# Bremsweg – Berechnung, Formeln & Reaktionszeit
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Beitrag geprüft vonRechtsanwalt Philipp Caba**
16.05.2023 | 4 Min. Lesezeit
- Der Bremsweg beschreibt die Strecke vom ersten Betätigen der Bremse bis zum kompletten Stillstand des Autos .
- Um eine Vollbremsung zu erzielen, muss Bremse parallel mit der Kupplung getreten werden.
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Inhalt:
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- Weshalb ist es wichtig, den Brems­weg zu kennen?
- Wie wird der normale Brems­weg berechnet?
- Worin liegt der Unterschied zwischen Brems-, Reaktions- und Anhalte­weg?
- Wie berechnet sich der Reaktions­weg?
- Wie wird der Anhalteweg berechnet?
- Ich möchte direkt Einspruch einlegen ohne kostenlose Ersteinschätzung – geht das?

## Weshalb ist es wichtig, den Brems­weg zu kennen?
Die Bremse ist für jeden Autofahrer ein sehr wichtiges Instrument, um in einer **Gefahrensituation zu reagieren** oder diese gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch nicht immer wird der **Bremsweg** – also die Anzahl an Metern, die ein Fahrzeug benötigt, um zum Stehen zu kommen – richtig eingeschätzt.
Diese Fehleinschätzung geht häufig Hand in Hand mit dem **Missachten des notwendigen [Mindestabstands](/anwalt-verkehrsrecht/abstand-und-abstandsmessung)** zum voranfahrenden Fahrzeug. Fehlender Abstand bzw. ein zu knapp kalkulierter Bremsweg ist deshalb eine der **Hauptursachen für [Unfälle ](/anwalt-verkehrsrecht/verkehrsunfall-versicherung-fahrerflucht-und-richtiges-verhalten)**auf deutschen Straßen.

## Wie wird der normale Brems­weg berechnet?
Der Bremsweg beschreibt die Strecke, die von einem Fahrzeug vom **ersten Betätigen der Bremse bis zum kompletten Stillstand** zurückgelegt wird. Dieser Weg ist natürlich abhängig von verschiedenen Faktoren, wie
- Straßenbelag und dessen Abnutzung
- Fahrzeugmodell
- Zustand der Bremse
- Stärke der Bremsbetätigung.
Fahren Sie also durch eine [geschlossene Ortschaft](/anwalt-verkehrsrecht/geschwindigkeitsueberschreitung-innerorts-zu-schnelles-fahren-innerhalb-geschlossener-ortschaften) mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h und rollt plötzlich ein Ball auf die Straße, dann würden Sie bei direkter Betätigung der Bremse nach etwa 25 Metern stehen.
| **Geschwindigkeit** | **Einfacher Bremsweg** |
| --- | --- |
| 30 km/h | 9 Meter |
| 50 km/h | 25 Meter |
| 70 km/h | 49 Meter |
| 100 km/h | 100 Meter |
| 130 km/h | 169 Meter |
Wir prüfen kostenfrei, ob sich in Ihrem Fall ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid lohnt. Unsere Experten im Verkehrsrecht melden sich unverbindlich und kurzfristig mit einer ehrlichen Ersteinschätzung bei Ihnen. Erst im Anschluss entscheiden Sie, ob Sie gegen Ihren Bußgeldbescheid vorgehen möchten. Bis dahin entstehen Ihnen keinerlei Kosten.
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## Wie verkürzt sich der Bremsweg bei einer Gefahren­bremsung?
Im Falle einer **Gefahrenbremsung** ist sich der Fahrer bei erster Betätigung der Bremse bereits bewusst, dass der Bremsweg eventuell nicht ausreichen könnte, um die Gefahrensituation zu vermeiden. Um die Bremse daher möglichst schnell greifen zu lassen, muss **Bremse parallel mit der Kupplung getreten** werden, sodass eine sogenannte Vollbremsung durchgeführt werden kann.
Im Gegensatz zu einer normale Bremsung ist dieses Bremsmanöver deutlich belastender für die Bremsanlage. Jedoch zeigt diese Art des Bremsens meist seine Wirkung, da sich der **Bremsweg** bei einer Gefahrenbremsung in der Regel **um die Hälfte verkürzt**.

## Worin liegt der Unterschied zwischen Brems-, Reaktions- und Anhalte­weg?
Der **Bremsweg** beginnt, sobald die Bremse vom Fahrer betätigt wurde. Die Strecke des Bremswegs endet, sobald das Auto zum Stillstand gekommen ist.
Der **Reaktionsweg** dagegen umfasst die Dauer, die der menschliche Körper braucht, um zu reagieren. In der Regel dauert es eine Sekunde, bis unser Verstand erkannt hat, dass eine Bremsung notwendig ist und diese Information weitergeben kann. Diese Dauer umfasst also die vergangene Zeit vom Erfassen der Situation bis zum Ausführen der Reaktion.
Der **Anhalteweg** kombiniert den Reaktions- und Bremsweg: vom Realisieren der Situation bis zum Stillstand des Fahrzeugs. Diese Einheit ist ebenfalls wichtig, da es sowohl bei Reaktionsweg, aufgrund von Alkoholkonsum oder einem körperlichen Beeinträchtigung, als auch beim Bremsweg, aufgrund von schlechten Bremsen oder einer nassen Fahrbahn, zu Verzögerungen kommen kann.

## Wie berechnet sich der Reaktions­weg?
Viele Autofahrer sind der Meinung, bei einer aufmerksamen Fahrweise sofort bremsen zu können, sobald eine Gefahrensituation eintritt. Das mag auch der Fall sein, jedoch vergehen selbst bei sehr reaktionsschnellen Fahrern **einige Meter, bis die Bremse tatsächlich betätigt** wird. Hierbei spricht man vom sogenannten **Reaktionsweg**.
Bei der Berechnung des Bremswegs wird die Zeit – die benötigt wird, um überhaupt zu reagieren – nicht mit einkalkuliert. Doch auch hier ist eine **grobe Berechnung** möglich.
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Bei einem Fahrtempo von 50 km/h dauert es also etwa 15 Meter bis zum Betätigen der Bremse, wenn Sie innerhalb einer Sekunde die Situationsänderung realisiert haben. Bei einer **verzögerten Reaktion**, beispielsweise aufgrund von[ Alkoholkonsum](/anwalt-verkehrsrecht/promillegrenze-so-teuer-ist-trunkenheit-am-steuer), gehen kostbare Meter verloren. Es kann mindestens doppelt so lange dauern, bis die Bremse betätigt wird.

## Wie wird der Anhalteweg berechnet?
Der Anhalteweg beschreibt, wieviele Meter ein Auto nach **Realisierung einer Gefahr** noch zurücklegt, bis es **zum absoluten Stillstand** kommt: Ab dem Moment, in dem das Auge einen Grund zum Bremsen erkennt und an das Gehirn übermittelt, bis das Fahrzeug tatsächlich steht.
Da in diese Berechnung sowohl die Reaktionszeit, die der Körper zum Reagieren benötigt, als auch der Bremsweg mit einfließen, **berechnet sich der Anhalteweg folgendermaßen**:

## Ich möchte direkt Einspruch einlegen ohne kostenlose Ersteinschätzung – geht das?
Wenn Sie die kostenlose Ersteinschätzung überspringen möchten, weil Sie sofort loslegen wollen, dann können Sie uns auch **direkt beauftragen**. Das geht ganz bequem und einfach über unser Online-Formular. Sollten wir nach der Prüfung Ihres Falles Chancen für das Verfahren gegenüber der Behörde erkennen, werden wir für Sie fristgerecht den Einspruch einlegen, Ihre Akte beantragen, diese juristisch prüfen und gegen den Bußgeldbescheid weiter vorgehen. Das Ziel ist es, Sie gegen den Ordnungswidrigkeitenvorwurf zu verteidigen und das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen.
Sollten wir nach der Prüfung zu dem Ergebnis kommen, dass ein Vorgehen in Ihrem Fall nicht sinnvoll wäre, teilen wir Ihnen dies mit und Ihnen entstehen keine Kosten.
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Rechtsanwalt Philipp Caba**
Philipp Caba ist ein erfahrener Rechtsanwalt mit Schwerpunkt auf Zivil-, Bank- und Versicherungsrecht. Er studierte in Deutschland und Schweden und ist Geschäftsführer der Gansel Rechtsanwälte Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.
* Angestellte Anwälte, ** Geschäftsführer, *** Freischaffende Rechtsanwälte
