: 4 Wochen sind 28 Tage, nicht ein Monat.

Sollte im Arbeitsvertrag eine längere Kündigungsfrist angegeben sein, so gilt diese. Haben Sie einen Tarifvertrag, so regelt dieser auch die Kündigungsfrist, die länger sein kann als die gesetzlich vorgeschriebene Frist von vier Wochen.

Da die Fristberechnung im Einzelfall viele Stolpersteine haben kann, empfiehlt es sich diese durch einen Anwalt durchführen zu lassen. Nutzen Sie unser Online-Formular und schildern Sie uns Ihr Problem. Wir geben Ihnen gerne zunächst eine kostenfreie Erstberatung.

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Grund angeben

Einen Grund für Ihre Kündigung müssen Sie nicht angeben. Hilfreich ist es allerdings sicherlich, wenn Sie einen freundlichen Ton in Ihrem Schreiben anschlagen, damit beide Parteien – also Sie und ihr Chef – freundlich auseinander gehen können.

Zuletzt muss das Kündigungsschreiben von Ihnen mit ihrem vollen Namen unterschrieben werden.

Nachweis der Zustellung

Stellen Sie sicher, dass Sie nachweisen können, dass der Arbeitgeber Ihre Kündigung auch erhalten hat. Wenn Sie das Schreiben nicht persönlich in Ihrer Personalabteilung abgeben können oder wollen, dann senden Sie es als Einschreiben mit Rückschein zu.

Wenn Sie ihre Kündigung abgeben, dann lassen Sie sich den Empfang des Schreibens bestätigen oder nehmen Sie einen Zeugen mit.

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Kündigung Arbeitsvertrag: Welche Pflichten habe ich nachdem ich gekündigt habe?

Klar ist, dass Sie genauso zur Arbeit erscheinen müssen als wenn Sie nicht gekündigt hätten. Prinzipiell ändert sich bis zum Ablauf der Frist nichts für Sie. Verpflichtungen zur Geheimhaltung, zu Kundendaten und Geschäftsgeheimnissen aus Ihrem Arbeitsvertrag sind für Sie noch immer bindend.

Sie sind nicht sicher, welche Konsequenzen aus Ihrer Kündigung entstehen können? Wir beraten Sie in unserer kostenfreien Erstberatung gern.

Kündigung Arbeitsvertrag: Kann ich für Arbeitslosengeld I gesperrt werden?

Die Agentur für Arbeit kann Sie bis zu 12 Wochen für das Arbeitslosengeld I sperren, wenn:

  1. Sie die Kündigungsfrist nicht eingehalten haben
  2. Sie ohne wichtigen oder nachweisbaren Grund den Arbeitsplatz aufgegeben haben
  3. Sie der Agentur verspätet mitgeteilt haben, dass Sie arbeitslos werden.

Lassen Sie sich von einem Anwalt für Arbeitsrecht beraten, um Sperrzeiten zu vermeiden.

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Kündigung Arbeitsvertrag: Wie kann ich eine Sperrung ALG I verhindern?

Statt zu kündigen, können Sie ihren Arbeitgeber auch bitten, mit Ihnen einen Aufhebungsvertrag zu schließen. Dies kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Sperrzeit verhindern. Ihr Chef muss einem Aufhebungsvertrag allerdings nicht zustimmen. Ein Aufhebungsvertrag kann nur mit beiderseitigem Einverständnis geschlossen werden.

Sollten Sie kündigen und noch keinen neuen Arbeitsplatz in Aussicht haben, so kann die Agentur für Arbeit Sie für zwölf Wochen sperren und Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld kürzen.

Sie können eine Sperrzeit der Agentur für Arbeit verhindern wenn:

  1. Sie eine neue Stelle in Aussicht haben
  2. Sie selbst berechtigt gewesen wären, fristlos zu kündigen
  3. die Arbeit Sie überfordert (medizinisches Attest erforderlich)
  4. Eheleute bei einem Umzug eines Partners wider einen gemeinsamen Haushalt leben wollen
  5. die gemeinschaftliche Erziehung eines Kindes einen Umzug und damit die Aufgabe des Arbeitsplatzes erfordert

Sie wissen nicht genau, ob Sie eine dieser Bedingungen erfüllen? Unsere auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwälte beraten Sie gerne.

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Gibt es weitere Gründe für einen Aufhebungsvertrag?

Sollte schon ein neuer Job auf Sie warten, den Sie vor Ablauf der Kündigungsfrist antreten wollen, dann können Sie mit Ihrem Arbeitgeber in einem Aufhebungsvertrag regeln, dass Sie schon früher die Firma verlassen.

Kündigung eines noch nicht angetretenen Arbeitsverhältnisses

Selten kommt es vor, dass Sie ein Arbeitsverhältnis kündigen wollen, das Sie noch nicht einmal begonnen haben. Es kommt aber doch vor, nämlich dann, wenn Sie einen Arbeitsvertrag unterzeichnet haben und dann doch noch ein anderes, attraktiveres Arbeitsangebot bekommen haben. Sie müssen also das erste Arbeitsverhältnis zu den normalen Fristen kündigen. Sollte Ihr Arbeitsvertrag eine Kündigung vor Arbeitsbeginn ausschließen, so müssen Sie die Tätigkeit aufnehmen und dann kündigen. Bei Vorliegen einer Probezeit, kommt die verkürzte Kündigungsfrist zum Tragen.

Bitte beachten Sie, dass auch der Arbeitgeber das Recht hat, Sie vor Arbeitsantritt zu kündigen. Selbstverständlich gelten für ihn ebenfalls die vereinbarten Kündigungsfristen. Vor Ablauf der Kündigungsfrist haben Sie trotz Kündigung natürlich weiterhin Anspruch auf Arbeitsentgelt. Das gilt auch dann, wenn Sie gar nicht arbeiten, da ihr Chef Sie freigestellt hat.

Sofern gewünscht, können Sie im gegenseitigen Einvernehmen einen Aufhebungsvertrag schließen, um das Arbeitsverhältnis vor Ablauf der Kündigungsfrist zu beenden.

Im Einzelfall können auch andere Möglichkeiten in Betracht kommen, das Arbeitsverhältnis zu lösen. Denkbar wäre beispielsweise die Anfechtung des Arbeitsvertrags.

Sie haben noch gar nicht angefangen zu arbeiten und müssen schon wieder kündigen? Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

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Kündigung Arbeitsvertrag: Nachvertragliches Wettbewerbsverbot

Dieses Verbot regelt, dass Sie ihrem alten Arbeitgeber keine Konkurrenz machen dürfen. Dafür muss er Ihnen für die Dauer des Verbots einen Ausgleich zahlen, die so genannte Karenzzahlung.

Häufig sind derartige Wettbewerbsverbot in Verträgen von Geschäftsführern, leitenden Angestellten und Arbeitnehmer mit ganz spezifischem Wissen über das Unternehmen zu finden.

Unser Hinweis daher: Schauen Sie in Ihren Arbeitsvertrag, ob es einen Paragraphen gibt, der ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot regelt. Wir beraten Sie gern.

Aber Vorsicht: Ist das Verbot für einen zu langen Zeitraum angeordnet oder verbietet dem Arbeitnehmer praktisch vollständig seinen Beruf auszuüben, ist es unwirksam.

Sie wollen nach Ihrer Kündigung zur Konkurrenz? Nutzen Sie unser Online-Formular!

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Betriebliche Altersvorsorge (BAV) – Was muss ich bei einer Kündigung Arbeitsvertrag beachten?

Gewährt Ihr jetziger Arbeitgeber Ihnen eine betriebliche Altersversorgung, dann stellen Sie sicher, dass Sie alle Unterlagen wie die Versicherungspolice und Zusagen des Arbeitgebers in Ihren Unterlagen haben.

Einige Dinge sollten Sie schon vor Ihrer Kündigung klären:

  1. Kann ich den Versicherungsvertrag mitnehmen?
  2. Lohnt es sich den Versicherungsvertrag mitzunehmen?
  3. Kann ich den Versicherungsvertrag still legen lassen?
  4. Kann ich den Versicherungsbetrag auszahlen lassen?

Das Auszahlen eines Versicherungsbetrages sollte man regeln, solange das Arbeitsverhältnis noch besteht. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird es schwierig.

Wir gehören zu den wenigen anwaltlichen Experten auf dem Gebiet der betrieblichen Altersversorgung. Dank unseres umfangreichen Netzwerks an Aktuaren und Fachanwälten im Arbeitsrecht helfen wir Ihnen bei jeder Frage rund um die betriebliche Altersversorgung!

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Kann mich mein Arbeitgeber von der Arbeit freistellen, nachdem ich gekündigt habe?

Ja, in vielen Fällen darf Ihr Arbeitgeber Sie unter Fortzahlung der Vergütung während des Ablaufs der Kündigungsfrist freistellen. Häufig übersehen Arbeitgeber dabei aber wichtige Ansprüche des Arbeitnehmers.

Sie wollen wissen, welche Zahlungen Ihnen trotz Freistellung zustehen? Wir können es Ihnen sagen!

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Kündigung Arbeitsvertrag: Kostenfreier Musterbrief zum Download

  1. Laden Sie unseren kostenfreien Musterbrief für die Kündigung Ihres Arbeitsvertrages herunter.
  2. Füllen Sie das Dokument mit Ihren persönlichen Daten aus, ebenso setzen Sie den Namen und die Adresse Ihres Arbeitgebers ein. Vergessen Sie nicht das korrekte Datum einzutragen.
  3. Drucken Sie das Schreiben aus.
  4. Unterschreiben Sie das Dokument handschriftlich.
  5. Senden Sie Ihre Kündigung als Einschreiben mit Rückschein, um die Zustellung jederzeit nachweisen zu können. Falls Sie es persönlich in Ihrer Personalabteilung abgeben, lassen Sie sich den Empfang direkt bestätigen oder nehmen Sie einen Zeugen mit.

Falls Sie noch weitere Hilfe benötigen oder Fragen haben, melden Sie sich bei uns – wir stehen Ihnen mit unserer kostenfreien Erstberatung gerne zu Seite.

 Kostenfreier Download: Musterbrief für Ihre Kündigung

Laden Sie sich hier kostenfrei unseren Musterbrief für Ihre rechtssichere Kündigung herunter: