Opel Abgasskandal – Das müssen Diesel-Fahrer wissen

Nun ist es offiziell: Ausgerechnet der angeschlagene Auto-Hersteller Opel hat Abgaswerte bewusst manipuliert. Bei den Ermittlungen kam heraus, dass die Schummel-Software auch in Fahrzeugen der aktuellen Euro-6-Norm verbaut wurde. Somit sind nicht nur ältere Fahrzeuge direkt von den Manipulationen betroffen. Die Modelle Cascada, Insignia und Zafira aus den Jahren 2013 bis 2016 könnten ebenfalls mangelhaft sein. Hier erfahren Sie, wie Sie Ansprüche auf eine Entschädigung gegenüber Opel geltend machen können.

Opel versuchte manipulierte Abgaswerte über Jahre zu verschweigen

Bereits im April 2018 hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main darüber informiert, dass Opel vermutlich eine Software verbaut hat, die die Abgaswerte manipuliert, um die strengen Grenzwerte in Bezug auf den Stickoxidausstoß einzuhalten. Demnach hat der Konzern seine Autos sauberer aussehen lassen, als sie es in Wahrheit sind. So ist der Diesel-Abgasskandal nun endgültig bei dem ohnehin angeschlagenen Konzern angekommen. Damit enden auch jahrelange Mutmaßungen darüber, ob Opel nun tatsächlich Abgaswerte manipuliert hat oder nicht.

Opel bot "freiwillige Service-Aktion" an

Der Rüsselsheimer Autobauer wollte den Anschuldigungen zuvorkommen und warb 2016 offen für freiwillige Werkstattbesuche. Fahrzeuge der Modelle Cascada, Insignia und Zafira aus den Baujahren 2013 bis 2016 sollten durch ein kostenloses Software-Update sauberer gemacht werden. Dieses Angebot galt zuerst für etwa 90.000 Fahrzeuge. Der Konzern betonte damals, dass es sich lediglich um eine kostenfreie "Service-Aktion" handle.

Wie der Spiegel schreibt, seien die festgestellten Probleme bei den betroffenen Fahrzeugen jedoch so groß, dass die von Opel angekündigte "freiwillige Servicemaßnahme" allein schon vom Namen her nicht ausreiche, um diese Schäden zu beheben. Die damals von Opel angekündigte "Service-Aktion" hatte demnach keinen Einfluss auf die manipulierten Abgaswerte. Vom Saubermann-Image muss sich der Konzern nun komplett verabschieden.

Die Manipulationen führen zu deutlichen Wertverlusten bei Opel-Fahrzeugen mit Dieselmotor. Zudem drohen Fahrverbote in deutschen Innenstädten. Nutzen Sie unseren Online-Check und unsere kostenfreie Ersteinschätzung, um herauszufinden, wie Sie für diese vorsätzliche Täuschung entschädigt werden können!

Zum kostenfreien Online-Check

So funktioniert die Abgas-Manipulation bei Opel

Opel soll wie auch die anderen deutschen Hersteller eine Motorsteuerungssoftware verbaut haben, durch die die Abgasreinigung in bestimmten Situationen deutlich hochgefahren wird.

Das bedeutet, dass das Fahrzeug erkennt, wenn es auf dem Prüfstand getestet wird. Die Motorleistung wird dabei gedrosselt. Fährt das Auto auf der Straße, wird die Funktion zur Abgasregulierung abgeschaltet und das Auto läuft wieder bei voller Leistung. Das passiert im Normalbetrieb bei hohen Drehzahlen und einer geringen Außentemperatur.

Opel gab zu, dass die bei den betroffenen Modellen eingebauten Katalysatoren bei niedrigen Temperaturen um bis zu 60 % zurückgefahren werden. Ein Gutachten zeigt auch, dass der verbaute AdBlue-Tank nicht groß genug ist, um "kundenfreundlich und wartungsarm" zu sein. Unter Umständen kann sich dadurch der Ausstoß an Abgasen sogar verzehnfachen.

Zwangsrückruf für 100.000 Fahrzeuge gefordert

Im Oktober 2018 erhärteten sich die Vorwürfe gegen Opel. Nach Razzien beim Rüsselsheimer Autobauer ist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zu der Erkenntnis gelangt, dass der Konzern wissentlich Abgaswerte manipuliert hat. Das KBA forderte den Rückruf von drei Fahrzeugmodellen. Demnach muss Opel 100.000 Fahrzeuge der Modelle Insignia, Cascada und Zafira zurückrufen. Der Autohersteller soll die unzulässig eingebauten Abschalteinrichtungen entfernen. Das bedeutet auch, dass die zuvor kostenfreie Service-Aktion für Opel-Fahrer nun zur Verpflichtung wird. Überraschend war für das KBA, dass besonders die neuen Fahrzeuge der Euro-6-Norm den Richtlinien nicht genügen.

Opel hatte bereits im November 2018 Klage gegen die Forderungen des KBA eingelegt. Der Eilantrag wurde jedoch von dem Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein abgelehnt. Demnach lägen genug Beweise vor, die die Anschuldigungen des KBA gegenüber dem Autohersteller bestätigen.

Haben auch Sie einen Rückruf von Opel erhalten? Wehren Sie sich gegen den Betrug und fordern Sie Schadensersatz und die Erstattung des Kaufpreises. Prüfen Sie in unserem Online-Check und der anschließenden kostenfreien Ersteinschätzung, wie Ihre Chancen stehen. Anschließend setzen wir Ihre Rechte durch – ohne jedes Kostenrisiko.

Zum kostenfreien Online-Check

Diese Opel-Modelle sind betroffen

Laut KBA wurde die Abschalteinrichtung in vielen Opel-Fahrzeugen der Baujahre 2008 bis 2017 verbaut. Besonders enttäuschend ist, dass auch Fahrzeuge der aktuellen Euro-6-Norm von den Manipulationen betroffen sind, die zwischen 2013 und 2016 gebaut wurden. Das KBA fordert hier bereits den Rückruf von 100.000 Fahrzeugen der Modelle Cascada, Insignia und Zafira. Insgesamt sind folgende Fahrzeuge der Firma Opel betroffen:

  • Astra 1.6
  • Cascada 2.0
  • Insignia 2.0
  • Mokka 1.6
  • Zafira 1.6, 2.0
Abgasskandal Opel: Stickoxid-Ausstoß bei Diesel-PKW

Software-Update sorgt für weitere Mängel

Fahrzeughalter der Modelle Insignia, Cascada und Zafira können bald mit Post vom KBA rechnen, wenn sie diese nicht schon bekommen haben. Das zuvor freiwillige Software-Update wird dann zur Pflicht. Aber wie auch bei Volkswagen warnen Experten davor, die Nachbesserungen durch ein Software-Update vorzunehmen. Dieses führt oftmals zu weiteren Mängeln am Fahrzeug, etwa indem die Motorleistung gesenkt wird, oder der Verschleiß an bestimmten Bauteilen zunimmt.

Nutzen Sie unseren kostenfreien Online-Check und erfahren Sie, ob Ihr Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist. In unserer kostenfreien Ersteinschätzung erklären wir Ihnen, wie Sie ohne Kostenrisiko gegen Opel vorgehen können.

Zum kostenfreien Online-Check

Das können Geschädigte jetzt tun

Wenn Sie einen Opel mit Schummel-Diesel haben, helfen wir Ihnen dabei, Ihre Rechte gegenüber dem Autobauer durchzusetzen. Dabei können Sie wählen, ob Sie Ihr Fahrzeug zurückgeben und sich den Kaufpreis erstatten lassen oder stattdessen Schadensersatz fordern, wenn Sie Ihr Auto behalten möchten. Ist Ihr Fahrzeug finanziert oder geleast, können Sie eventuell auch den Widerrufsjoker ziehen.

Geld zurück verlangen

Angesichts der anstehenden Fahrverbote in deutschen Innenstädten und den damit verbundenen Wertverlusten von Diesel-Fahrzeugen empfehlen wir allen Betroffenen, gegen Rückgabe des Fahrzeugs die Erstattung des Kaufpreises zu fordern. Alternativ können Sie ein vergleichbares Neufahrzeug verlangen.

Schadensersatz geltend machen

Wer sein Fahrzeug behalten möchte, kann auch Schadensersatz einfordern. Beispiele aus den USA zeigen, dass die Klage auf Schadensersatz durchaus Aussicht auf Erfolg hat. So wurden viele Verbraucher dort bereits mit teils 10.000 US-Dollar entschädigt. Diese Summe wäre auch in der Bundesrepublik denkbar.

Autokredit widerrufen

Opel-Kunden, die ihr Auto finanzieren oder leasen, können sich möglicherweise ihre bisher gezahlten Raten sowie die Anzahlung zurückholen. Fehlerhafte Widerrufsinformationen in den Kreditverträgen ermöglichen in vielen Fällen noch heute die Rückabwicklung des Darlehens- oder Leasingvertrags.

Sollten Sie uns beauftragen, Ihre Recht gegen Opel geltend zu machen, prüfen wir bei finanzierten Fahrzeugen auch, ob sich ein Widerruf lohnen würde.

Zum kostenfreien Online-Check

Kein Kostenrisiko bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche

Wir setzen Ihre Rechte ohne jedes Kostenrisiko durch. Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, sorgen wir dafür, dass Ihr Versicherer die Kosten des Verfahrens übernimmt. Sie müssen dann lediglich die vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen.

Sollten Sie keine Rechtsschutzversicherung haben, muss das für Sie noch lange kein Nachteil sein. Zusammen mit einem Prozesskostenfinanzierer sorgen wir dafür, dass die Kosten verauslagt werden. Nur im Erfolgsfall wird ein Erfolgshonorar in Höhe von 29 % Ihres wirtschaftlichen Gewinns fällig – maximal jedoch 2.900 Euro.

Zum kostenfreien Online-Check