Vorfällig­keits­entschädigung Kredit – Zahlung vermeiden oder Geld zurückfordern

Wer vor Ende der Laufzeit einen Immobilienkredit zurückzahlt, muss damit rechnen, dass die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung fordert. Diese „Strafzahlung” kann schnell mehrere tausend Euro betragen. Doch nicht immer ist die Forderung überhaupt berechtigt. Wir erklären, was Sie tun können.

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Was ist eine Vorfälligkeits­entschädigung und wann wird sie bei einem Kredit fällig?

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Zahlung, die Banken fordern, wenn Sie Ihren Kredit vor Ablauf der Zinsbindung und Laufzeit zurückzahlen möchten. Der häufigste Anlass dafür ist der Verkauf einer Immobilie – wie ein Haus oder eine Wohnung – für die Sie einen Kredit aufgenommen haben.

Die Gründe für das vorzeitige Kündigen und Zurückzahlen eines Immobilienkredits sind wiederum vielfältig: Ob Umzug, eine Scheidung oder Arbeitslosigkeit – unterschiedliche Lebensumstände machen einen solchen Schritt manchmal notwendig. Dann muss man nicht nur sein Haus, sondern auch die zugehörige Finanzierung vorzeitig loswerden.

Die Bank hat allerdings bereits mit Ihren Zinsen für mindestens 10 Jahre gerechnet. Durch eine vorzeitige Beendigung des Kredits würde ihr dieses Geld entgehen. Die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung soll diese Verluste ausgleichen, weshalb auch häufig von einer „Strafzahlung” die Rede ist.

Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung kann beachtlich sein und liegt oft in fünfstelliger Höhe. Beträge von 25.000 Euro aufwärts sind dabei keine Seltenheit. Allerdings gibt es viele Umstände, unter denen sich die Zahlung vermeiden lässt oder man sie sogar nach geleisteter Zahlung zurückfordern kann.

Wir empfehlen: Zahlen Sie nicht, solange Sie die Vorfälligkeitsentschädigung nicht auf ihre Berechtigung hin überprüft haben. Falls Sie schon gezahlt haben, prüfen Sie, ob eine Erstattung möglich ist!

Nicht jede Vorfälligkeitsentschädigung der Bank ist gerechtfertigt. Schlagen Sie sich nicht mit dem Kleingedruckten Ihres Vertrags herum, sondern überlassen Sie die kostenfreie Überprüfung unseren Expert:innen.

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Wann kann man die Vorfälligkeits­entschädigung bei einem Kredit vermeiden?

Ihre Bank darf für eine vorzeitige Kreditrückzahlung einen Ausgleich – die Vorfälligkeitsentschädigung – von Ihnen verlangen. Doch für Kreditverträge gelten dabei strenge Vorgaben. Und wenn diese missachtet oder nicht korrekt umgesetzt wurden, besteht die Möglichkeit, die Forderung nach einer Vorfälligkeitsentschädigung anzufechten.

Der Anspruch der Bank auf die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung ist u. a. dann ausgeschlossen, wenn im Darlehensvertrag folgende Punkte unzureichend sind:

  • Angaben zur Laufzeit des Vertrags

  • Angaben zum Kündigungsrecht der Darlehensnehmer:innen

  • Angaben zur Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass ein Großteil der Immobilienkreditverträge unzureichende Angaben zu diesen Punkten aufweist.

Auch die Berechnung selbst ist eine häufige Quelle von Fehlern. So hat eine 2019 veröffentlichte Studie der Marktwächter ergeben, dass in 77 % der Fälle die unabhängig errechnete Vorfälligkeitsentschädigung geringer war, als die von der Bank geforderte. Im Durchschnitt betrug die errechnete Vorfälligkeitsentschädigung 5 % weniger als die vom Anbieter geforderte.

Eine Überprüfung der Vorfälligkeitsentschädigung sowie des Kreditvertrags lohnt sich also unbedingt. Lassen sich dort unzureichende Angaben feststellen, steht der Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung zu. Bei Kündigung des Kreditvertrags müssen Sie demzufolge auch keine Zahlung leisten oder können eine bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern.

Vertrauen Sie bei diesem komplexen Thema unseren Expert:innen um Fachanwalt Marko Huth: Überlassen Sie uns die kostenfreie und unverbindliche Prüfung Ihres Vertrags und Sie müssen sich nicht mit dem Kleingedruckten und einem Taschenrechner herumschlagen.

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Wie geht man vor, um die Vorfälligkeits­entschädigung zu vermeiden?

Sie stehen kurz davor, Ihre Immobilie zu verkaufen, für die Sie einen Kredit aufgenommen haben – die anstehende Vorfälligkeitsentschädigung möchten Sie vermeiden. Oder Sie haben die Immobilie verkauft und wollen sich jetzt eine bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückholen. Befolgen Sie folgende drei Schritte, um die Zahlung zu vermeiden oder um sie zurückzufordern:

Schritt 1: Überprüfen Sie das Abschlussdatum Ihres Vertrags (ab dem 21. März 2016).

Schritt 2: Fordern Sie über unseren Online-Check eine kostenfreie Vertragsprüfung und Erstberatung an.

Schritt 3: Entscheiden Sie nach unserem kostenfreien Service, ob Sie uns beauftragen wollen – mit oder ohne Rechtsschutzversicherung.

Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, direkt in einem teuren Anwaltsvertrag zu landen: Der kostenfreie Online-Check ist unverbindlich. Sie überlegen sich nach der Vertragsprüfung, ob Sie mit uns Ihre Ansprüche durchsetzen wollen.

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Lohnt sich die Ver­meidung einer Vorfälligkeits­entschädigung?

Die Einsparung einer Vorfälligkeitsentschädigung ist verlockend: Abhängig von der Höhe des Darlehens, der Zinsen und der noch verbleibenden Laufzeit des Kredits können tausende Euro gespart werden. Gerade bei Immobilienkrediten lohnt sich das, wo die Darlehenssumme leicht hunderttausende Euro betragen kann.

Eine unabhängige Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung lohnt sich also in den meisten Fällen. Berechnungen der Banken sind oft intransparent, nicht nachvollziehbar und fallen zum Nachteil der Kund:innen aus. Die Banken nutzen demzufolge den Umstand aus, dass für einzelne Verbraucher:innen die Berechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung oft nicht verständlich ist.

Um Ihnen Klarheit über die wahre Höhe Ihrer Vorfälligkeitsentschädigung zu verschaffen, hilft unser Online-Rechner weiter. Im Anschluss können Sie uns direkt mit der Vertragsprüfung betrauen – kostenfrei und unverbindlich.

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Wie berechnet sich die Vorfälligkeits­entschädigung?

Kreditinstitutionen stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, eine Vorfälligkeitsentschädigung zu berechnen. Dabei haben sich zwei Methoden durchgesetzt: die sogenannte Aktiv-Aktiv- und die Aktiv-Passiv-Methode. Beide sind nach der aktuellen Rechtsprechung zulässig. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung wird dabei von einigen zentralen Faktoren beeinflusst. Diese sind zum Beispiel:

  • Zinsverschlechterungsschaden

  • Risikoprämie

  • Verwaltungskostenersparnis

  • Bearbeitungsgebühren

  • Sondertilgung

Bevor Sie einen Kredit frühzeitig zurückzahlen, werden Sie sich vermutlich mit Ihrer Bank über die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung unterhalten. Als Darlehensnehmer:in steht Ihnen dabei ein gesetzlicher Auskunftsanspruch zu. Diese Auskunft muss Ihnen die Bank auf Nachfrage kostenfrei erteilen.

Nichtsdestotrotz empfehlen wir Ihnen, zusätzlich die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung von unabhängiger Stelle nachrechnen zu lassen. In vielen Fällen setzt die Bank die Zahlung zu hoch an. Sie können dafür unseren kostenfreien Online-Rechner nutzen. Weicht das Ergebnis Ihrer Bank von unserem ab, dann sollten Sie Ihren Vertrag auf Fehler prüfen lassen. Wenn wir einen Fehler finden, dann haben Sie gegebenenfalls die Option, sich die Vorfälligkeitsentschädigung zurückzuholen oder sie zu vermeiden.

Nutzen Sie jetzt unseren kostenfreien Online-Rechner und geben Sie sich nicht mit den intransparenten Angaben Ihrer Bank ab. Stellen Sie eine Abweichung fest, sollten Sie aktiv werden und bei uns eine Prüfung Ihres Vertrags durchführen lassen.

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Schade ich meiner Bank, wenn ich die Vorfälligkeits­entschädigung zurück­fordere?

Viele Verbraucher:innen zögern, wenn es darum geht, rechtliche Ansprüche gegen ihre Bank durchzusetzen. Manche vermuten, dass ein Vorgehen aussichtslos sei, da die Bank zu übermächtig sei und immer gewinnt. Andere machen sich Sorgen darüber, ob ein juristisches Vorgehen Aussichten auf zukünftige Kredite verschlechtern könnte.

So fragen Sie sich möglicherweise, ob Sie der Bank schaden, wenn Sie versuchen, die Vorfälligkeitsentschädigung zu umgehen. Hier können wir Sie allerdings beruhigen: Sie nehmen der Bank nichts weg, das ihr eigentlich zustehen sollte. Sie nutzen keinen versehentlichen Fehler eines*einer Bankberater:in aus, wenn sie die Zahlung vermeiden. Die Bank hat in Kauf genommen, dass Sie als Kund:in nicht korrekt und vollständig aufgeklärt waren. Gehen Sie gegen Ihre Bank vor, nehmen Sie lediglich geltendes Recht in Anspruch. Auch verschlechtern Sie Ihre Chancen auf zukünftige Kredite nicht, denn Banken werden Sie auch später immer wieder als Kund:in gewinnen und binden wollen. Sie werden auch in keiner „Sünderkartei” geführt, schon gar nicht bankenübergreifend.

Haben Sie keine Angst davor, Ihre rechtlichen Ansprüche gegen die Bank durchzusetzen. Verbringen Sie weniger Zeit mit Grübeln und verschaffen Sie sich jetzt schnell Gewissheit über Ihre Erfolgschancen mit unserem Online-Check.

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Die Bank bietet einen Rabatt auf die Vorfälligkeits­entschädigung – sollte man das Angebot annehmen?

Wenn Sie mit Ihrer Bank über eine Vorfälligkeitsentschädigung in Verhandlung treten, ist es möglich, dass die Bank versuchen wird, Ihnen – vermeintlich – entgegenzukommen. Beispielsweise wird sie Ihnen einen Rabatt auf die anstehende Zahlung gewähren und Ihnen somit Tausend Euro oder sogar mehr ersparen. Verbraucher:innen sollten auf ein solches „Kulanzangebot” allerdings nicht eingehen.

Haben Sie das Angebot der Bank angenommen, können Sie die Vorfälligkeitsentschädigung im Nachhinein nicht mehr zurückfordern. Zahlen Sie hingegen die ursprünglich geforderte Vorfälligkeitsentschädigung, ohne Kulanzrabatt, dann können Sie auch anschließend noch mit uns überprüfen, ob die Zahlung zulässig war und sie ggf. zurückfordern. Stimmen Sie aber dem „Vergleich” mit der Bank zu, ist dies nicht mehr möglich. Und jedes Rabattangebot, dass die Bank Ihnen anbieten wird, ist nichts im Vergleich zu der Summe, die Sie sparen könnten, wenn Sie die Vorfälligkeitsentschädigung gänzlich vermeiden.

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Was kann man bei Vertrags­abschlüssen vor dem 21. März 2016 tun?

Wenn Sie Ihren Immobilienkreditvertrag im Zeitraum vom 11. Juni 2010 bis einschließlich dem 20. März 2016 abgeschlossen haben, gelten andere gesetzliche Bestimmungen als bei der Vorfälligkeitsentschädigung.

Doch für diesen Zeitraum lässt sich prüfen, ob ein Widerruf Ihres Vertrags infrage kommt. Sind Ihrer Bank Fehler bei der Abfassung ihrer Widerrufsinformationen unterlaufen, können Sie den Vertrag heute noch widerrufen. Dadurch können Sie z. B. ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung zinsgünstig umschulden oder sich die „Strafzahlung“ erstatten lassen. Wieso das möglich ist und wie Sie dabei vorgehen, erfahren Sie hier in unserem Artikel zum Widerruf von Immobilienkrediten.

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