EA288 Manipulation – Betroffene Marken & Modelle

Auch der Euro-6-Motor EA288 aus dem Hause VW ist manipuliert! Verschiedene Gerichte haben die verbauten Abschalteinrichtungen bereits als illegal erklärt. Erfahren Sie hier, welche Modelle von den Manipulationen am EA288 betroffen sind und wie sich Geschädigte gegen VW & Co. wehren können!

Welche Rolle spielt der VW-Motor EA288 im Abgas­skandal?

Zu Beginn des Dieselskandals stand ein berühmt berüchtigter VW-Motor im Zentrum aller Manipulationsvorwürfe: Der EA189. Etwa 9 Millionen Fahrzeuge waren von den Abgasmanipulationen um den EA189 betroffen. Doch bereits kurz nach Bekanntwerden des Abgasskandals wurde gemunkelt, ob der Nachfolgemotor des EA189, der EA288, möglicherweise auch manipuliert sei.

Erst 2019 – also vier Jahre später – wurden beweisführende Dokumente veröffentlicht, dass auch im EA288-Motor illegale Abschalteinrichtungen verbaut wurden. Ein Skandal, da dieser bereits in Fahrzeugen der Abgasnorm Euro 6 enthalten war. Diese Modelle wurden noch lange nach Auffliegen der Manipulationen am EA189 von VW & Co. weiterhin produziert und vertrieben.

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Welche Fahrzeugmodelle sind von der Manipulation am EA288 betroffen?

Der Motor mit der Bezeichnung EA288 wurde ausschließlich in Fahrzeugen verbaut, die der Abgasnorm Euro 6 entsprechen. Betroffen sind hierbei Modelle mit einem Hubraum von 1,4; 1,6 und 2,0 Litern. Halter:innen beliebter Modelle der Marken VW, Audi, SEAT und Skoda wurden Opfer der Manipulationen.

Folgende Modelle mit Motor EA288 wurden im Abgas­skandal manipuliert:

Marke & Modelle

Motoren (Hubraum)

VW

Amarok, Arteon, Beetle, Caddy, Crafter, Eos, Golf, Jetta, Passat, Polo, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran, T-Roc, T6

 

1,4; 1,6; 2,0 Liter

Audi

A1, A3, A4, A5, A6, Q3, Q5, TT

 

1,4; 1,6; 2,0 Liter

Skoda

Fabia, Rapid, Roomster, Octavia, Superb, Yeti


1,4; 1,6; 2,0 Liter

SEAT

Alhambra, Altea, Exeo, Leon, Toledo

 

1,4; 1,6; 2,0 Liter

Besitzen auch Sie eins der genannten Modelle aus dem Hause VW, Audi, Skoda oder SEAT? Dann sollten Sie nicht zögern, sondern aktiv werden. Bei uns können Sie Ihren Fall kostenfrei prüfen lassen. Im Anschluss teilen wir Ihnen mit, wie wir Ihre Erfolgschancen gegen den Hersteller Ihres Fahrzeugs einschätzen.

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Welchen Zweck hatten die Manipulationen am EA288-Motor?

Ziel der Manipulation war, die neu zugelassenen Fahrzeuge deutlich sauberer wirken zu lassen, als sie es tatsächlich waren. Dafür wurde während des Fahrzyklus gepfuscht, bei dem bestimmte Werte – wie die CO2-Emissionen, der Kraftstoff-Verbrauch und die Leistung – ermittelt werden. Mithilfe der Fahrzyklus-Erkennung und verschiedener Abschalteinrichtungen, wie dem Thermofenster konnten auf dem Prüfstand sehr geringe Emissionswerte gemessen werden, die jedoch künstlich herbeigeführt wurden.

Endkund:innen entschieden sich gerade aufgrund dieser Werte für den Kauf eines VW-, Audi-, SEAT- oder Skoda-Fahrzeugs. Im Realbetrieb kann der optimierte Modus jedoch nicht aktiviert werden, da sonst der Motor langfristig darunter leiden würde. Dadurch konnten die Fahrzeuge nicht nur die versprochenen Emissionswerte nicht einhalten, sondern übertrafen zudem häufig sogar die gesetzlich geregelten Grenzwerte um ein Vielfaches.

Motivation für die Manipulation am EA288 war für die Autohersteller vermutlich der Kostenaspekt. Denn die Endkund:innen erwarteten sauberere Autos, was jedoch nur mithilfe teurer Hardware nachhaltig erreicht werden kann. Die verwendete Manipulations-Software hatte dagegen vorerst den gleichen Effekt, war jedoch für VW & Co. deutlich günstiger.

Gut zu wissen

Was ist ein Fahrzyklus?

Jedes Fahrzeug, welches neu auf dem Markt präsentiert werden soll, muss einen Fahrzyklus, meist den Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) durchlaufen. Dieser legt fest, unter welchen Bedingungen CO²-Emissionen, Energie- und Kraftstoffverbrauch gemessen werden. Mit diesen Angaben wird dann das Fahrzeug beworben. Jedoch wird häufig kritisiert, dass diese Werte zu durchschnittlich ermittelt werden und sehr realitätsfern sind. Der ADAC konnte in Tests feststellen, dass die Normangaben in der Regel um bis zu 25 % zu niedrig ausfallen. In manchen Fällen haben Endkund*innen über 40 % mehr verbraucht als vom Hersteller ursprünglich angegeben.

Wie funktioniert die Manipulation im EA288 mithilfe der Fahr­zyklus-Erkennung?

Die Fahrzyklus-Erkennung ist eine Komponente, die sich innerhalb der Motorsteuerungssoftware befindet und mithilfe bestimmter Sensoren – wie dem Lenkwinkelsensor – erkennt, ob sich das Fahrzeug aktuell auf dem Prüfstand oder im Realbetrieb auf der Straße befindet.

  • Auf dem Prüfstand:

Registriert die Software nun, dass beispielsweise die Reifen fixiert sind – wie es auf dem Prüfstand üblicherweise der Fall ist – wird der Prüf-Modus aktiviert und die Abgasreinigung läuft auf Hochtouren. Sehr große Mengen an AdBlue, einem Harnstoff, der innerhalb der Abgasreinigung für die Neutralisierung von Stickoxiden sorgt, werden eingespritzt und führen zu sehr geringen Mengen an ausgestoßenen Abgasen. Diese Messwerte werden verwendet, um die Marktzulassung zu erhalten und auch das Fahrzeug zu bewerben.

  • Im Realbetrieb:

Wird dasselbe Fahrzeug nun auf der Straße gefahren, wird der Manipulations-Modus einfach deaktiviert. Da keine Prüfsituation erkannt wird, fährt das Fahrzeug die Abgasreinigung stark herunter und schaltet diese phasenweise sogar ab. Auch die Menge an eingespritztem AdBlue wird bis auf 0 heruntergeregelt. Die gesundheitsgefährdenden Stickoxide werden somit innerhalb des Motors so gut wie gar nicht neutralisiert und einfach an die Außenluft wieder abgegeben. Die in dieser Situation gemessenen Abgaswerte sind daher um ein Vielfaches höher als die, mit denen das Auto beworben wurde und welche auf dem Prüfstand notiert wurden.

Wie manipuliert das Thermo­fenster die Abgas­werte?

Das sogenannte Thermofenster beschränkt sich nicht auf den Motor EA288, sondern wird in der Regel in allen modernen Diesel-Fahrzeugen eingesetzt. Die Hersteller geben an, dass es sich hierbei um eine Schutzfunktion handelt, welche den Motor vor sehr hohen oder sehr niedrigen Temperaturen schützen soll.

In Fahrzeugen, die den Motor EA288 verbaut haben, sorgt das Thermofenster dafür, dass die Abgasreinigung nur korrekt läuft, wenn die Außentemperatur zwischen 20 und 30 °C liegt. Da Fahrzeuge im Fahrzyklus genau bei diesen Temperaturen getestet werden, fallen die Emissionswerte entsprechend niedrig aus.

Fällt im Realbetrieb die Außentemperatur nun unter die 20 °C oder überschreitet die 30 °C setzt die Reinigung der Abgase dagegen größtenteils oder komplett aus und die Menge an ausgestoßenen Stickoxiden ist um ein Vielfaches höher.

Wie werden die Manipulationen des EA288-Motors rechtlich eingestuft?

Bereits seit 2007 gibt es eine Verordnung, in der Abschalteinrichtungen klar als illegal eingestuft werden. Genau sagt Art. 5 II EG-VO 715/2007:

Die Verwendung von Abschalteinrichtungen, die die Wirkung von Emissionskontrollsystemen verringern, ist unzulässig.

Dennoch sind in so gut wie jedem Diesel-Fahrzeug Abschalteinrichtungen installiert, welche die Abgaswerte verfälschen und dafür sorgen, dass die gesetzlich geregelten Emissions-Grenzwerte nur mit Schummelei von den Autoherstellern eingehalten werden.

Autohersteller, wie VW & Co. berufen sich bei der Verwendung dieser Komponenten ebenfalls auf den Art. 5 II EG-VO 715/2007 und zwar auf die Ausnahmesituationen, in denen Abschalteinrichtungen zulässig sind. Unter anderem darf die Wirkung von Emissionskontrollsystemen verringert werden, wenn das "notwendig ist, um den Motor vor Beschädigung" zu schützen.

Das Landgericht Regensburg entschied als erstes deutsches Gericht, dass die im EA288 verbauten Abschalteinrichtungen unzulässig sind:

Die streitgegenständliche Programmierung ist gesetzeswidrig. […] Sie setzt eine zu einem geringeren Stickoxidausstoß führende, ausschließlich für den Prüfstand bestimmte Programmierung der Motorsteuerung für den Fahrbetrieb auf der Straße außer Kraft, mit der Folge, dass der Stickoxidausstoß im Fahrbetrieb auf der Straße höher ist als auf dem Prüfstand.

Landgericht Regensburg, Urteil vom 19. März 2020, Az. 73 O 1181/19

Das Motorschutz-Argument haben mittlerweile zahlreiche Gerichte für nichtig erklärt und die Fahrzyklus-Erkennung und auch das Thermofenster als illegale Abschalteinrichtung eingestuft.

Anfang 2020 hat sich das höchste Zivilgerichts Europas – der Europäische Gerichtshof (EuGH) – mit der Frage beschäftigt. Ende 2020 kam es dann zum Kracher-Urteil des Jahres: Die Richter des EuGH entschieden, dass das Thermofenster in Diesel-Fahrzeugen eine unzulässige Abschalteinrichtung darstellt und Hersteller die Zulassung massenhaft erschlichen haben.

Wie können sich Halter:innen eines Fahrzeugs mit EA288-Motor gegen die Manipulationen wehren?

Diverse Gerichte haben bereits verbraucherfreundliche Urteile gefällt und die im Motor EA288 verwendeten Abschalteinrichtungen als illegal eingestuft. Diese Erfolgsurteile sprechen dafür, dass es sich für geschädigte Besitzer:innen eines Fahrzeugs mit verbautem EA288 lohnt, aktiv gegen VW & Co. vorzugehen. Wir möchten Ihnen mit unserer Unterstützung gerne zu einem angemessenen Schadensersatz verhelfen.

Es stehen Ihnen hier verschiedene Optionen zur Verfügung:

#1 Rückgabe des Autos gegen Kaufpreis oder Neufahrzeug

Fordern Sie den Kaufpreis gegen Rückgabe des Autos zurück oder verlangen Sie ein Neufahrzeug. Diese Variante ist angesichts des enormen Wertverlusts Ihres Fahrzeuges in der Regel die profitabelste.

#2 Auto behalten & Schadensersatz fordern

Wenn Sie Ihr Fahrzeug behalten möchten, können Sie trotzdem einen angemessenen Schadensersatz fordern. Als Zusatz bieten wir Ihnen an, die Kostenübernahme einer Hardware-Nachrüstung durchzusetzen. Denn lediglich eine Hardware-Nachrüstung kann die Stickoxid-Emissionen soweit reduzieren, dass Sie von Diesel-Fahrverboten verschont bleiben.

Welche Kosten entstehen, wenn ich meine Ansprüche durch­setzen möchte?

Wenn Sie wegen der Manipulation an Ihrem VW-Diesel mit EA288-Motor Schadensersatz fordern möchten, ist dies ohne jedes Kostenrisiko möglich. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen oder nicht.

Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Jetzt Schadensersatz im Abgasskandal durchsetzen

Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

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