Kündigung durch den Arbeitgeber – So sichern Sie sich Ihre Abfindung

  • Melden Sie die Kündigung umgehend der Bundesagentur für Arbeit, um Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld zu sichern!
  • Sie haben nur 3 Wochen Zeit, um Kündigungsschutzklage einzureichen.
  • Der gesetzliche Kündigungsschutz gilt für Mitarbeitende ab sechs Monaten Betriebszugehörigkeit in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten.
  • Arbeitgeber:innen müssen bei ordentlichen Kündigungen die Kündigungsfrist einhalten.
  • Bei fristlosen Kündigungen muss ein wichtiger Grund vorliegen, um die Kündigung zu rechtfertigen.

 

Kostenlose Erstberatung bei Kündigung durch den Arbeitgeber:
030 226 674 143

Kündigung Arbeitgeber: So verhalten Sie sich am besten

Zunächst sollten Sie Ruhe bewahren und sich Ihre nächsten Schritte überlegen, die Optionen ausloten. Informieren Sie umgehend die Bundesagentur für Arbeit über die Kündigung. Nur so verhindern Sie, dass Ihnen Geld, das Ihnen nach dem Gesetz zusteht, verloren geht. Mit der Zustellung der Kündigung ist außerdem klar: mindestens eine Seite hat kein Interesse mehr an einer Zusammenarbeit. Suchen Sie sich schnellstmöglich einen Anwalt für Arbeitsrecht, damit Sie Ihre Ansprüche durchsetzen können.

Achtung: Sie können nur innerhalb von drei Wochen nach Zustellung gegen die Kündigung vorgehen. Läuft diese Frist unbesehen ab, haben Sie im Zweifel viel Geld verloren. Unserer Erfahrung nach kann man gegen die meisten arbeitgeberseitigen Kündigungen erfolgreich vorgehen.

Die Kündigungsschutzklage bei Kündigung durch den Arbeitgeber

Viele Arbeitnehmer schrecken davor zurück, eine Klage einzureichen, weil sie Angst haben, dass sich die Situation für sie verschlimmern könnte. Wir raten Ihnen, sich an einen auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt zu wenden. Mit einer Kündigungsschutzklage möchte man rein theoretisch erreichen, dass der Arbeitgeber die Kündigung zurücknimmt und der Arbeitsplatz erhalten bleibt. In der Regel erzielt man mit einer Kündigungsschutzklage jedoch einen Vergleich in Form einer Abfindung mit dem Arbeitgeber, das Arbeitsverhältnis wird aber beendet.

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Kündigung Arbeitgeber: Auf diese Fristen müssen Sie achten

Die Frist für eine Kündigungsschutzklage

Wenn Sie sich zu einer Kündigungsschutzklage entschließen, dann müssen Sie diese innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung bei dem für Sie zuständigen Arbeitsgericht eingereicht haben.

Fristen bei Kündigung durch den Arbeitgeber

Aber auch der Arbeitgeber muss bei einer Kündigung Fristen einhalten. Je länger Sie angestellt waren, desto länger ist die Kündigungsfrist. Hier eine Aufstellung der gesetzlichen Kündigungsfristen für den Arbeitgeber:

Dauer des Arbeitsverhältnisses Kündigungsfrist
0 bis 6 Monate (Probezeit) 2 Wochen zu jedem beliebigen Tag
7 Monate bis 2 Jahre 4 Wochen zum 15. oder zum Ende des Kalendermonats
2 Jahre 1 Monat zum Ende des Kalendermonats
5 Jahre 2 Monate zum Ende des Kalendermonats
8 Jahre 3 Monate zum Ende des Kalendermonats
10 Jahre 4 Monate zum Ende des Kalendermonats
12 Jahre 5 Monate zum Ende des Kalendermonats
15 Jahre 6 Monate zum Ende des Kalendermonats
20 Jahre 7 Monate zum Ende des Kalendermonats

Kostenlose Erstberatung bei Kündigung durch den Arbeitgeber & Aufhebungsvertrag: 030 226 674 143

Häufige Fragen zur Kündigung durch den Arbeitgeber

Eine Kündigung ist wirksam, wenn sie Ihnen schriftlich zugegangen ist, die Fristen aus dem Arbeitsvertrag bzw. den gesetzlichen Vorschriften eingehalten wurden und ein ordnungsgemäßer Grund für die Kündigung vorliegt. Häufig ist zudem eine vorherige Abmahnung erforderlich.

Ihre Motivation, noch das Letzte für Ihren Arbeitgeber zu geben, hat einen großen Dämpfer bekommen. Das weiß auch Ihr Arbeitgeber. Dennoch ist klar, dass Sie weiterhin zur Arbeit erscheinen müssen wie normalerweise üblich. Bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses gelten für beide Seiten die gleichen Rechte und Pflichten wie auch bisher. Ihr Arbeitgeber muss allerdings hinnehmen, dass Sie Vorstellungsgespräche führen müssen und dafür muss er Sie auch während der Arbeitszeit freistellen. Grundlage hierfür ist der § 629 BGB. Sie müssen allerdings Ihren Arbeitgeber frühzeitig darüber informieren, dass Sie ein Vorstellungsgespräch wahrnehmen wollen.

Etwas anderes gilt jedoch, wenn Ihr Arbeitgeber Sie mit der Kündigung von der Arbeit freigestellt hat. In diesem Fall sind Sie nicht weiter verpflichtet am Arbeitsplatz zu erscheinen. Aber Achtung: Ist es nicht ausdrücklich ausgeschlossen, kann der Arbeitgeber die Freistellung innerhalb der Kündigungsfrist noch widerrufen.

Um Sperrzeiten oder Kürzungen beim Arbeitslosengeld zu vermeiden, sollten Sie sich unverzüglich (innerhalb von drei Tagen seit Kenntnis der bevorstehenden Arbeitslosigkeit) bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden. Haben Sie eine über drei Monate hinausgehende Kündigungsfrist, so müssen Sie sich spätestens drei Monate vor Ende Ihres Arbeitsverhältnisses arbeitsuchend melden. Dies können Sie schriftlich, im Internet, telefonisch oder persönlich tun. Bitte verwechseln Sie die Meldung als Arbeitsuchender nicht mit der Arbeitslosmeldung und dem Antrag auf Arbeitslosengeld. Sie müssen sich zunächst als arbeitslos melden. Diese persönliche Arbeitslosmeldung ist zwingend und gilt als Voraussetzung zur Zahlung von Arbeitslosengeld.

Melden Sie sich nicht rechtzeitig, dann kann die Agentur für Arbeit eine Sperrung veranlassen.