Abgasskandal bei Fiat – Auch die Kultmarke hat manipuliert

  • Betroffene Modelle im Fiat Abgasskandal: Fiat Doblo, 500X, Panda und Ducato. ​​​
  • Wenn auch Ihr Fiat manipuliert wurde, haben Sie Anspruch auf einen angemessenen Schadensersatz.
  • Kostenrisiko? Gibt es bei uns nicht. Wir setzen Ihre Ansprüche gegen Fiat ohne jegliches Kostenrisiko durch.

Wie ist Fiat in den Abgas­­skandal ver­­wickelt?

Seit 2020 ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen Fiat und seine Schwestermarke Iveco. Dem Konzern wird konkret vorgeworfen, unzulässige Abschalteinrichtungen in ihren Diesel-Fahrzeugen zu verbauen, welche Abgaswerte manipulieren. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass etwa 200.000 manipulierte Fiat-Fahrzeuge allein in Deutschland zugelassen wurden. Darunter fallen nicht nur die PKW von Fiat, sondern auch die Wohnmobile des italienischen Autobauers.

Wie im VW-Abgasskandal waren die USA hinsichtlich der Aufarbeitung des Skandals und der Bestrafung mal wieder schneller. Bereits im Jahr 2019 verurteilten die Amerikaner Fiat aufgrund von Abgasmanipulationen zu einer Strafzahlung von rund 650 Millionen Dollar. Davon gingen 280 Millionen Dollar direkt an geschädigte Autobesitzer:innen. In Deutschland bleiben Betroffene bislang auf dem Trockenen sitzen, wenn sie nicht selber aktiv werden und gegen Fiat vorgehen.

Sie sind unsicher, ob auch Ihr Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist? Finden Sie es jetzt über unseren kostenlosen Online-Check heraus in nur wenigen Minuten erhalten Sie eine individuelle Ersteinschätzung ins Postfach.

Welche PKW sind bei Fiat vom Abgas­­skandal be­troffen?

Im Fokus des Fiat-Abgasskandals stehen verkaufte Fahrzeuge,

  • ​​​die zwischen 2014 und 2019 erstmalig zugelassen wurden
  • und welche die Abgasnormen 5 und 6 einhalten sollen.

Folgende Modelle sind in Abgastests negativ aufgefallen und daher sehr wahrscheinlich von den Manipulationen betroffen:

Modell

Euro-Norm

Baujahre

Doblo

Euro-Norm 6

2015 bis 2020

500X

Euro-Norm 6

2015 bis 2019

Panda 1.3 Liter

Euro-Norm 5

2012 bis 2018

Ducato (Transporter), 2.3 und 3.0 Liter

Euro-Norm 5

2015 bis 2018

Am 8. November 2021 veröffentlichte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zwei Rückrufe zum Fiat Doblo und 500X, die derzeit noch in Untersuchung stehen. In der Vergangenheit zeigte sich jedoch, dass überwachte Rückrufe des KBA schnell verpflichtend werden können.

Angeschriebene, die sich dann weigern, ihren Wagen zur „Behebung“ der Manipulation in die Werkstatt zu bringen, droht sogar letzten Endes die Stilllegung des Fahrzeugs.

Auch Wohnmobile bei Fiat sind vom Abgas­skandal be­troffen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) forderte Ende August 2021 den sofortigen Rückruf von Wohnmobilen des Herstellers Fiat. Grund dafür waren die teilweise extrem hohen Schadstoffemissionen bei Wohnmobilen der Abgasnormen 5 bis 6c. Im Fall von Fiat ist bisher der Kastenwagen Modell Ducato betroffen, welcher unter anderem in den Wohnmobilen Dethleffs T7150 und Pilote G700G bei Abgastests negativ aufgefallen ist. Der Ducato dient als beliebter Unterbau für zahlreiche Wohnmobilhersteller in ganz Europa.

​​​Obwohl der Wohnmobil-Abgasskandal in Deutschland erst am Anfang steht, gab es bereits zahlreiche verbraucherfreundliche Urteile.

Hier gibt es mehr Infos zum Wohnmobil-Abgas­skandal

Wie kann ich mich ent­schädigen lassen?

Um sich für den finanziellen Schaden in Form des Wertverlusts Ihres Fahrzeuges und den Betrug von Fiat entschädigen zu lassen, stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:

#1 Rückgabe des Autos gegen Kaufpreis

Sie können den Kaufpreis – in der Regel abzüglich einer Nutzungsentschädigung – gegen Rückgabe des Autos zurückfordern. Diese Variante ist angesichts des enormen Wertverlusts Ihres Fahrzeuges in der Regel die profitabelste.

#2 Auto behalten & Schadensersatz fordern

Wenn Sie Ihr Fahrzeug behalten möchten, können Sie trotzdem einen angemessenen Schadensersatz fordern, der in etwa 20 % des Kaufpreises ausmacht.

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Häufigste Fragen zum Fiat Abgasskandal

Ein Gutachten des KBA gibt Auskunft darüber, welche Abschalteinrichtungen in den Fahrzeugen von Fiat und Iveco zu finden sind. Klar ist, dass eine Motorsteuerungssoftware des Herstellers Bosch verwendet wurde, welche auch bei anderen Autofirmen in den letzten Jahren für Furore gesorgt hat.

Zum Ziel hatte die Manipulation, die Abgasreinigung in den richtigen Momenten auf Hochtouren laufen zu lassen, um gesetzeskonforme Abgaswerte zu erreichen. Im Realbetrieb findet die Neutralisierung gesundheitsgefährdender Stickoxide nur deutlich reduziert oder gar nicht statt.

Im Detail steuert die manipulierte Software die Abgasrückführungs-Rate (AGR-Rate), welche bestimmt, wieviel Abgasluft innerhalb der Abgasreinigung gereinigt bzw. an die Außenluft abgegeben wird. Bei einer hohen AGR-Rate kommt es zu einer hohen Quote an neutralisierten Stickoxiden und einer geringen Emissionsrate.

Die AGR-Rate wird von der Schummel-Software auf zwei Weisen beeinflusst:

Timer

Die AGR-Rate wird nach einer gewissen Motorlaufzeit drastisch verringert – teilweise sogar deaktiviert. Die Motorsteuerungssoftware aktiviert nach Motorstart einen Timer, welcher nach Ablauf die Abgasreinigung abschaltet.

Thermofenster

Ebenfalls enthalten Fahrzeuge der Marke Fiat ein sogenanntes Thermofenster welches bewirkt, dass sich die AGR-Rate umgebungstemperaturabhängig verringert. Bei einer Außentemperatur von knapp unter 20 °C arbeitet die Abgasreinigung bereits nur noch eingeschränkt.

Wenn Sie wegen der Manipulation an Ihrem Fiat Schadensersatz fordern möchten, ist dies bei uns ohne jedes Kostenrisiko möglich. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen oder nicht.

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorare sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten.

Nein. Wenn Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland haben, können Sie auch in Deutschland gegen die jeweiligen Autobauer vorgehen. Das hat der EuGH im Juli 2020 durch ein Grundsatzurteil entschieden (Az. C-343/19).