Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts: Zu schnelles Fahren innerhalb geschlossener Ortschaften

Der Bußgeldkatalog unterscheidet, ob ein Tempoverstoß innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften begangen wurde. Denn innerorts können bereits wenige km/h zu viel auf dem Tacho ein hohes Risiko für den Straßenverkehr darstellen. Diese Tempolimits gelten innerorts und mit diesen Strafen muss bei einem Verstoß gerechnet werden.

Welches Tempolimit gilt in geschlossenen Ortschaften?

Grundsätzlich richtet sich der Bußgeldkatalog danach, um wie viele km/h die zulässige Maximalgeschwindigkeit bei der Tempomessung überschritten wurde. Je nach Übertretung kann ein Bußgeld, aber auch Punkte in Flensburg oder sogar ein mehrmonatiges Fahrverbot fällig werden.

Um das korrekte Tempolimit einzuhalten, muss auf die Verkehrszeichen geachtet werden. Geben keinerlei Schilder Auskunft darüber, wie schnell auf einer bestimmten Straße gefahren werden darf, dann gilt ein Tempolimit von 50 km/h. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung muss auf einem Großteil der Straßen innerhalb geschlossener Ortschaften eingehalten werden.

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Hauptsächlich finden sich Zonen, die mit einem Tempolimit von

  • 30 km/h bzw.
  • 50 km/h beschränkt sind.

Vereinzelt gibt es auch Bereiche, in denen maximal 40 km/h gefahren werden darf, jedoch finden sich diese eher selten. Ebenso gibt es in Großstädten viel befahrene und breite Straßen, auf denen innerorts sogar 60 km/h gefahren werden darf.

Wie wird eine Geschwindigkeitsübertretung innerorts geahndet?

Halten Sie sich innerhalb einer geschlossenen Ortschaft nicht an die zulässige Maximal­geschwindigkeit, dann können Sie von einem fest installierten Blitzer oder einem Polizisten erwischt werden. Der Bußgeldkatalog bestraft Raserei innerorts etwas strenger als außerorts. So droht ein einmonatiges Fahrverbot bereits bei einem Tempoverstoß mit 21 bis 25 km/h zu viel auf dem Tacho – außerorts wird erst eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 bis 30 km/h mit einem Fahrverbot geahndet.

Tempoübertretung
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
10 km/h 30 Euro    
11 bis 15 km/h 50 Euro    
16 bis 20 km/h 70 Euro    
21 bis 25 km/h 80 Euro 1 Punkt 1 Monat
26 bis 30 km/h 100 Euro 1 Punkt 1 Monat
31 bis 40 km/h 160 Euro 2 Punkte 1 Monat
41 bis 50 km/h 200 Euro 2 Punkte 1 Monat
51 bis 60 km/h 280 Euro 2 Punkte 2 Monate
61 bis 70 km/h 480 Euro 2 Punkte 3 Monate
über 70 km/h 680 Euro 2 Punkte 3 Monate

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Gut zu wissen

Toleranzabzug innerorts

Da innerhalb geschlossener Ortschaften selten eine zulässige Maximalgeschwindigkeit von über 50 km/h herrscht, kann die folgende Regel bei der Berechnung des Toleranzabzugs angewandt werden: Bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h werden 3 km/h vom gemessenen Wert abgezogen.

Welche Strafe droht bei einem Tempoverstoß in einer Spielstraße?

Innerhalb geschlossener Ortschaften sind Spielstraßen bzw. verkehrsberuhigte Bereiche häufig anzutreffen. Diese sind meist dort eingerichtet, wo sich Kinder auf der Straße aufhalten – also in Wohngegenden oder in der Nähe von Schulen oder Kindergärten.

In Spielstraßen gilt eine maximale Geschwindigkeit von etwa 5 bis 10 km/h (Schrittgeschwindigkeit). Wird dagegen verstoßen, dann droht ein saftiges Bußgeld. Fahren Sie also mit regulären 50 km/h durch einen verkehrsberuhigten Bereich, dann wird Ihnen sehr wahrscheinlich ein einmonatiges Fahrverbot aufgebrummt.

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Diese Strafe droht bei einem Tempoverstoß in einer Spielstraße

Wird die Geschwindigkeit...

  • um bis zu 10 km/h überschritten: 30 Euro
  • um bis zu 20 km/h überschritten: 70 Euro
  • um bis zu 30 km/h überschritten: 100 Euro, 1 Punkt
  • um bis zu 50 km/h überschritten: 200 Euro, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot

Wie kann ich mich gegen einen Bußgeldbescheid wehren?

Es ist immer möglich, dass ein Messgerät fehlerhafte Ergebnisse liefert. Sollten Sie also einen Bußgeldbescheid für eine Geschwindigkeitsübertretung innerorts erhalten haben, dann können Sie sich dagegen wehren. Ganze 14 Tage haben Sie Zeit, um offiziell gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einzulegen. Versenden Sie Ihren Einspruch idealerweise per Einschreiben an die zuständige Bußgeldstelle – so haben Sie im Zweifelsfall einen Beweis dafür, dass Sie Einspruch eingelegt haben.