Abgasskandal: Zahlreiche Urteile gegen VW & Co.

VW, Audi, SEAT, Skoda und Porsche – wie es scheint auch BMW und Daimler – haben ihre Kunden vorsätzlich getäuscht und ihnen Fahrzeuge verkauft, die im realen Straßenverkehr mehr gesundheitsschädliche Stickstoffoxide ausstoßen als sie rechtlich dürften. Der Verkauf der eigenen Fahrzeuge schien in diesem Zusammenhang wichtiger gewesen zu sein als die Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Kunden und der Gesundheit der Menschen. Viele Gerichte haben daher bereits deutliche Worte gegenüber VW und Co. gefunden und wichtige Urteile zugunsten geschädigter Fahrzeugkäufer gefällt. Wir möchten Ihnen Mut machen: Auch Sie sollten Ihre Ansprüche im Abgasskandal durchsetzen. Wir helfen Ihnen dabei.

Abgasskandal: Was ist passiert?

Seit September 2015 wissen wir, dass einige Fahrzeughersteller geschummelt haben. Es wurde eine Software in vielen Autos verbaut, die erkannt hat, ob sich das Fahrzeug gerade im Prüfmodus befindet oder im normalen Straßenverkehr. Befand es sich im Prüfmodus, hat es deutlich weniger Stickstoffoxid ausgestoßen als es das im realen Betrieb auf der Straße tun würde. Dadurch gelang es den Autokonzernen, die zuständigen Zulassungsbehörden zu täuschen und infolgedessen die Erlaubnis zum Verkauf der betreffenden Fahrzeuge zu erhalten. Die möglichen negativen gesundheitlichen Konsequenzen bei den eigenen Kunden und der Bevölkerung wurden dabei ebenso in Kauf genommen wie der Verlust von Vertrauen.

Wie ist die Rechtslage?

Das Gesetz unterscheidet zwischen sog. Gewährleistungsansprüchen gegenüber einem Verkäufer und zwischen sog. deliktischen Ansprüchen gegenüber den Herstellern. Wird Ihnen eine Sache verkauft, die nicht dem entspricht, was Sie mit dem Verkäufer vereinbart haben oder was Sie von der Sache erwarten dürfen, haben Sie eine mangelhafte Sache erworben. In solchen Fällen können Sie von dem Verkäufer verlangen, dass er den Mangel beseitigt oder Ihnen eine gleichwertige und mangelfreie Sache verschafft. Ist dies nicht möglich, kommt der Verkäufer dem nicht fristgemäß nach oder ist es Ihnen nicht zuzumuten, dem Verkäufer nochmals Vertrauen zu schenken, können Sie bei erheblichen Mängeln vom Kaufvertrag zurücktreten und Ihr Geld zurückverlangen. Darüber hinaus können Sie unter Umständen auch Schadensersatzansprüche geltend machen. Möchte der Käufer einer mangelhaften Sache diese Sache aber lieber behalten, scheidet ein Rücktritt vom Kaufvertrag aus. Allerdings könnte dieser dann zumindest den Kaufpreis angemessen mindern und somit verhindern, schlussendlich gänzlich allein auf dem Schaden sitzen zu bleiben.

Mit dem Hersteller haben Sie in vielen Fällen hingegen keinen Kaufvertrag geschlossen, es sei denn, Sie haben das Fahrzeug direkt vom Hersteller gekauft. Daher stehen Ihnen gegenüber dem Hersteller auch keine Gewährleistungsansprüche zur Verfügung. Allerdings können Sie gegenüber dem Hersteller Schadensersatzansprüche geltend machen, wenn dieser Ihnen gegenüber eine Straftat begangen hat, wie beispielsweise einen Betrug, oder – was viele Gerichte im Zusammenhang mit dem Abgasskandal auch bereits so gesehen haben – wenn Ihr Hersteller Sie vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt hat. In solchen Fällen können Sie Schadensersatz bis hin zur Höhe des Kaufpreises fordern. Würden Sie Schadensersatz in Form der Rückabwicklung des Kaufvertrages fordern, würden Sie das mangelhafte Fahrzeug dem Hersteller übergeben und dafür im Gegenzug den gezahlten Kaufpreis zurückerhalten. Lediglich eine überschaubare Nutzungsentschädigung dürfte der Hersteller behalten. Dafür würden Sie dem Abgasskandal und möglichen Fahrverboten entkommen.

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Urteile gegen VW: Was sagen die Gerichte?

Im Folgenden möchten wir Ihnen zeigen, wie deutlich deutsche Gerichte bereits zum Teil schon geworden sind:

Fahrverbote sind möglich

Das Bundesverwaltungsgericht (Az: 7 C 26.16; 7 C 30.17) hat Anfang des Jahres unmissverständlich klargestellt: Fahrverbote können auch Autofahrer in Deutschland treffen. Die Möglichkeit, Fahrverbote zu verhängen, ergibt sich aus dem Unionsrecht, darf aber stets nur das letzte Mittel bleiben. Sollten Fahrverbote durch andere Maßnahmen nicht abgewendet werden können, könnten vor allem Dieselfahrzeuge unterhalb der Abgasnorm Euro-6 und Benziner unterhalb der Schadstoffklasse Euro-3 Schwierigkeiten bekommen. In Hamburg gibt es erste Fahrverbote seit dem 31. Mai 2018.

Abgasskandal: Betroffene Emissionsklassen

Fahrzeuge sind mangelhaft

Händler und Hersteller vertreten die Ansicht, dass Fahrzeuge, die vom Abgasskandal betroffen sind, keinen Mangel aufweisen. Dies ist jedoch nicht nur nach unserer Rechtsauffassung völlig unverständlich, sondern auch nach Ansicht vieler Gerichte schlichtweg falsch.

Das Landgericht Hamburg (LG Hamburg, Urteil vom 07. März 2018 - Az: 329 O 105/17) hat hierzu beispielsweise folgendes ausgeführt:

Mangelhaft ist der Wagen im Echtbetrieb schon deshalb, weil sich der Hersteller eines unzulässigen Abschaltmechanismuses für die Messung der Stickoxid-Werte unter Prüfbedingungen bedient hat. Der Käufer eines Fahrzeugs kann im Rahmen der üblichen und zu erwartenden Beschaffenheit eines Neuwagenkaufs in jedem Fall davon ausgehen, dass die rechtlichen Voraussetzungen für eine Zulassungsfähigkeit seines Fahrzeugs auf rechtmäßigem Wege eingehalten werden, ohne die Verwendung einer manipulierenden Software, die im Rahmen eines Prüflaufstandes einen Modus aktiviert, der nicht dem üblichen Betriebsmodus entspricht und in dem der Stickoxidausstoß reduziert wird.

(Hierzu auch das LG Neuruppin, Urteil vom 24. Mai 2017 - Az: 1 O 170/16; LG Regensburg, Urteil vom 04. Januar 2017 - Az: 7 O 967/16; LG Münster, Urteil vom 14. März 2016 - Az: 11 O 341/15)

Das Landgericht Bonn (LG Bonn, Urteil vom 07. März 2018 - Az: 19 O 327/17) wird dabei sogar noch etwas deutlicher:

Vor dem Hintergrund, dass die Beklagte zu 2) (Anm. d. Red.: der Hersteller des Motors) wegen dieser Vorgänge in den USA Strafen und Entschädigungen im zweistelligen Milliardenbereich zu zahlen hat, ist die im hiesigen Prozess von beiden Beklagten vorgetragene Auffassung, es liege kein Mangel vor, nicht nur befremdlich. Sie offenbart vielmehr ein mehr als bedenkliches Rechtsverständnis.

Das Landgericht Darmstadt (LG Darmstadt, Urteil vom 02. März 2018 - Az: 28 O 127/17) hat es auf den Punkt gebracht:

[...] ein Durchschnittskäufer eines Neufahrzeugs kann berechtigterweise erwarten, dass in seinem Fahrzeug keine unzulässige Abschalteinrichtung eingebaut ist, die bei ihrer Entdeckung dazu Anlass gibt, dass das Kraftfahrt-Bundesamt einen Rückruf bezüglich dieser Fahrzeuge veranlasst, aufgrund dessen diese Fahrzeuge jedenfalls einer Umrüstung unterzogen werden müssen.

(Hierzu auch das LG Saarbrücken, Urteil vom 14. Juni 2017 - Az: 12 O 104/16)

Wir sagen ganz klar: Ist Ihr Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen, haben Sie auch ein mangelhaftes Fahrzeug erworben. Daher haben Sie Rechte und Ansprüche, bei denen wir Ihnen helfen, diese auch durchzusetzen. Bei uns können Sie dies ohne Kostenrisiko und ganz bequem online erledigen.

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Lesen Sie auch:

Sie sollten den Schaden an diejenigen weiterleiten, die ihn auch verursacht haben. Bis zum 31. Dezember 2018 können wir für Sie gegenüber VW, Audi, SEAT, Skoda und Porsche tätig werden und Ihre Interessen vertreten. Im Anschluss verjähren Ihre Ansprüche, womit sie ab dem 01. Januar 2019 nicht mehr durchsetzbar sind. Sofern Sie also nicht auf dem Schaden sitzen bleiben möchten, sollten Sie schnellstmöglich handeln und uns mit ins Boot holen.

Wissenswertes über Ihre Ansprüche gegenüber VW und Co. erfahren Sie auch in folgenden Beiträgen:

Das VW Software-Update: Die Lösung?

Wir raten unseren Mandanten regelmäßig davon ab, das Software-Update an ihrem Fahrzeug durchführen zu lassen. Zum einen können Sie weder Händler noch Hersteller zu einem Update zwingen, zum anderen möchten wir das "manipulierte Fahrzeug" unter Umständen gerne als Beweismittel vor Gericht verwenden. Außerdem sind die Folgen des Software-Updates langfristig derzeit noch nicht absehbar. Allerdings besteht der Verdacht, dass durch das Software-Update andere Mängel am Fahrzeug verursacht werden. Wir empfehlen daher ganz klar: Lassen Sie kein Software-Update durchführen. Sollte Ihnen die zuständige Behörde konkret mit der Stilllegung Ihres Fahrzeugs drohen, können und sollten Sie sich umgehend an unsere Experten wenden.

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Beschlüsse und Urteile in Bezug auf das VW Software-Update

Im Folgenden möchten wir Ihnen zeigen, warum auch wir nicht zur Durchführung des Software-Updates raten:

Landgericht Bonn, Urteil vom 07. März 2018 - Az: 19 O 327/17:

Das Gericht hält eine Nachbesserung in Form des Software-Updates für den geschädigten Autokäufer für unzumutbar. Der Käufer brauchte dem Verkäufer daher gemäß § 440 Satz 1 Variante 3 des Bürgerlichen Gesetzbuches auch keine Frist für eine solche Nachbesserung zu setzen; das Software-Update musste insofern nicht durchgeführt werden. Darüber hinaus stellt das Gericht noch folgendes fest:

"Eine plausible Antwort auf die an dieser Stelle zentrale Frage [...] wenn es offenbar so kostengünstig und unproblematisch erreichbar ist, dass die betroffenen Dieselmotoren sowohl auf dem Prüfstand als auch im Straßenverkehr die Anforderungen der Euro 5 Norm erfüllen, diese nicht von vorneherein in dieser Art hergestellt hat, liefern beide Beklagten gerade nicht."

Mit anderen Worten: Wenn ein einfaches, zügiges und kostengünstiges Software-Update bereits alle Probleme beseitigen kann, warum mussten die betroffenen Autohersteller ihre Kunden dann zuvor über Jahre hinweg täuschen?

Landgericht Hamburg, Urteil vom 07. März 2018 - Az: 329 O 105/17:

Auch hier ist das Gericht der Ansicht, die Durchführung des Software-Updates sei für den geschädigten Autokäufer unzumutbar. Dabei berücksichtigt das Gericht auch hier das nachhaltig gestörte Vertrauensverhältnis infolge der Täuschungen durch den Hersteller. Schließlich würde das Software-Update durch den Hersteller durchgeführt werden. Außerdem erkennt auch das Gericht, dass das Software-Update womöglich zu keiner einwandfreien Mangelbehebung führt:

"Es besteht der plausible Verdacht, dass das angebotene Softwareupdate keine ausreichende Nachbesserung ist. Die von Klägerseite zitierten technischen Bedenken sind jedenfalls auch einem Laien nachvollziehbar: Wenn die Softwarenachbesserung nunmehr dazu führt, dass der Motor nur noch im Prüfstandmodus betrieben wird, das heißt, eine permanente Abgasrückführung erfolgt, so dürfte relativ klar sein, dass damit ein deutlich gesteigerter Verschleiß der betroffenen Motorteile einhergeht. Schon diese Befürchtung, die auch in der Öffentlichkeit umfangreich und kontrovers diskutiert wird, führt nach Ansicht des Gerichts zu einem deutlichen und auf unabsehbare Zeit verbleibenden Minderwert des Fahrzeuges, der auch durch eine sachverständige Überprüfung, die eigentlich nur durch Langzeittests erfolgen kann, nicht ausgeräumt werden kann."

Sollten Sie das Software-Update bereits haben durchführen lassen, können Sie dennoch Ihre Rechte einfordern. Der geschädigte Autokäufer im hier beschriebenen Fall bekam recht vor Gericht. Ihm steht ein mangelfreies, fabrikneues und typengleiches Fahrzeug aus der aktuellen Serienproduktion des Herstellers zu – einen Nutzungsersatz für die gefahrenen Kilometer mit dem mangelhaften Fahrzeug muss er nicht zahlen.

Oberlandesgericht Köln, Beschluss vom 27. März 2018 - Az: 18 U 134/17:

Auch hier macht das Gericht deutlich: Nur weil Sie bereits das Software-Update haben durchführen lassen und weil Sie das Fahrzeug dann im Anschluss auch genutzt haben, haben Sie Ihre Rechte im Abgasskandal dennoch nicht eingebüßt. Sollten Sie nach dem Software-Update andere Mängel an Ihrem Fahrzeug feststellen, wie beispielsweise einen erhöhten Kraftstoffverbrauch, muss der Verkäufer beweisen, dass diese Mängel nicht durch das Software-Update hervorgerufen worden sind. Insbesondere haben Käufer, die ihr Fahrzeug nach dem Software-Update ohne gegenteilige Äußerungen wieder entgegengenommen haben, damit nicht das Software-Update als vollständige Mangelbeseitigung anerkannt.

Wir raten Ihnen deutlich von der Durchführung des Software-Updates ab. Sollten Sie es hingegen bereits haben durchführen lassen, können wir Ihnen nichtsdestotrotz weiterhin helfen. Wir vertreten Sie im Abgasskandal und unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Interessen.

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Urteile Abgasskandal: Was macht das Verhalten der Autokonzerne so verwerflich?

Die Autohersteller, die ihren Kunden "manipulierte Fahrzeuge" verkauft und sie somit getäuscht haben, handelten dabei aus besonders verwerflichen Gründen. Wir möchten Ihnen einmal präsentieren, wie einige Gerichte das Verhalten der Autokonzerne eingeschätzt haben:

Landgericht Krefeld, Urteil vom 28. Februar 2018 - Az: 7 O 10/17:

"Der Mitarbeiter der Beklagten hat nicht einfach nur die Abgasvorschriften außer Acht gelassen und massenhafte, erhebliche Umweltverschmutzung herbeigeführt, sondern mit der Abschaltvorrichtung zugleich ein System zur planmäßigen Verschleierung dieses Vorgehens gegenüber den Aufsichtsbehörden und den Verbrauchern geschaffen, um der Beklagten einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen oder sie wettbewerbsfähig zu halten, weil diese entweder nicht über eine Technik verfügte, um die gesetzlichen Abgasvorschriften einzuhalten, oder weil diese aus Gewinnstreben den Einbau der ansonsten notwendigen Vorrichtungen unterließ. Die daraus zu entnehmende Gesinnung, aus Gewinnstreben massenhaft die Käufer der so produzierten Autos bei ihrer Kaufentscheidung zu täuschen, die Wettbewerber zu benachteiligen und die Umwelt so zu schädigen, dass Gesundheitsgefahren drohen, weil die Schadstoffwerte (NOx) erhöht werden, lässt das Verhalten insgesamt als sittenwidrig erscheinen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass es sich bei der Anschaffung eines Fahrzeugs für einen Verbraucher in der Regel um eine wirtschaftliche Entscheidung von erheblichem Gewicht handelt und ein Verbraucher als technischer Laie die Manipulation nicht erkennen kann. Die Beklagte hat die Ahnungslosigkeit des Verbrauchers bewusst zu ihrem Vorteil ausgenutzt, was eine besonders verwerfliche Vorgehensweise darstellt. Mit der Motorsteuerungssoftware wurde mit erheblichem Aufwand ein System zur planmäßigen Verschleierung gegenüber Behörden und Verbrauchern geschaffen, um den Umsatz und Gewinn durch die bewusste Täuschung zu steigern."

Landgericht Duisburg, Urteil vom 19. Februar 2018 - Az: 1 O 178/17:

"Das schädigende Verhalten der Beklagten ist sowohl wegen seines Zwecks als auch wegen des angewandten Mittels als auch mit Rücksicht auf die dabei gezeigte Gesinnung als verwerflich anzusehen. Es kann nur davon ausgegangen werden, dass die Beklagte die Software eingebaut hat, weil sie nicht in der Lage war, auf andere Art und Weise mit vergleichbarem Aufwand Fahrzeuge zu entwickeln, die die Euro-5-Norm auch im normalen Straßenbetrieb einhalten. Dementsprechend diente der Einsatz der Software dazu, Fahrzeuge zu produzieren und zu verkaufen, die andernfalls keine oder zumindest weniger Abnehmer gefunden hätten. Das Verhalten der Beklagten diente damit dazu, auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit von Menschen und anderen Lebewesen, die durch die (höheren) Schadstoffwerte gefährdet bzw. geschädigt werden, den Umsatz der Beklagten zu steigern, sich im Wettbewerb mit konkurrierenden Unternehmen durchzusetzen und die Marktmacht des Unternehmens der Beklagten weiter auszubauen."

Landgericht Stuttgart, Urteil vom 08. Februar 2018 - Az: 19 O 68/17:

"Bei der Beurteilung der Verwerflichkeit des Handelns ist der hohe Schaden, den die Beklagte verursacht hat, sowie das hohe Risiko für die zahlreichen Fahrzeugkäufer zu berücksichtigen, das die Beklagte in Kauf genommen hat. Der Beklagten war bewusst, dass sie die Anforderungen der Abgasnormen nicht ohne die unzulässige Abschalteinrichtung erfüllen konnte. Dies folgt bereits aus der Installation der Software, die speziell eine Motorsteuerung für den Prüfzyklus vorsah, und somit für die Prüfung nicht geeignete Emissionswerte erzeugte. Als Automobilhersteller war ihr weiter bekannt, dass sie keine rechtsbeständige EG-Typgenehmigung durch eine Täuschung im Prüfverfahren erhalten kann und somit die Gefahr des Widerrufs der EG-Typgenehmigung und der Allgemeinen Betriebserlaubnis für die Fahrzeuge bestand. Der dadurch drohende Schaden war angesichts der hohen Stückzahl der produzierten Motoren enorm. Die Inkaufnahme eines derartigen Schadens zum Zwecke des Gewinnstrebens enthält ein hohes Maß an Skrupellosigkeit."

Ausführliches Urteil im Abgasskandal des Landgerichts Berlin

Das Landgericht Berlin (LG Berlin) hat in dem von uns geführten Prozess (Urteil vom 19. April 2018 - Az: 13 O 108/17) besonders ausführlich dargelegt, weshalb unserem Mandanten sowohl Ansprüche gegenüber dem Verkäufer als auch gegenüber dem Hersteller zustehen. Das Gericht vertritt ebenso die Auffassung, wonach das Software-Update für den getäuschten Kunden unzumutbar ist. Dagegen spricht auch nicht die Genehmigung des Software-Updates durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Schließlich hat sich das KBA bereits einmal täuschen lassen. Die Befürchtung kann daher nicht von der Hand gewiesen werden, dass vergleichbares nicht noch einmal geschieht. Möchten Sie mehr über unseren Erfolg vor dem LG Berlin erfahren? Näheres zum ausführlichen Urteil des Landgerichts Berlin unter Weiterer Erfolg: Wir erzielen wegweisendes Urteil gegen VW.

Lohnt sich ein Vorgehen im Abgasskandal?

Wenn Sie nichts unternehmen, verjähren Ihre Ansprüche und Sie stehen am Ende mit dem Schaden alleine da. Werden Sie allerdings aktiv, können Sie wählen: Möchten Sie Ihr Fahrzeug behalten, den Kaufpreis mindern und bzw. oder Schadensersatz fordern? Möchten Sie ein neues und mangelfreies Fahrzeug? Oder möchten Sie – dazu raten wir angesichts drohender Fahrverbote – das Fahrzeug zurückgeben und im Gegenzug den Kaufpreis zurückerhalten? Wir können Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer rechtlichen Möglichkeiten helfen.

Darüber hinaus bieten wir unseren Mandanten auch die Ziehung des sog. Auto-Widerrufsjokers an. Sollten Sie Ihr Fahrzeug (insbesondere nach dem 12. Juni 2014) geleast oder finanziert haben, können Sie womöglich vom Auto-Widerrufsjoker Gebrauch machen und Ihren Finanzierungs- oder Leasingvertrag zu hervorragenden Konditionen widerrufen.

Ob sich etwas lohnt, ist natürlich nicht nur eine Frage der Möglichkeiten, sondern auch des Einsatzes. Aber auch hier können wir Sie beruhigen: Bei uns haben Sie 0,00 % Kostenrisiko. Sollten Sie rechtsschutzversichert sein, setzen wir uns für Sie mit Ihrer Rechtsschutzversicherung auseinander. Über Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung hinaus müssten Sie dann nichts mehr zahlen. Sollten Sie über keine passende Rechtsschutzversicherung verfügen, möchten wir Ihnen dennoch die Möglichkeit bieten, Ihre Interessen zu verfolgen. Wir bieten Ihnen die Einschaltung eines Prozesskostenfinanzierers an, der nur etwas von Ihnen bekommt, wenn wir für Sie etwas erreichen. Der Prozesskostenfinanzierer würde lediglich 29 % von dem bekommen, was Sie durch unsere Arbeit erhalten – maximal jedoch auf 2.900,00 € begrenzt. Mit uns müssen Sie daher keine darüber hinausgehenden Kosten fürchten. Wir kümmern uns um die Durchsetzung Ihrer Ansprüche und Sie warten ohne Kostenrisiko auf die Ergebnisse.

Möchten Sie unsere Unterstützung im Abgasskandal? Wir, gemeinsam mit den Kollegen von baum reiter & collegen, vertreten bereits über 14.000 Geschädigte im Abgasskandal. Wenn Sie endlich zu Ihrem Recht kommen wollen – bevor Ihre Ansprüche schon zeitnahe verjähren – stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Seite. Sie können uns schnell und einfach von zu Hause aus oder aber auch beqeuem von unterwegs mit ins Boot holen. Nutzen Sie dafür einfach unsere Online-Beauftragung.

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Die folgende Grafik zeigt Ihnen, dass bereits zahlreiche Gerichte – und zwar deutschlandweit – Urteile gegen VW und zugunsten geschädigter Autokäufer getroffen haben. Ob Sie also aus Niedersachsen, Hessen, Thüringen oder Berlin kommen, ist nicht entscheidend: Sie sollten Ihre Ansprüche in jedem Falle geltend machen. Wir unterstützen Sie dabei.

Abgasskandal: Urteile gegen Volkswagen

Bin ich überhaupt vom Abgasskandal betroffen?

Die wichtigen Informationen zum Abgasskandal kommen leider erst nach und nach ans Licht. Nur weil Ihr Fahrzeug nach heutigem Stand nicht betroffen zu sein scheint, heißt es nicht, dass sich das im Laufe der kommenden Wochen oder Monate nicht noch ändern kann.

Wir geben Ihnen einen aktuellen Überblick:

Liste der betroffenen Diesel-Fahrzeuge im Überblick:

Konzern Volkswagen Mercedes-Benz BMW
Motormodelle EA 189 und EA 288 OM 622, 626, 642 und 651 --
Motoren 3,0, 2,0, 1,6 und 1,2 Liter Hubraum 3,0, 1,8 und 2,1 Liter Hubraum 3,0 Liter Hubraum

Schadstoffklassen

Euro 4, Euro 5, Euro 6 Euro 5 und Euro 6 Euro 6
Modelle VW
Bora, Fox, Golf VI, Passat VII, Phaeton, Tiguan, Polo, Jetta, Scirocco, Amarok, Beetle, CC, Eos, Sharan, Touareg, Touran, Up
C-Klasse, CLS, E-Klasse, G-Klasse, GL, GLC, GLE, ML, SLK, S-Klasse, Vito, V-Klasse 5er, 7er
  Audi
A1, A3, A4, A5, A6, A7, A8, Q3, Q5, Q7, Q8, TT
   
  Porsche
Cayenne, Macan, Panamera
   
  Skoda
Citigo, Fabia, Felicia, Rapid, Roomster, Octavia, Superb, Yeti
   
  Seat
Alhambra, Altea, Exeo, Ibiza, Leon II, Toledo IV
   
  Nutzfahrzeuge
Caddy, Crafter, Transporter
 


Sie haben noch kein Schreiben erhalten, in dem Sie über Ihre Betroffenheit informiert wurden? Wir zeigen Ihnen, wie Sie herausfinden, ob Sie betroffen sind.

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Wir helfen Ihnen

Unser Anspruch ist es, jedem vom Abgasskandal betroffenen Autofahrer die Möglichkeit zu geben, seine Rechte durchzusetzen – ohne Kostenrisiko und ohne Aufwand. Der Abgasskandal bei VW, BMW und Daimler und die damit verbundenen Auswirkungen, wie Wertverluste oder Fahrverbote, haben bei den Betroffenen bereits tiefe Einschnitte im Geldbeutel hinterlassen. Genau deshalb wollen wir Ihre Kostenrisiken nicht weiter strapazieren. Bei uns ist es egal, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen oder nicht – wir setzen uns für Ihr Recht ein.

Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir lassen uns auch nicht abschrecken, wenn Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten zunächst nicht übernehmen will. Es ist kein Geheimnis, dass sich Versicherungsgesellschaften gerne mal um die Kostenerstattung drücken wollen. Unser Team um eine erfahrene Fachanwältin für Versicherungsrecht kümmert sich zusammen mit einer eigenen Fachabteilung für die Durchsetzung von Rechtsschutzdeckungen – und zwar so lange, bis die Versicherung zahlt. Dieser Service ist für Sie kostenfrei. Bei der Online-Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegenüber VW senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

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Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche jetzt ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Wir sorgen dafür, dass unser Prozesskostenfinanzierer die außergerichtliche Rechtsdurchsetzung finanziert – ohne Selbstbeteiligung. Wenn ein Gerichtsprozess aussichtsreich erscheint, übernehmen wir die Anfrage für eine Prozessfinanzierung Ihrer individuellen Klage. Sagt der Prozesskostenfinanzierer für die Klage zu, fällt für dieses gerichtliche Verfahren eine Selbstbeteiligung von 89,- Euro an. Oder wir sorgen mit unserem Prozesskostenfinanzierer dafür, dass Sie rechtzeitig und rechtssicher in der richtigen Musterfeststellungsklage angemeldet sind, begleiten Sie während des Verfahrens und verhandeln für Sie das Ergebnis der Musterklage. Die Selbstbeteiligung beträgt hierfür ist ebenfalls 89,- Euro.

In allen Fällen der Risikoübernahme durch den Prozesskostenfinanzierer – ob außergerichtlich, in einer individuellen Klage oder in der Musterfeststellungsklage – zahlen Sie nur im Erfolgsfall ein Erfolgshonorar. Dieses beträgt 29 % (inkl. Steuern und Gebühren) von Ihrem wirtschaftlichen Erfolg, den wir für Sie erzielt haben – maximal jedoch 2.900,00 Euro. Und auch wenn Sie überlegen, auf eigenes Kostenrisiko vor Gericht zu gehen, sind wir an Ihrer Seite und entwickeln mit Ihnen die aussichtsreichste Prozessstrategie zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

Und das Beste: Wenn Sie uns jetzt direkt online beauftragen, prüfen wir Ihren Fall sofort und kostenfrei auf die Möglichkeit einer rein erfolgsabhängigen Vergütung, sodass wir für – zunächst außergerichtlich – tätig werden können.

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