Volvo Abgasskandal – Auch schwedische Diesel sind betroffen

Auch Volvo ist in den Diesel-Abgasskandal verwickelt! Das legen Abgasmessungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nahe. Welches Modell die zulässigen Grenzwerte dabei um fast das Zwölffache überschritt und was betroffene Volvo-Kunden jetzt tun sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Wie hängt Volvo im Abgasskandal drin?

Nach VW, Audi, Daimler und Co. scheint es einen weiteren Autohersteller zu geben, der bei den Abgaswerten geschummelt hat: Volvo. Wie Abgasmessungen des zur Deutschen Umwelthilfe gehörenden Emissions-Kontroll-Insituts (EKI) zeigen, nutzt Volvo sogenannte Thermofenster.

Je niedriger die Außentemperaturen, desto dreckiger die Autos

Thermofenster bewirken vereinfacht gesagt Folgendes: Die Abgasreinigung wird über Sensoren und eine bestimmte Software von der Außentemperatur abhängig gemacht und funktioniert nur in einem bestimmten Temperaturfenster. Werden die festgelegten Grenzen des Thermofensters über- oder unterschritten, wird die Abgasrückführung gedrosselt oder ganz abgeschaltet. Die Temperatur-Grenzen des Thermofensters sind je nach Motor und Modell unterschiedlich – liegen aber in der Regel etwa zwischen 15 und 30 °C.

Testfahrzeuge der DUH waren zum einen der Volvo Diesel-SUV XC60 2.0 D3 mit der Abgasnorm Euro 5, welcher die zulässigen Grenzwerte teilweise um das Fünffache überschritt und der Volvo S90 4D, mit einer Überschreitung des zulässigen Grenzwerts um das 13fache. Die Messungen erfolgten auf einer rund 32 Kilometer langen Teststrecke in Berlin. Die Fahrer beachteten sowohl die Straßenverkehrsordnung als auch die Hinweise der in den Fahrzeugen vorhandenen Schaltanzeigen. Jedes Fahrzeug absolvierte in der Regel zehn Messungen, wobei durch Wärme- und Kältezufuhr am Außentemperatursensor des Fahrzeugs verschiedene Außentemperaturen simuliert werden konnten. Ergebnis: Den Euro-5-Grenzwert von 180 mg/km NOx überschritt das Fahrzeug bei allen Messungen deutlich. Sank die Außentemperatur, ging auch die Abgasrückführung zurück - bis auf 0 %. Die Emissionen stiegen bei sinkenden Außentemperaturen stark an.

Die folgende Grafik zeigt, wie deutlich der NOx-Ausstoß bei sinkenden Außentemperaturen zunahm:

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Welche Diesel-Fahrzeuge sind vom Volvo Abgasskandal betroffen?

Anhand der Tests der DUH und unserer eigenen Erfahrungen gehen wir davon aus, dass die Abgaswerte in folgenden Modellen mithilfe eines Thermofensters manipuliert wurden:

  • Volvo XC 60 / Volvo V 60 / Volvo S 60

  • Volvo XC 90 / Volvo V 90 / Volvo S 90

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Ist das Thermofenster von Volvo eine unzulässige Abschalt­einrichtung?

Grundsätzlich sind Abschalteinrichtungen gemäß Art. 5 Abs. 2 Verordnung (EG) Nr. 715/2007 unzulässig. Der Hersteller hat das Fahrzeug so auszurüsten, dass die zulässigen Grenzwerte auch im normalen Fahrbetrieb eingehalten werden. Zwar kann ausnahmsweise etwas anderes gelten, etwa wenn die Einrichtung notwendig ist, um den Motor zu schützen. Der Begriff notwendig legt allerdings nahe, dass der Einsatz von Abschalteinrichtungen dafür unvermeidbar sein müsste.

Volvo hat offenbar Gebrauch von einer solchen Abschalteinrichtung gemacht. Je niedriger die Außentemperatur war, desto weiter entfernte sich das Testfahrzeug von den zulässigen NOx-Grenzwerten. Aus unserer Sicht bestand jedoch keine Notwendigkeit für Volvo, eine solche Abschalteinrichtung in Form eines Thermofensters einzusetzen. Schließlich gibt es bereits Fahrzeuge, die mit einem geringeren NOx-Ausstoß zurechtkommen. Überdies waren andere Hersteller in der Vergangenheit dazu in der Lage, die schädlichen Emissionen ihrer Fahrzeuge zu reduzieren, indem sie einfache Software-Updates vornahmen. Wenn dies nun aber möglich ist, ohne dabei den Motor zu beschädigen, warum sollte der Einsatz eines Thermofensters dann notwendig gewesen sein?

Ungeachtet dessen, dass wir weiterhin davon ausgehen, dass Software-Updates dem Motor nicht gut tun, kommen wir zu folgender Einschätzung:

Gut zu wissen

  Thermofenster ist unzulässige Abschalteinrichtung

Das Thermofenster war nicht notwendig, um den Motor zu schützen. Es ist mithin eine unzulässige Abschalteinrichtung. Vieles spricht dafür, dass Volvo zahlreiche seiner Kunden auf besonders verwerfliche Weise vorsätzlich geschädigt hat.

Sie möchten wissen, ob auch Ihr Volvo vom Abgasskandal betroffen ist und welche Möglichkeiten sich daraus für Sie ergeben? Bei uns erfahren Sie, welche Ansprüche Sie nun gegen Volvo haben. Nutzen Sie dafür einfach und bequem unseren kostenfreien Online-Check.

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Haben Volvo-Kunden einen Anspruch auf Schadensersatz im Abgasskandal?

Hat Volvo Sie im Abgasskandal vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt, können Sie Schadensersatz von Volvo verlangen. Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen dabei zur Verfügung:

Kaufpreiserstattung gegen Rückgabe des Fahrzeugs

Aufgrund der anhaltenden Wertverluste von Diesel-Fahrzeugen und Einschränkungen durch Fahrverbote ist es am sinnvollsten, die Erstattung des Kaufpreises von Volvo zu fordern und den manipulierten Diesel zurückzugeben.

Hardware-Nachrüstung & Schadensersatz im Abgasskandal

Für viele Volvo-Diesel steht bereits eine Hardware-Nachrüstung bereit, die den Ausstoß schädlicher Stickoxide ausreichend reduziert, um den Wertverlust Ihres Fahrzeugs zu stoppen und ein Fahrverbot mit einer Sondergenehmigung zu umgehen. Wir setzen die Kostenübernahme der Hardware-Nachrüstung durch den Autobauer für Sie durch und fordern zusätzlich einen Betrag in Höhe von 20 % des Fahrzeug-Kaufpreises als Schadensersatz.

In unserer kostenfreien Ersteinschätzung erklären wir Ihnen, welche Option in Ihrem Fall in Frage kommt, und wie Sie Ihre Ansprüche ohne jedes Kostenrisiko durchsetzen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung haben oder nicht.

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