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Einspruch Grundsteuerbescheid: wann und wie Sie vorgehen sollten

Die Grundsteuerbescheide sind inhaltlich ebenso wackelig, wie die neue Grundsteuer selbst. Deshalb raten Expert:innen schon jetzt, vorsorglich Einspruch gegen die Bescheide einzulegen. Doch Achtung: Hierfür bleibt nur ein Monat Zeit. Wie Sie Einspruch einlegen können, erklären wir hier.

Aktualisiert am 20.04.23

Warum sind so viele Grundsteuerbescheide fehlerhaft?

Grundstücksart, Messbeträge und Bodenrichtwerte – das ist nur ein kleiner Auszug der undurchsichtigen Informationen, die Eigentümer:innen zur Grundsteuererklärung 2022/2023 abgeben mussten. Die fristgerechte Abgabe der Erklärung war notwendig, um die neue Grundsteuer für das Jahr 2025 zu ermitteln.

Der Immobilienverband (IVD) geht davon aus, dass mindestens ein Drittel der Steuererklärungen falsch ausgefüllt wurden. Somit sind auch die entsprechenden Bescheide der Finanzämter falsch, da sie auf fehlerhaften Informationen beruhen.

Zudem können die Bescheide auch aufgrund von Fehlern der Behörden falsch sein. Ob die Daten in Ihren Bescheiden stimmen, können Sie mit dem kostenlosen Grundsteuerrechner unseres Partners LAMA prüfen.

Jetzt Einspruch einlegen

Über unseren Kooperationspartner LAMA können Sie unkompliziert und rechtssicher Einspruch gegen Ihren Grundsteuerbescheid einlegen. Dieser Service kostet lediglich 29,90 Euro.

Wann sollte ich Einspruch gegen den Grundsteuerbescheid ein­legen?

Es ist nicht nur sinnvoll, Einspruch einzulegen, wenn der Bescheid fehlerhaft ist. Auch, wenn die Daten und Berechnungen stimmen, empfehlen wir den Einspruch. Denn viele Rechtsexpert:innen gehen davon aus, dass bei der Grundsteuer noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Allein die Tatsache, dass es bei der neuen Grundsteuer nur auf die Bodenrichtwerte und die Größe des Grundstücks ankommt und die darauf gebauten Immobilien gar keine Rolle spielen, könnte verfassungswidrig sein.

Grundstückseigentümer:innen müssen zudem eine Steuererklärung abgeben, ohne zu wissen, welche Steuerbelastung auf sie zukommt. Denn die Hebesätze – und damit die Berechnungsgrundlage der Grundsteuer – werden noch bis 2024 von den Gemeinden festgelegt. Das ist (positiv formuliert) einmalig im deutschen Steuerrecht. Deshalb raten Verfassungsrechtler:innen und Steuerexpert:innen zum vorsorglichen Einspruch gegen den Grundsteuerbescheid.

Wie viel Zeit habe ich, um Einspruch gegen den Grund­steuer­bescheid ein­zu­legen?

Die Frist beginnt drei Tage nach dem Datum auf dem Bescheid zu laufen. Ab dann haben Sie grundsätzlich noch einen Monat Zeit, um Einspruch beim Finanzamt einzulegen. Um sicherzugehen, sollten Sie den Bescheid jedoch sorgfältig prüfen, um die genaue Frist zu ermitteln.

Sobald Sie die Frist versäumen, wird der Bescheid in aller Regel rechtskräftig. Ihre Ansprüche lassen sich dann nicht mehr durchsetzen.

Wie gehe ich jetzt am besten vor?

Über LAMA haben Sie die Möglichkeit, Ihren entsprechenden Einspruch gegen den Grundsteuerbescheid erstellen zu lassen. Hierfür müssen Sie nur ein paar Fragen beantworten. Im Anschluss wird Ihr Einspruch rechtssicher beim zuständigen Finanzamt eingereicht.

  • 1 Beantwortung der Fragen zu Ihrer Immobilie und dem Bescheid des Finanzamtes.
  • 2 Ihre Eingaben werden geprüft.
  • 3 LAMA erzeugt den Einspruch und übermittelt ihn rechtssicher ans Finanzamt.
  • 4 Das Finanzamt entscheidet über den Einspruch.

Was passiert, wenn der Einspruch gegen den Grundsteuerbescheid ab­ge­lehnt wird?

Bei Ablehnung des Einspruchs bleibt der ursprüngliche Bescheid in Kraft. Sie haben dann noch die Möglichkeit, eine Klage einzureichen. Ob sich ein Vorgehen lohnt, können Sie im Anschluss ebenfalls über LAMA prüfen lassen.