Abgasskandal bei Fiat – Auch die Kultmarke hat manipuliert

Die italienische Kultmarke Fiat scheint ebenfalls die Abgaswerte ihrer PKWs aber auch Wohnmobile schöngeschummelt zu haben. Aktuell wird gegen Fiat ermittelt – doch ein Rückruf manipulierter Fahrzeuge ist noch nicht erfolgt. Erfahren Sie hier, welche Manipulations-Methode verwendet wurde und wie geschädigte Halter*innen jetzt schon aktiv werden können.

Ist auch Fiat in den Abgas­skandal ver­wickelt?

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat-Chrysler (FCA) ist vielen vermutlich wegen des kultigen Kleinstwagens Fiat 500 bekannt. Doch auch Fiat wurde die Manipulation ihrer Diesel-Fahrzeuge mittlerweile nachgewiesen. Im Fall der italienischen Kultmarke trifft es jedoch eher weniger gängige Kleinwagen oder sportliche SUVs, sondern im großen Umfang Wohnmobile.

Bereits im Januar 2018 wurde FCA in den USA zu einer Strafzahlung verdonnert. Zu diesem Zeitpunkt blieb es in Deutschland jedoch noch ruhig um Fiat und seine Schwestermarken. Im Verlauf des Jahres 2018 gingen beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vermehrt Hinweise ein, die eine Untersuchung nötig machten.

Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen Fiat und seine Schwestermarke Iveco, die Wohnmobile produziert. Die hessische Polizei hat Zeugen aufgerufen, sich zu melden, falls sie ein betroffenes Modell als Neuwagen seit 2014 erworben haben. Etwa 90 % aller Reaktionen stammten von Besitzer*innen eines abgasmanipulierten Wohnmobils.

Direkte Online-Beauftragung ohne Risiko

Online-Check überspringen und direkt Nägel mit Köpfen machen – aber bitte trotzdem ohne Risiko? Kein Problem.

  • Beauftragen Sie uns direkt online mit der Prüfung und Durchsetzung Ihres Schadensersatzes!
  • Ist Ihr Fall erfolgversprechend, können wir sofort loslegen.
  • Ist Ihr Modell nicht betroffen oder lohnt sich ein Vorgehen nicht, legen wir das Mandat nieder – keine Kosten.
  • Sichern Sie sich Ihre Entschädigung ohne eigenes finanzielles Risiko mit Rechtsschutzversicherung oder Prozessfinanzierer!
  • Unser Versprechen: 100 % Transparenz ohne überraschende Kosten.

Ohne Risiko direkt beauftragen & Entschädigung sichern!

Wie hat Fiat im Abgas­skandal manipuliert?

Ein Gutachten des KBA gibt Auskunft darüber, welche Abschalteinrichtungen in den Fahrzeugen von Fiat und Iveco zu finden ist. Klar ist, dass eine Motorsteuerungssoftware des Herstellers Bosch verwendet wurde, welche auch bei anderen Autofirmen in den letzten Jahren für Furore gesorgt hat.

Zum Ziel hatte die Manipulation, die Abgasreinigung in den richtigen Momenten auf Hochtouren laufen zu lassen, um gesetzeskonforme Abgaswerte zu erreichen. Im Realbetrieb findet die Neutralisierung gesundheitsgefährdender Stickoxide nur deutlich reduziert oder gar nicht statt.

Im Detail steuert die manipulierte Software die Abgasrückführungs-Rate (AGR-Rate), welche bestimmt, wieviel Abgasluft innerhalb der Abgasreinigung gereinigt bzw. an die Außenluft abgegeben wird. Bei einer hohen AGR-Rate kommt es zu einer hohen Quote an neutralisierten Stickoxiden und einer geringen Emissionsrate.

Die AGR-Rate wird von der Schummel-Software auf zwei Weisen beeinflusst:

Timer

Die AGR-Rate wird nach einer gewissen Motorlaufzeit drastisch verringert – teilweise sogar deaktiviert. Die Motorsteuerungssoftware aktiviert nach Motorstart einen Timer, welcher nach Ablauf die Abgasreinigung abschaltet.

Thermofenster

Ebenfalls enthalten Fahrzeuge der Marke Fiat ein sogenanntes Thermofenster, welches bewirkt, dass sich die AGR-Rate umgebungstemperaturabhängig verringert. Bei einer Außentemperatur von knapp unter 20 °C arbeitet die Abgasreinigung bereits nur noch eingeschränkt.

Besitzen auch Sie ein Fahrzeug der Marke Fiat und sind sich nicht sicher, ob auch Sie betrogen wurden? Nutzen Sie unsere kostenfreie & unverbindliche Ersteinschätzung und erfahren ob und wie viel Schadensersatz Ihnen zustehen könnte

Kostenfrei & unverbindlich: Schadensersatz gegen Fiat prüfen!

Welche Fiat-Modelle sind vom Abgas­skandal betroffen?

Sowohl das KBA als auch das amerikanische Institut „Emissions Analytics” haben bei verschiedenen Fiat-Modellen erhöhte Abgaswerte gemessen. Da Fiat nicht nur Personenkraftwagen (PKW), sondern auch die Basis für Wohnmobile stellt, sind verschiedene Fahrzeugtypen vom Abgasskandal betroffen. Laut Frankfurter Staatsanwaltschaft sind mehr als 200.000 Fahrzeuge der Marken Fiat und Iveco betroffen - darunter eben zahlreiche Wohnmobile.

Personenkraftwagen

In PKWs der Marke Fiat ist jeweils der Motortyp Multijet in den Ausführungen mit 1.3, 1.6 und 2.0 Liter Hubraum verbaut. Im Fokus der Ermittler stehen verkaufte Fahrzeuge, die zwischen 2014 und 2019 erstmalig zugelassen wurden.

Folgende Modelle sind in Abgastests negativ aufgefallen und sehr wahrscheinlich von einer Manipulation betroffen:

Modell

Motorausführung

Baujahre

500L

1,6 Liter Multijet

2013 bis 2018

500X

1,6 Liter Multijet

2015 bis 2018

Panda

1,2 Liter Multijet

2012 bis 2018

Tipo

1,6 Liter Multijet

2016 bis 2018

Wohnmobile

Fiat vertreibt nicht eigene PKW sondern stellt auch die Basis für Wohnmobile. Diverse Wohnmobilproduzenten nutzen Fiat- oder Iveco-Modelle, um diese dann zu Wohnmobilen umzufunktionieren.

Modell

Motorausführung

Baujahre

Ducato

150 Multijet

2015 bis 2018

Im Fall von Fiat ist bisher nur das Kastenwagen Modell Ducato betroffen, welcher unter anderem in den Wohnmobilen Dethleffs T7150 und Pilote G700G bei Abgastests negativ aufgefallen ist. Die gemessenen Abgase des Dethleffs “Esprit T7150” fielen um das 9,9-fach höher als der gesetzliche Grenzwert aus. Das Wohnmobile auf Basis des Fiat Ducato wird auch Gegenstand der erste Verbraucherklage gegen Fiat sein, welche ab Anfang 2021 verhandelt werden soll.

Jedoch ist es wahrscheinlich, dass auch in Wohnmobilen, in denen einer der folgenden Motoren verbaut ist, abgasmanipuliert sind:

  • 110 Multijet F1AE3481G

  • 115 Multijet 250A1000

  • 150 Multijet F1AE3481D

  • 180 Multijet F1CE3481E

Halter*innen der genannten Modelle - sowohl PKW als auch Wohmobil - sollten aktiv werden und die eigenen Ansprüche auf Schadensersatz prüfen. Nutzen Sie hierfür unser kostenfreies & unverbindliches Online-Formular!

Kostenfrei & unverbindlich: Schadensersatz gegen Fiat prüfen!

Gibt es bereits einen Rück­ruf von Fiat-Modellen im Abga­sskandal?

Bisher gibt es keinen freiwilligen oder verpflichtenden Rückruf für Fahrzeuge aus dem Hause FCA, also für Modelle der Marken Fiat und Iveco. Dem KBA liegen seit 2018 diverse Hinweise vor, welche die Manipulation an den Diesel-Fahrzeugen zeigen. Ebenfalls hat das KBA selbst ein Gutachten anfertigen lassen, welches bestätigt, dass zahlreiche Fiat- und Iveco-Modelle die gesetzlich erlaubten Abgasgrenzwerte um ein Vielfaches überschreiten.

Welche Optionen haben Halter*innen eines manipulierten Fiat?

Mitte Dezember erklärte der Europäische Gerichtshof die von VW& Co. verwendeten Abschalteinrichtungen für illegal. Das bietet auch gute Chancen für Halter*innen eines manipulierten Fiat-Fahrzeugs. Haben Sie Ihre Fahrzeug als Neuwagen

Es stehen Ihnen hier verschiedene Optionen zur Verfügung:

#1 Gewährleistung

Haben Sie ein Fiat-Fahrzeug als Neuwagen gekauft, sollten Sie prüfen, ob die zweijährige Gewährleistung schon abgelaufen ist. Falls nicht, sollten Sie definitiv Ansprüche gegenüber dem Händler geltend machen.

#2 Rückgabe des Autos gegen Kaufpreis oder Neufahrzeug

Fordern Sie den Kaufpreis gegen Rückgabe des Autos zurück oder verlangen Sie ein Neufahrzeug. Diese Variante ist angesichts des enormen Wertverlusts Ihres Fahrzeuges in der Regel die profitabelste.

#3 Auto behalten & Schadensersatz fordern

Wenn Sie Ihr Fahrzeug behalten möchten, können Sie trotzdem einen angemessenen Schadensersatz fordern. Als Zusatz bieten wir Ihnen an, die Kostenübernahme einer Hardware-Nachrüstung durchzusetzen. Denn lediglich eine Hardware-Nachrüstung kann die Stickoxid-Emissionen soweit reduzieren, dass Sie von Diesel-Fahrverboten verschont bleiben.

Kostenfrei & unverbindlich: Schadensersatz gegen Fiat prüfen!

Welche Kosten entstehen, wenn ich meine Ansprüche durch­setzen möchte?

Wenn Sie wegen der Manipulation an Ihrem Fiat Schadensersatz fordern möchten, ist dies ohne jedes Kostenrisiko möglich. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen oder nicht.

Kostenfrei & unverbindlich: Schadensersatz gegen Fiat prüfen!

Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Jetzt Schadensersatz im Abgasskandal durchsetzen

Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

Jetzt Schadensersatz im Abgasskandal durchsetzen