Porsche-Rückruf: Alle Rückrufaktionen im Überblick

Porsche bemüht sich sehr, den Abgasskandal aufzuarbeiten und hinter sich zu lassen. So kündigte der Autobauer bereits den totalen Ausstieg aus dem Diesel-Geschäft an. Dennoch müssen viele Käufer von hochpreisigen Porsche-Fahrzeugen die schwerwiegenden Wertverluste ihrer Autos verkraften. Zurückgerufen wurden bei Porsche aktuell nur zwei Modelle – jedoch handelt es sich hierbei um die Kassenschlager: die Porsche-Modelle Cayenne und Macan. Für Porsche-Besitzer ist auch das Bangen noch nicht zu Ende, da möglicherweise weitere Modelle von einer Rückrufaktion betroffen sein können.

So erfahren Porsche-Besitzer vom Rückruf

Rückrufaktionen kündigte Porsche bisher immer an, bevor diese vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) veröffentlicht wurden. Dennoch erhalten alle Besitzer eines zugelassenen Porsche-Fahrzeugs Post von einer europäischen Zulassungsbehörde, falls ein Software-Update durchgeführt werden muss. Die Nachbesserung bewirkt, dass die illegalen Abschalteinrichtungen, von denen im Modell Macan gleich mehrere gefunden wurden, aus der Motorsteuerungssoftware entfernt werden. Das Fahrzeug fährt von nun an im "sauberen" Modus, welcher auch auf dem Prüfstand verwendet wurde. Das hat zur Folge, dass bestimmte Teile des Motors einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt sind und auch der Verbrauch an AdBlue steigt.

Haben Sie das Software-Update an Ihrem Porsche bereits durchführen lassen oder steht Ihnen der Besuch in der Werkstatt noch bevor? In jedem Fall sollten Sie sich für die Schummelei des Herstellers entschädigen lassen. Im Hinblick auf Diesel-Fahrverbote kann es auch sinnvoll sein, das Fahrzeug möglichst schnell loszuwerden. Nutzen Sie gerne unser Online-Formular und schildern Sie uns Ihren Fall. Wir prüfen diesen und schicken Ihnen unsere kostenfreie Ersteinschätzung.

Zum kostenfreien Online-Check

Nur Euro 6-Diesel sind bei Porsche betroffen

Im Fall von Porsche sind nur relativ neue Modelle betroffen, die teilweise bis vor zwei Jahren noch produziert wurden. Dementsprechend sind Fahrzeuge manipuliert worden, die bereits der Abgasnorm Euro 6 entsprechen.

Diese Tatsache ist besonders ärgerlich für Porsche, da anfangs angenommen wurde, dass nur Fahrzeuge älterer Abgasnormen vom Dieselskandal betroffen sind. Auch für Verbraucher ist diese Tatsache verwirrend, da bei einem Neuwagenkauf auch die Abgasnorm Euro 6 nicht per se als nicht manipuliert angesehen werden kann.

Porsche Rückruf: Zugelassene Diesel-Pkw in Deutschland nach Schadstoffgruppen
Zum Vergrößern anklicken

Rückruf des Porsche Cayenne Diesel

Die Verwendung einer Abschalteinrichtung im Porsche Cayenne hatte der Autobauer dem KBA im Herbst 2017 selbst gemeldet. Daraufhin startete im Januar 2018 der verpflichtende Rückruf für knapp 7.000 Porsche des Modells Cayenne in Deutschland.

Der ehemalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte im Zuge dessen ein Zulassungsstopp für Cayenne-Fahrzeuge ausgesprochen, welcher allerdings nach drei Monaten wieder aufgehoben wurde. Im betroffenen Porsche-Modell ist ein Sechszylinder-V-Motor mit einem Hubraum von 3,0 Liter verbaut. Auch die Rückrufaktion "AH09" trifft Fahrzeuge, die bereits mit der Abgasnorm Euro 6 ausgestattet sind. Verwendet wurde der Motor "EA897", der auch in 3,0 Liter-Modellen von Audi und VW zu finden ist.

Modell Baujahr
Cayenne 3,0 TDI 2014 bis 2017
Porsche Cayenne
Zum Vergrößern anklicken

Rückruf des Porsche Macan Diesel

Bereits im Herbst 2015 rief Porsche freiwillig über 10.000 Fahrzeuge des Modells Macan zurück. Hier betonte Porsche noch, dass das KBA keine unzulässige Abschalteinrichtung gefunden hat und der Rückruf lediglich aufgrund von überhöhten Abgaswerten stattfinden würde.

Ende 2018 folgt dann ein verpflichtender Rückruf des KBA für weltweit 60.000 Porsche Macan (AJ07). In Deutschland sind etwas über 13.000 Autos von dem Pflichtrückruf betroffen. Die Ermittler des KBA hatten fünf illegale Abschalteinrichtungen in der Software des Fahrzeugmodells gefunden. Die manipulierten Fahrzeuge verfügen bereits über die Abgasnorm Euro 6.

Auch Porsche hatte spezielle Software-Updates entwickelt, welche die Abgasreinigung optimieren und die illegalen Software-Komponenten löschen sollen. Laut Porsche sind bereits 75 % der betroffenen Fahrzeugbesitzer dem Rückruf nachgekommen und haben ihren Porsche in eine Werkstatt gebracht.

Modell Baujahr
Macan 3,0 2013 bis 2017
Porsche Macan
Zum Vergrößern anklicken

Möglicher Rückruf des Porsche 911

Im Januar 2019 gestand Porsche gegenüber dem KBA ein weiteres Fehlverhalten. Auch beim Porsche 911 sollen die Abgaswerte im Realbetrieb deutlich höher ausfallen als ursprünglich auf dem Prüfstand gemessen. Betroffen sind angeblich Fahrzeuge der Baujahre 2016 und 2017.

Bisher veröffentlichte das KBA noch keinen offiziellen Rückruf, jedoch ist gut möglich, dass aktuell noch die Nachbesserungsmaßnahmen geprüft werden müssen. Besitzer eines Porsche 911 mit Diesel-Motor können sich also bereits darauf gefasst machen, bald Post von einer europäischen Zulassungsbehörde zu erhalten.

Modell Baujahr
911 2016 und 2017

Diese rechtlichen Optionen haben Sie als betroffener Porsche-Kunde

Da es sich bei Fahrzeugen der Marke Porsche um Modelle der Ober- oder Luxusklasse handelt, mussten viele Porsche-Fahrer einen sehr drastischen Wertverlust aufgrund des Dieselskandals verkraften. Auch drohende Fahrverbote führen dazu, dass die ehemals sehr hochpreisigen Fahrzeuge nur noch einen Bruchteil des Kaufpreises wert sind.

Doch gerade in solchen Fällen stehen die Chancen gut, eine Entschädigung vom Hersteller erfolgreich durchzusetzen. Hierbei haben Besitzer von Porsche-Fahrzeugen verschiedene Optionen.

Schadensersatz fordern

Falls Sie nicht vorhaben, Ihr Fahrzeug an den Verkäufer zurückzugeben, dann könnte es für Sie sinnvoll sein, Schadensersatz zu fordern. Da Sie beim Kauf Ihres Porsche-Fahrzeugs vorsätzlich getäuscht und sittenwidrig betrogen wurden, haben Sie ausreichend Gründe, um von Porsche eine Entschädigung zu fordern.

Zum kostenfreien Online-Check

Kaufpreis zurückverlangen

Ebenso besteht für Sie die Möglichkeit, Ihren Porsche zurückzugeben und einen Ersatz zu fordern. Entweder Sie erhalten einen Neuwagen, der nicht von den Manipulationen betroffen ist oder Sie fordern eine Erstattung des Kaufpreises.

Zum kostenfreien Online-Check

Widerrufsjoker nutzen

Haben Sie Ihr aktuelles Porsche-Fahrzeug im Rahmen eines Leasing- oder Finanzierungsvertrags erhalten, dann können Sie auch Ihren Widerrufsjoker ziehen. Da sich in sehr vielen Verträgen für geleaste und finanzierte Fahrzeuge fehlerhafte Informationen zu den Widerrufsrechten finden, sind diese auch nach Jahren noch widerrufbar. Bei einem erfolgreichen Widerruf Ihres Vertrags, erhalten Sie alle geleisteten Raten und Anzahlungen zurückerstattet. Lediglich das betroffene Fahrzeug müssen Sie dafür zurückgeben und eventuell eine Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer leisten. Dennoch bleibt der Kreditwiderruf eine sehr lukrative Option für Fahrer eines geleasten oder finanzierten Porsche-Fahrzeugs.

Zum kostenfreien Online-Check

Ohne Kostenrisiko gegen den Porsche-Rückruf wehren

Bei uns spielt es keine Rolle, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung haben oder nicht. Wir sorgen dafür, dass Sie Ihre Ansprüche ohne Kostenrisiko durchsetzen können.

Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Jetzt Schadensersatz im Abgasskandal durchsetzen

Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

Jetzt Schadensersatz im Abgasskandal durchsetzen