Nichtabnahmeentschädigung

Wird ein vereinbartes Immobiliendarlehen vom Darlehensnehmer nicht in Anspruch genommen, so verlangt das Kreditinstitut dafür meist eine Nichtabnahmeentschädigung. Diese Entschädigung wird durch die Banken und Sparkassen häufig zu hoch berechnet und nicht selten zu Unrecht gefordert. Doch man muss sich nicht mit einem überteuerten Darlehen abfinden? Konsultieren Sie uns. Wir konnten schon vielen Mandanten helfen, die Nichtannahmeentschädigung abzuwehren oder erheblich zu reduzieren.

Überprüfung der Nichtabnahmeentschädigung

Mit seiner Unterschrift unter dem Darlehensvertrag verpflichtet sich der Bankkunde zur Abnahme des Darlehens. Nimmt der Darlehensnehmer das Darlehen später nicht ab, so kann die Bank Schadensersatzansprüche in Höhe des entgangenen Zinsgewinns geltend machen. Eine rechtliche Überprüfung ist hier in jedem Fall sinnvoll.

Forward-Darlehen ohne Nichtabnahmeentschädigung ablehnen

Eine falsche Widerrufsbelehrung im Darlehensvertrag ermöglicht durch einen Widerruf des Darlehens die Zahlung der Nichtabnahmeentschädigung zu verhindern, wenn es nicht abgenommen werden soll. Und das Jahre nach Abschluss des Forward-Darlehens. Dies kann vor allem bei dem aktuell niedrigen Zinssatz sehr interessant sein.

Nichtabnahmeentschädigung reduzieren

Eine Bank kann zwischen zwei Berechnungsmethoden wählen: Der Aktiv-Aktiv-Methode und der Aktiv-Passiv-Methode. Derzeit machen die meisten Banken von der Aktiv-Passiv-Methode Gebrauch. 

1. Die Aktiv-Aktiv-Methode legt der Berechnung eine hypothetische Darlehensneuausreichung zugrunde. Nach dieser Methode kann die Bank als entgangenen Gewinn gem. § 252 BGB den Nettozinsgewinn fordern (sog. Zinsmargenschaden). Das ist die Differenz zwischen dem ursprünglich vereinbarten Zins für das nicht abgenommene oder vorzeitig zurückbezahlte Darlehen und den aktuellen Zinssätzen für entsprechend hypothetisch ausgereichte festverzinsliche Neudarlehen.  

2. Der sog. Aktiv-Passiv-Methode liegt der Gedanke der Wiederanlage der vorzeitig zurückgezahlten oder nicht abgenommenen Darlehensmittel am Kapitalmarkt zugrunde. Die Bank kann ihren Schaden auf der Grundlage einer fiktiven Wiederanlage berechnen. Es wird die Differenz zwischen den Zinsen, die der Darlehensnehmer bei Abnahme und vereinbarungsgemäßer Durchführung des Darlehens tatsächlich gezahlt hätte, und der Rendite, die sich aus einer laufzeitkongruenten Wiederanlage der frei gewordenen Beträge in sicheren Kapitalmarkttiteln ergibt, ermittelt.

In jedem Fall ist die Bank verpflichtet, alle für die Berechnung maßgebenden Faktoren offenzulegen. Dem Bankkunden soll so eine Überprüfung möglich sein. Betroffene sollten die Forderung ihrer Bank oder Sparkasse überprüfen lassen, weil es immer wieder zu „Falschberechnungen“ kommt. Oft führt die Korrektur zu einer Reduzierung der Nichtabnahmeentschädigung.  

 

 

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