Dieselskandal Fiat Ducato Wohnmobil: Darum sollten Sie klagen!

Die Meldung, dass auch Fiat Ducato Wohnmobile vom Abgasskandal betroffen sind, machte nicht nur die Campergemeinde fassungslos. Aber wie sollen Wohnmobil-Fahrer:innen jetzt mit den neuen Informationen und der derzeitigen Situation umgehen? Wir haben Ihre nächsten Schritte für Sie zusammengefasst.

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Welche Fiat Ducato Wohnmobile sind vom Dieselskandal betroffen?

Im Juli 2020 durchsuchte die Frankfurter Staatsanwaltschaft die Räumlichkeiten von Fiat Chrysler Automobiles (FCA, jetzt Stellantis). Grund der Ermittlungen: Die Behörden gingen dem Verdacht nach, dass auch Fiat seine Kund:innen betrog, indem es unzulässige Abschalteinrichtungen in seinen Wohnmobilen verbaute.

Obwohl die Ermittlungen bereits weit vorangeschritten sind und es die ersten verbraucherfreundlichen Urteile gab, tappen zahlreiche Wohnmobil-Fahrer:innen weiterhin im Dunkeln und wissen nicht, ob sie ebenfalls vom Abgasskandal betroffen sind.

Sämtliche Wohnmobile, die zwischen 2014 und 2019 auf Fiat-Ducato-Basis gebaut wurden, stehen unter konkretem Verdacht, manipuliert worden zu sein.

Sie fahren ein Fiat-Ducato-Wohnmobil, welches in diese Kategorie fällt? Dann können Sie gegebenenfalls einen angemessenen Schadensersatz von Fiat für den Betrug an Ihnen fordern.

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Welche Fiat Ducato Motoren sind in den Fahrzeugen verbaut?

Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen und Verfahren vor deutschen Gerichten sind die Multijet-Motoren von Fiat der Euro-Norm 5 und 6. Konkret stehen hierbei folgende Motoren unter Verdacht, mit illegaler Betrugssoftware versehen worden zu sein:

  • 1,3 Liter Multijet / 1,3 Liter 16V Multijet

  • 1,6 Liter / 1,6 Liter Multijet

  • 2,0 Liter / 2,0 Liter Multijet

  • 2,2 Liter Multijet II

  • 2,3 Liter / 2,3 Liter Multijet / 2,3 Liter Multijet II

  • 3,0 Liter

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sind neuere Fahrzeuge der Abgasnormen Euro 6d und Euro 6dtemp nicht betroffen.

Wie lange kann ich noch Schadensersatz für mein Wohnmobil fordern?

Die Verjährungsfrage bei Wohnmobilen ist noch nicht grundsätzlich geklärt. Die USA zogen Fiat Chrysler bereits 2018 zur Verantwortung und forderte eine Strafzahlung aufgrund der viel zu hohen Stickoxidemissionen. Unter Umständen laufen einige Wohnmobil-Fahrer:innen deswegen Gefahr, alle Schadensersatzansprüche – nach der regulären Verjährungsfrist von drei Jahren – bereits zum Ende des Jahres 2021 zu verlieren.

Lassen Sie nicht zu, dass Sie all Ihre Schadensersatzansprüche verlieren. Gehen Sie mit uns auf Nummer sicher und lassen Sie prüfen, wann Ihre Schadensersatzansprüche verjähren und wie Ihre Erfolgschancen stehen – unverbindlich über unsere kostenfreie Ersteinschätzung.

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Dieselskandal bei Fiat Ducato – wie wurde überhaupt manipuliert?

Durch erste Abgastests konnte unter anderem aufgedeckt werden, dass sich die Abgasreinigung in Fiat Ducato Wohnmobilen nach 22 Minuten abstellt. Der Fiat Ducato stößt dadurch natürlich viel zu viele gefährliche Stickoxide aus und sprengt damit die vorgegebenen Abgasgrenzwerte.

Der Betrug blieb so lange unentdeckt, weil das Fahrzeug nur für 20 Minuten auf der Prüframpe steht, um den Schadstoffausstoß zu ermitteln. Die wahren Werte zeigen sich erst ab der Minute 23 im Realbetrieb auf der Straße.

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Droht mir jetzt die Stilllegung meines Fiat Ducato Wohnmobils?

Bislang gibt es noch keine behördlichen Rückrufe seitens des Autoherstellers oder des Kraftfahrt-Bundesamtes. Das heißt jedoch nicht, dass es nicht zu Rückrufen kommt. Denn zweifelsohne droht Halter:innen die Stilllegung des Wohnmobils aufgrund der Tatsache, dass Abgasgrenzwerte um ein Vielfaches überschritten werden.

Zunächst muss Fiat aber erst einmal die technischen Möglichkeiten finden, um die Manipulation im Wohnmobil zu beheben. In der Dieselskandalvergangenheit zeigte sich jedoch, dass das Finden einer technischen Lösung unter Umständen mehrere Jahre dauern kann. Der Wert des Fahrzeuges sinkt während dieser Zeit enorm und wird auch nicht nur durch das Aufspielen einer technischen „Lösung“ gestoppt.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) forderte Ende August 2021 den sofortigen Rückruf von Wohnmobilen des Herstellers Fiat. Anlass waren auch hier Messungen an einem Fiat Ducato 140 Multijet Wohnmobil, das bereits die Abgasnorm 6d erfüllt. Dieses ist mit einem SCR-Katalysator mit Harnstoffeinspritzung ausgestattet – und hält die Emissionsgrenzwerte unter realen Fahrbedingungen ein. Daher fordert die DUH den Rückruf der älteren Fiat-Wohnmobile und ihre Nachrüstung mit den nachweislich wirksamen Katalysatoren.

Sollte ich klagen? Wie stehen meine Erfolgschancen?

Obwohl der Wohnmobil-Abgasskandal noch nicht flächendeckend aufgeklärt wurde, gab es bereits verbraucherfreundliche Entscheidungen vor deutschen Gerichten. Beispielsweise verurteilten die Landgerichte Koblenz und Stade Fiat Chrysler Automobiles (FCA) aufgrund vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung (Az. 14 O 333/20; Urteil im November 2021 zu erwarten).

Anlass für die vermehrten Positivurteile ist unter anderem auf das Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes vom 25. Mai 2020 (Az. VI ZR 252/19) zurückzuführen. Der zuständige Richter stellte eindeutig fest, dass Käufer:innen eines manipulierten Diesels grundsätzlich Anspruch auf Schadensersatz haben. Ob es sich hierbei um einen Diesel-PKW oder Diesel-Wohnmobil handelt, darf hier grundsätzlich keinen Unterschied machen.

Wenn Sie sich dazu entscheiden, gegen Fiat vorzugehen, haben Sie im Grunde zwei Möglichkeiten.

Entweder,

#1 Sie geben Ihr Wohnmobil zurück und fordern den Kaufpreis zurück,

#2 oder Sie behalten Ihr Fiat Ducato Wohnmobil und sichern sich einen Schadensersatz bis zu 20 % des Kaufpreises.

Anstatt sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen, was Sie mit Ihrem Fiat Ducato Wohnmobil anstellen sollen, können Sie auch in drei Minuten Klarheit schaffen – kostenfrei über unseren Online-Check.

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