Innerorts geblitzt – So umgehen Sie das Bußgeld

  • Ohne weitere Verkehrsschilder gilt innerorts ein Tempolimit von 50 km/h.

  • Wurden Sie innerorts geblitzt, ist es auch möglich, dass es einen Fehler bei der Messung gab.

  • Statistiken zufolge ist etwa jeder dritte Bußgeldbescheid ungültig.

Welche Tempolimits gelten innerorts?

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) unterscheidet im Bezug auf die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen zwischen innerorts und außerorts. Innerhalb geschlossener Ortschaften darf eine deutlich niedrigere Maximalgeschwindigkeit gefahren werden. Zudem werden Tempoüberschreitungen strenger sanktioniert.

Ohne weitere Verkehrsschilder gilt innerorts ein Tempolimit von 50 km/h. Maximal ist auf städtischen Straßen - Stadtautobahnen ausgenommen - eine Geschwindigkeit von 60 km/h erlaubt, wenn dies entsprechend kommuniziert wird. Hierbei handelt es sich in der Regel um mehrspurige und stark frequentierte Straßen.

Zusätzlich finden sich Bereiche, in denen nur mit gedrosselter Geschwindigkeit gefahren werden darf. So finden sich innerhalb von Ortschaften sehr häufig 30er-Zonen, in denen – wie der Name sagt – maximal 30 km/h gefahren werden darf. Verkehrsberuhigte Bereiche stellen ein Extrem dar, da sich Fahrzeuge hier nur im Schritttempo vorwärts bewegen dürfen, um Kinder und Fußgänger zu schützen.

Wir prüfen kostenfrei, ob sich in Ihrem Fall ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid lohnt. Unsere Experten im Verkehrsrecht melden sich unverbindlich und kurzfristig mit einer ehrlichen Ersteinschätzung bei Ihnen. Erst im Anschluss entscheiden Sie, ob Sie gegen Ihren Bußgeldbescheid vorgehen möchten. Bis dahin entstehen Ihnen keinerlei Kosten.

Auf welche Art werde ich in der Regel innerorts geblitzt?

Insbesondere auf stark befahrenen Straßen innerorts ist es wahrscheinlich, dass Sie von einem stationären Blitzer geblitzt werden. Diese “Starenkästen” müssen nicht von einem Verkehrsbeamten vor Ort überwacht werden, um zu funktionieren. In der Regel wird hier noch die Radar-Technik verwendet, um einen Tempoverstoß zu dokumentieren. Ein Blitz macht Sie darauf aufmerksam, dass Sie etwas zu schnell unterwegs waren.

Doch auch durch mobile Einheiten können Sie innerorts geblitzt werden. Verkehrsbeamte stellen sich gerne mit Laser-Pistolen auf, um Raser aus dem Verkehr zu ziehen. Diese Geräte messen die Geschwindigkeit und teilen den Polizisten sofort die gefahrene Geschwindigkeit mit. Im Anschluss werden Sie herausgewunken und mit Ihrer Strafe konfrontiert.

Welche Strafe droht mir, wenn ich innerorts geblitzt wurde?

Die Sanktionierung eines Tempoverstoßes richtet sich danach, um wie viel km/h die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung überstiegen wurde. Bei bis zu 20 km/h zu schnell ist der Bußgeldkatalog noch gnädig und ahndet das Vergehen nur mit einem Bußgeld. Bei Überschreitung kommt ein Punkt in Flensburg und ein Fahrverbot zu hinzu.

Zu schnell gefahren Bußgeld Punkte Fahrverbot
Bis 10 km/h 30 Euro    
11 bis 15 km/h 50 Euro    
16 bis 20 km/h 70 Euro    
21 bis 25 km/h 115 Euro 1  
26 bis 30 km/h 180 Euro 1 (1 Monat)*
31 bis 40 km/h 260 Euro 2 1 Monat
41 bis 50 km/h 400 Euro 2 1 Monat
51 bis 60 km/h 560 Euro 2 2 Monat
61 bis 70 km/h 700 Euro 2 3 Monat
Über 70 km/h 800 Euro 2 3 Monat
* gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.

Kann ich mich wehren, wenn ich innerorts geblitzt wurde?

Gegen jeden Bußgeldbescheid können Sie innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt einen Einspruch einlegen. Die Chancen, eine Bußgeldzahlung abzuwenden, stehen recht gut. Statistiken zufolge ist etwa jeder dritte Bußgeldbescheid ungültig. Bei der Erstellung des Bescheids kann es zu Fehlern kommen. So kann Ihnen der Verstoß fälschlicherweise vorgeworfen werden oder es fehlen bestimmte Angaben auf dem Bescheid. In beiden Fällen würde die Strafe aufgrund von Ungültigkeit des Bußgeldbescheids verfallen.

Wurden Sie innerorts geblitzt, ist es auch möglich, dass es einen Fehler bei der Messung gab. Verschiedene Gründe können dazu führen, dass Ihnen fälschlicherweise ein Bescheid zugestellt wurde oder der Bescheid trotz korrekter Messung für ungültig erklärt werden kann:

  • Blitzer waren falsch eingestellt oder nicht gewartet

  • Verkehrsbeamte nicht ausreichend geschult

  • Mangelhafte Bedienung der Messgeräte

  • Fehlerhafte Messung aufgrund von Reflexionen

Wurden Sie innerorts geblitzt und möchten Sie gegen den Bußgeldbescheid vorgehen? Unsere kostenfreie Bußgeld-Prüfung teilt Ihnen mit, ob wir in Ihrem Fall Chancen sehen. Bevor Sie auch nur einen Cent investieren, erfahren Sie, wie das Erfolgspotential aussieht. Im Anschluss können Sie mit oder ohne anwaltliche Unterstützung aktiv werden.

Ich möchte direkt Einspruch einlegen ohne kostenlose Ersteinschätzung – geht das?

Wenn Sie die kostenlose Ersteinschätzung überspringen möchten, weil Sie sofort loslegen wollen, dann können Sie uns auch direkt beauftragen. Das geht ganz bequem und einfach über unser Online-Formular. Sollten wir nach der Prüfung Ihres Falles Chancen für das Verfahren gegenüber der Behörde erkennen, werden wir für Sie fristgerecht den Einspruch einlegen, Ihre Akte beantragen, diese juristisch prüfen und gegen den Bußgeldbescheid weiter vorgehen. Das Ziel ist es, Sie gegen den Ordnungswidrigkeitenvorwurf zu verteidigen und das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen.

Sollten wir nach der Prüfung zu dem Ergebnis kommen, dass ein Vorgehen in Ihrem Fall nicht sinnvoll wäre, teilen wir Ihnen dies mit und Ihnen entstehen keine Kosten.

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