EA288-Abschalteinrichtung – So wurde manipuliert!

Nach dem Skandalmotor EA189 ist nun auch die Abgasmanipulation am Nachfolger EA288 aufgeflogen. Nur Euro-6-Fahrzeuge sind betroffen. Lesen Sie hier, wie die Abschalteinrichtungen den EA288 manipulieren und wie Gerichte die Manipulation beurteilen!

Sind auch im EA288-Motor Abschalt­einrichtungen verbaut worden?

Bereits 2015 – kurz nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals rund um den Schummel-Motor EA189 – wurde gemunkelt, ob nicht auch im Nachfolgemodell EA288 eine illegale Abschalteinrichtung verbaut ist. Damals konnte der Volkswagen AG der Betrug an neuen Euro-6-Fahrzeugen nicht nachgewiesen werden.

Erst Ende 2019 berichtete der Südwestrundfunk (SWR) über interne VW-Dokumente, die die Manipulation am EA288-Motor beweisen sollen. Daraufhin durchsuchte die Staatsanwaltschaft Braunschweig auch die VW-Firmenzentrale in Wolfsburg nach Dokumenten zum Motor EA288.

Heute ist klar, dass VW noch bis 2016 Fahrzeuge der Marken VW, Audi, SEAT und Skoda mit dem manipulierten EA288-Motor versehen hat, obwohl der Dieselskandal bereits im vollen Gange war. Die im EA288 verbauten Abschalteinrichtungen wurden mittlerweile auch von diversen Gerichten als illegal eingestuft.

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Welche Fahrzeuge mit EA288 wurden mit einer Abschalt­einrichtung versehen?

Betroffen sind Fahrzeuge verschiedener Tochtermarken der Volkswagen AG, darunter VW selbst, Audi, SEAT und Skoda. Der Diesel-Motor EA288 ist in Modellvarianten mit 1,4 bis 2,0 Liter Hubraum verbaut. Alle manipulierten Fahrzeuge entsprechen der Abgasnorm Euro 6.

In folgenden Fahrzeugen sind Abschalteinrichtungen integriert:

Marke & Modelle

Motoren (Hubraum)

VW

Amarok, Arteon, Beetle, Caddy, Crafter, Eos, Golf, Jetta, Passat, Polo, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran, T-Roc, T6

 

1,4; 1,6; 2,0 Liter

Audi

A1, A3, A4, A5, A6, Q3, Q5, TT

 

1,4; 1,6; 2,0 Liter

Skoda

Fabia, Rapid, Roomster, Octavia, Superb, Yeti


1,4; 1,6; 2,0 Liter

SEAT

Alhambra, Altea, Exeo, Leon, Toledo

 

1,4; 1,6; 2,0 Liter

Falls auch Sie ein betroffenes Fahrzeug besitzen, sollten Sie jetzt über ein rechtliches Vorgehen nachdenken – denn Sie können von VW & Co. Schadensersatz fordern. Wir bieten Ihnen an, Ihren Fall zu prüfen und Ihnen Ihre Erfolgschancen mitzuteilen.

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Wie sind Abschalt­einrichtungen allgemein rechtlich ein­zu­ordnen?

Die Verordnung Art. 5 II EG-VO 715/2007 erklärt Abschalteinrichtungen, die das Emissionskontrollsystem beeinflussen, mit folgenden Worten für unzulässig:

„Die Verwendung von Abschalteinrichtungen, die die Wirkung von Emissionskontrollsystemen verringern, ist unzulässig.“

Jedoch definiert die Verordnung von 2007 ebenso Ausnahmesituationen, in denen eine Abschalteinrichtung zulässig ist und die Wirksamkeit der Abgasreinigung verringert werden darf.

Zulässig sind Abschaltungen

  • während des Motorstarts

  • während Zulassungsmessungen

  • um das Fahrzeug vor Unfall oder den Motor vor Schaden zu schützen

Auch in Einsatzfahrzeugen, wie Rettungswagen, sind Abschalteinrichtungen zulässig.

Während der Testsituation auf dem Prüfstand können noch weitere Abschalteinrichtungen verwendet werden, die jedoch nicht für den Realbetrieb implementiert werden. Ein Beispiel dafür ist die Deaktivierung des Antiblockiersystems (ABS) in der Prüfsituation. Auf dem Prüfstand steht das Fahrzeug mit blockierten Reifen. Diesen Zustand erkennt das Fahrzeug und schaltet das ABS ab, welches im Realbetrieb eingreifen würde. Diese Abschalteinrichtung ist sinnvoll, da das aktive ABS den Zyklus negativ beeinflussen würde.

Wofür sind im EA288-Motor Abschalt­einrichtungen ver­baut?

Die Abschalteinrichtungen, die im VW-Motor EA288 integriert sind, haben dem Fahrzeug auf dem Prüfstand zu besonders niedrigen Emissionswerten verholfen. Das hat mithilfe der Fahrzyklus-Erkennung und verschiedenen Abschalteinrichtungen, wie dem Thermofenster, funktioniert. Erkennt die Software die Prüfsituation, wird ein Modus aktiviert, in dem die Abgasreinigung optimal und auf Hochtouren läuft. So konnten VW & Co. ihre neuen Modelle mit besonders niedrigen Emissionswerten bewerben.

Der optimierte Modus kann im Realbetrieb jedoch nicht aktiviert werden, da der Motor langfristig darunter leiden würde. Die erworbenen Fahrzeuge verfehlen nun sowohl die versprochenen Emissionswerte als auch die gesetzlich geregelten Grenzwerte. Für die Autohersteller war es vermutlich günstiger, Abschalteinrichtungen im Motor EA288 zu implementieren, als Hardware zu verbauen, welche eine tatsächliche Senkung der Emissionswerte herbeiführen würde.

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Wie funktionieren die Abschalt­einrichtungen im Motor EA288?

Fahrzyklus-Erkennung

  • Auf dem Prüfstand:

Die Manipulations-Software, die beim Vorgängermotor EA189 verwendet wurde, ist auch im Euro-6-Motor EA288 integriert. Die Motorsteuerungssoftware ist hierbei so programmiert, dass das Fahrzeug mithilfe bestimmter Sensoren die Testsituation auf dem Prüfstand erkennt. Durchläuft das Fahrzeug den Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ), läuft die Abgasreinigung mit maximalem Wirkungsgrad ab. Die gemessenen Stickoxid-Werte fallen relativ gering aus, sodass alle gesetzlich geregelten Grenzwerte eingehalten werden können und das Fahrzeug die Marktzulassung erhält.

  • Im Realbetrieb:

Nutzt nun der Halter das Fahrzeug im Realbetrieb auf der Straße, erkennt die Motorsteuerungssoftware keine Prüfsituation und regelt die Abgasreinigung sehr stark herunter – schaltet diese häufig sogar komplett ab. Der Ausstoß an gesundheitsgefährdenden Stickoxiden steigt entsprechend an, da in der Abgasreinigung keine Neutralisierung der Abgase erfolgt. Die Messwerte der Abgase übersteigen daher die auf dem Prüfstand gemessenen Werte um ein Vielfaches.

Thermofenster

Das sogenannte Thermofenster ist in allen neueren Diesel-Fahrzeugen verbaut und beschränkt sich nicht auf den Motor EA288. Laut Herstellerangaben soll diese Abschalteinrichtung den Motor vor sehr hohen oder sehr niedrigen Temperaturen schützen. Daraus resultiert, dass die Abgasreinigung bei modernen Dieselfahrzeugen nur bei Außentemperaturen zwischen 20 und 30 °C korrekt funktioniert.

An Tagen mit milderen oder sehr heißen Temperaturen wird die Reinigung der Abgase stark gemindert oder sogar ganz ausgeschaltet. Die Ausmaße der Manipulation werden erst deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass in Deutschland in nur vereinzelten Monaten eine Durchschnittstemperatur zwischen 20 und 30 °C herrscht. Zwischen September 2019 und September 2020 gab es keinen einzigen Monat, in dem die durchschnittliche Außentemperatur über 20 °C lag.

Sind die Abschalt­einrichtungen im VW-Motor EA288 rechtlich zulässig?

Autohersteller, wie VW & Co. berufen sich bei der Verwendung von Abschalteinrichtungen auf den Art. 5 II EG-VO 715/2007, der diese zwar für unzulässig erklärt, aber als Ausnahmesituation den Motorschutz aufzählt. Die Wirkung von Emissionskontrollsystemen darf verringert werden, wenn das "notwendig ist, um den Motor vor Beschädigung" zu schützen.

Das Landgericht Regensburg entschied als erstes deutsches Gericht, dass die Abschalteinrichtungen, die im Motor EA288 verbaut sind, unzulässig sind:

Die streitgegenständliche Programmierung ist gesetzeswidrig. […] Sie setzt eine zu einem geringeren Stickoxidausstoß führende, ausschließlich für den Prüfstand bestimmte Programmierung der Motorsteuerung für den Fahrbetrieb auf der Straße außer Kraft, mit der Folge, dass der Stickoxidausstoß im Fahrbetrieb auf der Straße höher ist als auf dem Prüfstand.

Landgericht Regensburg, Urteil vom 19. März 2020, Az. 73 O 1181/19

Auch zahlreiche andere Gerichte ließen das Motorschutz-Argument nicht gelten und stuften sowohl die Fahrzyklus-Erkennung im EA288 als auch das Thermofenster als illegale Abschalteinrichtung ein.

Nachdem verschiedene deutsche Gerichte die Angelegenheit an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) abgegeben hatten, hat sich dieser in den vergangenen Monaten mit der Thematik beschäftigt. Im April 2020 erklärte die zuständige Generalanwältin in ihrem Schlussantrag, dass sie das Thermofenster für illegal hält. Zwar steht ein finales Urteil noch aus, in der Regel folgen die EuGH-Richter jedoch den Empfehlungen der Anwält*innen.

Gibt es bereits Verbraucher­urteile zur Abschalt­einrichtung im EA288-Motor?

Seit 2019 vom SWR interne Dokumente veröffentlicht wurden, die beweisen, dass sich auch im Motor EA288 Abschalteinrichtungen befinden, ist die Beweislage für Kläger deutlich besser geworden. Aktuell ist eine Anzahl an EA288-Klagen im vierstelligen Bereich bei deutschen Gerichten anhängig. Laufend neue Erfolgsurteile bestätigen Besitzer*innen eines manipulierten Fahrzeugs mit verbautem EA288-Motor, ihre Ansprüche gegenüber VW & Co. geltend zu machen und Schadensersatz vor Gericht zu fordern.

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Wie können sich EA288-Besitzer*innen gegen die Abschalt­einrichtungen wehren?

Zahlreiche Gerichtsurteile bestätigen den Fakt, dass die Abschalteinrichtungen in Fahrzeugen mit EA288-Motor unzulässig sind. Besitzer*innen eines solchen Fahrzeugs sollten daher jetzt aktiv werden und ihre Ansprüche prüfen lassen. Denn die Erfolgschancen sind hoch, von VW & Co. Schadensersatz zu erhalten.

Wir möchten Ihnen gerne zu einem angemessenen Schadensersatz verhelfen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung haben oder nicht. Ein Vorgehen ist für Sie ohne jegliches Kostenrisiko möglich. Grundsätzlich stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen, aus denen Sie selbst wählen können:

#1 Rückgabe des Autos gegen Kaufpreis oder Neufahrzeug

Fordern Sie den Kaufpreis gegen Rückgabe des Autos zurück oder verlangen Sie ein Neufahrzeug. Diese Variante ist angesichts des enormen Wertverlusts Ihres Fahrzeuges in der Regel die profitabelste.

#2 Auto behalten & Schadensersatz fordern

Wenn Sie Ihr Fahrzeug behalten möchten, können Sie trotzdem einen angemessenen Schadensersatz fordern. Als Zusatz bieten wir Ihnen an, die Kostenübernahme einer Hardware-Nachrüstung durchzusetzen. Denn lediglich eine Hardware-Nachrüstung kann die Stickoxid-Emissionen soweit reduzieren, dass Sie von Diesel-Fahrverboten verschont bleiben.

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Was kostet die Durchsetzung meiner Ansprüche auf Schadens­ersatz im Abgas­skandal?

Wenn Sie wegen der Manipulation an Ihrem VW-Diesel mit EA288-Motor Schadensersatz fordern möchten, ist dies ohne jedes Kostenrisiko möglich. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung haben oder nicht.

Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

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Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

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