Geschwindigkeitsüberschreitung – Welche Strafen drohen für zu schnelles Fahren?

  • Für Geschwindigkeitsüberschreitungen kann es ein Bußgeld von bis zu 800 Euro und 3 Monate Fahrverbot geben.
  • Bußgeldbescheide können fehlerhaft und damit ungültig sein.
  • Lassen Sie Ihren Bußgeldbescheid kostenlos auf die Möglichkeit eines Einspruchs prüfen!

Welche Bußgelder drohen bei Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts?

Innerhalb geschlossener Ortschaften kann eine Geschwindigkeitsüberschreitung Punkte, Geldstrafen oder ein Fahrverbot zur Folge haben. Der aktuelle Bußgeldkatalog sieht im Jahr 2022 für zu schnelles Fahren innerorts folgende Strafen vor:

Geschwindigkeits­überschreitung

Bußgeld

Punkte

Fahrverbot

Bis 10 km/h

30 Euro

 

 

11 bis 15 km/h

50 Euro

 

 

16 bis 20 km/h

70 Euro

 

 

21 bis 25 km/h

115 Euro

1

 

26 bis 30 km/h

180 Euro

1

(1 Monat)*

31 bis 40 km/h

260 Euro

2

1 Monat

41 bis 50 km/h

400 Euro

2

1 Monat

51 bis 60 km/h

560 Euro

2

2 Monat

61 bis 70 km/h

700 Euro

2

3 Monat

Über 70 km/h

800 Euro

2

3 Monat

*Ein Fahrverbot gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.

Welche Bußgelder drohen bei Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts?

Auf Autobahnen und Bundesstraßen kann überhöhte Geschwindigkeit nach einer Kontrolle Punkte, Geldstrafen oder ein Fahrverbot zur Folge haben. Der aktuelle Bußgeldkatalog sieht für zu schnelles Fahren außerorts folgende Strafen vor:

Geschwindigkeits­überschreitung

Bußgeld

Punkte

Fahrverbot

Bis 10 km/h

20 Euro

 

 

11 bis 15 km/h

40 Euro

 

 

16 bis 20 km/h

60 Euro

 

 

21 bis 25 km/h

100 Euro

1

 

26 bis 30 km/h

150 Euro

1

(1 Monat)*

31 bis 40 km/h

200 Euro

1

(1 Monat)*

41 bis 50 km/h

320 Euro

2

1 Monat

51 bis 60 km/h

480 Euro

2

1 Monat

61 bis 70 km/h

600 Euro

2

2 Monate

Über 70 km/h

700 Euro

2

3 Monate

*Ein Fahrverbot gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.

Welche besonderen Situationen gibt es bei Geschwindigkeitsüberschreitungen?

Kommt zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung noch eine besondere Gefährdung hinzu, drohen zusätzliche Strafen. Sogenannte spezifische Verkehrssituationen liegen etwa vor bei:

Verstoß

Bußgeld

Punkte

Schrittgeschwindigkeit in verkehrsberuhigtem
Bereich nicht eingehalten (bis zu 10 km/h zu schnell)

20 Euro

 

Geschwindigkeitsüberschreitung bei Bahnübergang bzw. widrigen Straßen-/Sichtverhältnissen

100 Euro

1

Geschwindigkeitsüberschreitung mit Gefährdung

120 Euro

1

Geschwindigkeitsüberschreitung mit Sachbeschädigung

145 Euro

1

Gefährdung von Kindern, Hilfsbedürftigen oder Älteren, mangelnde Bremsbereitschaft, ungenügender Seitenabstand

80 Euro

1

Verkehrsbehinderung durch zu langsames Fahren ohne triftigen Grund

20 Euro

 

Unzulässiges Betreiben/Mitführen eines Radarwarn- oder Laserstörgerätes*

75 Euro

1

*Hier droht zusätzlich eine Beschlagnahmung/Vernichtung des Gerätes.

Wie verhalte ich mich nach Erhalt eines Bußgeldbescheids für zu schnelles Fahren?

Wie verhält man sich nach Erhalt des Schreibens und wann ist dieses vielleicht sogar ungültig? Wichtig ist, nicht vorschnell zu reagieren. Legen Sie den Widerspruch nicht übereilt und eigenständig ein. Spätestens bei Strafen über 40 Euro lohnt sich die Prüfung durch Expert:innen. Doch viel Zeit für einen Einspruch bleibt nicht. 14 Tage nach Zustellung des Bußgeldbescheids tritt dieser rechtmäßig in Kraft. So lange haben Sie Zeit, Einspruch gegen den Bescheid einzulegen und im besten Falle der Strafe zu entgehen.

Innerhalb der 14-tätigen Frist bleibt genug Zeit, den Bußgeldbescheid kostenfrei von uns prüfen zu lassen und eine Ersteinschätzung für Ihre Erfolgschancen geben zu lassen.

Ihre vier Schritte zur Befreiung vom Bußgeld für zu schnelles Fahren

  1. Bußgeldbescheid wurde postalisch zugestellt

  2. kostenfreie Ersteinschätzung online einholen
  3. Mit uns dem Bußgeldbescheid widersprechen

  4. Bei Erfolg kein Bußgeld bezahlen müssen

Haben Sie einen Busßgeldbescheid wegen einer Geschwindig­keits­überschreitung zahlen?

Lassen Sie uns kostenfrei Ihren Bußgeldbescheid prüfen. Wir sagen Ihnen, ob sich ein Einspruch lohnt. Nutzen Sie dafür unser einfaches Online-Formular! Unsere Experten melden sich unverbindlich und kurzfristig mit einer vollständigen Ersteinschätzung bei Ihnen. Dann können Sie entscheiden, ob Sie gegen Ihren Bußgeldbescheid vorgehen wollen. Bis dahin bleibt unser Service absolut kostenfrei.

Zur kostenlosen Bußgeld-Prüfung

Wann ist der Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erfolgreich?

Bei Bußgeldbescheiden gilt eine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Monaten. Versendet die Behörde den Bescheid später, gilt der Anspruch auf das Bußgeld als verfallen. Die Verjährungsfrist kann in bestimmten Fällen sogar unterbrochen werden. Erhält der Betroffene noch vor dem Bußgeldbescheid einen Anhörungsbogen, beginnt in diesem Falle die dreimonatige Frist erneut.

Andere Gründe für eine Unterbrechung der Frist sind:

  • eine Vernehmung des Betroffenen

  • eine vorläufige Einstellung des Verfahrens

  • die Abgabe der Ermittlungsakte an die Staatsanwalt oder das Amtsgericht

  • die Ansetzung einer Hauptverhandlung

Das Datum der Zustellung ist entscheidend, wann das Bußgeld für die Geschwindigkeitsüberschreitung verjährt. Sie können es jedoch nicht zurückfordern, wenn Sie erst nach der Überweisung feststellen, dass die Verjährungsfrist eigentlich abgelaufen war.

Häufige Fragen zum Thema Geschwindigkeitsüberschreitung

Gibt es für eine Geschwindigkeitsüberschreitung in einer 30er-Zone besondere Strafen?

Viele Autofahrer:innen gehen davon aus, dass in 30er-Zonen besondere Regelungen und Sanktionen gelten. Dem ist allerdings nicht so. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in einer verkehrsberuhigten Zone wird genauso geahndet wie überall sonst auch.

Was passiert bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit?

Wer innerhalb der Probezeit geblitzt wurde, für den gelten bei Bußgeldern bis 60 Euro die gleichen Regeln wie für andere Autofahrer:innen. Höhere Strafen oder besonders fahrlässiges Handeln kann dazu führen, dass sich die Probezeit um zwei Jahre verlängert.

Was sind A-Verstöße und B-Verstöße?

A-Verstöße sind schwerwiegende Verkehrsverstöße wie Überfahren einer roten Ampel, Missachtung der Vorfahrtsregeln oder unerlaubtes Überholen. B-Verstöße sind minder schwere Verkehrsverstöße wie Handy am Steuer, Reifen mit unzureichender Profiltiefe und eine überfällige Haupt- und Abgasuntersuchung (HU & AU).

Welche Regeln gelten für LKW-Fahrer bei Geschwindigkeitsüberschreitungen?

Für LKW-Fahrer gelten bei Geschwindigkeitsüberschreitungen besondere Regeln.

Gewicht des Fahrzeugs

Hochgeschwindigkeit außerorts

bis 3,5 Tonnen

100 km/h

3,6 bis 7,5 Tonnen

60 km/h (80 km/h auf Autobahn)

Bereits ab einer Überschreitung von 16 km/h drohen ein Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von bis zu 80 Euro. Auch den Führerschein sind „Brummifahrer:innen“ schneller los als Temposünder:innen im PKW. Außerdem dürfen angetriebene Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, zum Beispiel LKW und Busse, innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit abbiegen. Ein Verstoß dagegen kostet den Fahrer 70 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Was bedeutet der Toleranzabzug bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung?

Da die Messgeräte für Geschwindigkeiten im Straßenverkehr eine gewisse Ungenauigkeit besitzen, wird stets ein bestimmter Wert vom Ergebnis abgezogen. Bei einem Tempo von bis zu 100 km/h sind dies 3 km/h, bei höheren Geschwindigkeiten 3 %. Wo Sie geblitzt wurden – ob in einer geschlossenen Ortschaft, auf der Landstraße oder der Autobahn – spielt dabei keine Rolle.