Umfrage zeigt: Die meisten Dieselkläger würden erneut vor Gericht gehen

Eine neue Umfrage bestätigt, dass die meisten Betroffenen im Dieselskandal erneut klagen würden, wenn sie es müssten. Der Grund ist in erster Linie nicht der Schadensersatz, sondern der Wertverlust des Autos und die Schädigung der Umwelt durch den Betrug der VW-Gruppe. Die Umfrage zeigt auch, dass die meisten Betroffenen nicht zu einer Klage gedrängt wurden, sondern selbst recherchiert und sich für rechtliche Schritten entschieden haben.

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Die Mehrheit der Dieselfahrer würden erneut klagen

Die Gemütslage bei den meisten Dieselklägern lässt sich in etwa so beschreiben: „Ich habe geklagt und würde es jederzeit wieder tun.“ Das zeigt eine nicht repräsentative Umfrage des SWR, die u.a. mit der Hilfe von Gansel Rechtsanwälte durchgeführt wurde und für die auch unsere Mandanten befragt wurden. Auf die Frage „Würden Sie die Klage nach Ihrer jetzigen Erfahrung wieder starten?“ antworteten 86 Prozent der befragten Dieselklägerinnen und -kläger mit einem klaren „Ja“.

Die Mehrheit der Betroffenen würde also erneut vor Gericht ziehen. 93 Prozent gaben sogar an, eine zivilrechtliche Schadensersatzklage als einzige Möglichkeit anzusehen, um Ansprüche im Dieselskandal geltend zu machen.

Dieselfahrer wurden nicht zur Klage überredet

Im Zusammenhang mit dem Dieselskandal hörte man immer wieder von der „Klageindustrie“. Anwältinnen und Anwälten wurde immer wieder vorgeworfen, Menschen zu einer Klage zu drängen, um davon zu profitieren. Die neue Umfrage des SWR zeigt jedoch, dass die meisten Dieselfahrer selbst von einer Klage überzeugt waren. 85 Prozent gaben an, selbst recherchiert zu haben. Die meisten haben sich also auch ohne anwaltlichen Rat für eine Klage entschieden.

Über 50 Prozent der Betroffenen gaben die eigene Recherche als den Hauptgrund für eine Klage an. Anwaltliche Werbung war hingegen nur für 19,5 Prozent ausschlaggebend.

Florian Stahl, Professor für Marketing an der Universität Mannheim, sagt hierzu eindeutig: „Die Klagenden sind davon überzeugt, dass sie die Initiatoren ihrer Diesel-Klage sind und nicht die Anwälte.“

Betroffene klagen vor allem wegen Wertverlust und Umweltgründen

Bei der Umfrage ging es auch darum, aus welchen Gründen Dieselfahrer unbedingt klagen wollen. Die meisten gaben als Motivation den Werteverlust des eigenen Fahrzeugs sowie das gebrochene Versprechen der Hersteller an: Wir wissen, dass illegale Abschalteinrichtungen dafür sorgen, dass die Abgasreinigung der manipulierten Diesel nur auf dem Prüfstand richtig funktioniert. Hinterher werden wieder mehr Schadstoffe ausgestoßen. Das ist Betrug, und dank der neuen Umfrage wissen wir: So sehen das auch die meisten Betroffenen und wollen klagen.

68,9 Prozent gaben an, wegen des Werteverlustes geklagt zu haben. 65 Prozent klagten wegen des nicht eingehaltenen Umweltversprechens. Die Geldentschädigung war hingegen nur für 49,8 Prozent der Betroffenen der entscheidende Grund.