Forward-Darlehen kündigen: Erfolgreich mit dem Widerrufsjoker

Viele Kreditnehmer müssen für ihr Darlehen nach einer bestimmten Zeit eine Anschlussfinanzierung finden. Oftmals kam dabei ein Forward-Darlehen ins Spiel, bei dem ein Zinssatz festgelegt wurde, der erst in der Zukunft zum Tragen kommt. Doch nicht immer geht diese Wette auf. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Hilfe des Widerrufsjokers ihr Forward-Darlehen kündigen können, Strafzahlungen vermeiden oder verringern und erfolgreich umschulden können.

Was ist ein Forward-Darlehen?

Eigentlich schien es eine clevere Idee zu sein: Mit einem speziellen Darlehen wollte sich Familie Müller einen niedrigen Zinssatz für die Anschlussfinanzierung ihres Eigenheims sichern. Drei Jahre vor Ablauf ihres Darlehens bei ihrer Hausbank schlossen die Müllers bei einer anderen Bank ein sogenanntes Forward-Darlehen über den Restbetrag ab. Doch kurz vor Ablauf der drei Jahre stellen Müllers fest, dass der im Forward-Darlehen festgeschriebene Zinssatz weit höher ist als der mittlerweile marktübliche Zinssatz.

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So funktioniert ein Forward-Darlehen

Mit einem Forward-Darlehen sichert man sich vermeintlich günstige Zinsen. Der Vorteil: Man lässt sich einen bestimmten Zinssatz festschreiben, der aller Wahrscheinlichkeit nach niedriger ist, als es der Zinssatz in der nahen Zukunft sein wird. Man schließt im Prinzip eine Wette auf steigende Zinsen ab. Im Fall der Müllers ist nun das Gegenteil eingetreten, denn die Zinsen sind gefallen. Das von den Müllers abgeschlossene Forward-Darlehen bietet nun einen sehr unattraktiven Zinssatz, der sogar höher liegt als der durchschnittliche Zinssatz eines herkömmlichen Immobilienkredites. Das Forward-Darlehen wäre also teurer als ein normales Immobilien-Darlehen. So geht es momentan hunderttausenden Eigenheimbesitzern, die sich mit einem Forward-Darlehen „absichern“ wollten.

Forward-Darlehen kündigen: Fehler im Vertrag machen es möglich

Familie Müller ist erstmal platt. Hatte ihnen der Berater doch das Forward-Darlehen als eine gute Option für ihre Anschlussfinanzierung empfohlen. Nun stellt sich heraus, dass sie eine Nichtabnahmeentschädigung zahlen müssten, sollten sie das Forward-Darlehen nicht in Anspruch nehmen. Ähnlich einer Vorfälligkeitsentschädigung kann die Bank eine Nichtabnahmeentschädigung von ihren Kunden fordern. Aber diese „Strafzahlung“ für den nicht ausgezahlten Kredit kann man mit Hilfe des Widerrufsjokers vermeiden. Bei vielen Darlehensverträgen sind die Widerrufsinformationen fehlerhaft. Ist dies der Fall, so hat die Widerrufsfrist nie zu laufen begonnen. Die Müllers können den Vertrag also noch immer widerrufen. Wir kennen diese Fehler und finden Sie für Sie in Ihrem Darlehensvertrag. Ein erfolgreicher Widerruf des Forward-Darlehens hat zur Folge, dass die Bank keinen Anspruch auf Zahlung einer Nichtabnahmeentschädigung hat. Lassen Sie sich von uns in einer kostenfreien Ersteinschätzung beraten.

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Schon abgenommenes Forward-Darlehen kündigen: Nutzen Sie den Widerrufsjoker

Auch im Fall eines schon abgenommenen Forward-Darlehens hat man mit dem Widerrufsjoker die Möglichkeit aus einem Forward-Darlehen auszusteigen. Prüfen Sie mit einem spezialisierten Anwalt, ob die Widerrufsinformation in Ihrem Darlehensvertag fehlerhaft ist. Sollte dies der Fall sein, so hat die Widerrufsfrist nicht zu laufen begonnen, Sie können den Vertrag noch immer widerrufen und somit loswerden. Dasselbe gilt für den Fall, dass Ihr Darlehensvertrag nicht alle erforderlichen sonstigen Pflichtangaben enthält. Auch eine Strafzahlung in Form einer Vorfälligkeitsentschädigung können Sie so mindern oder gar ganz verhindern.

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Teure Nichtabnahmeentschädigung: So viel Geld können Sie mit einem Widerruf sparen

Bei dem vorliegenden Beispiel zeigen wir Ihnen, wie hoch die Summe einer Nichtabnahmeentschädigung sein kann. Sie können durch den Widerruf Ihres Forward-Darlehens sehr viel Geld sparen. Neben der ersparten Nichtabnahmeentschädigung profitiert der Darlehensnehmer durch den Widerruf von einem erheblichen Zinsvorteil. Denn anstatt das hoch verzinste Forward-Darlehen abzunehmen, kann der Kunde zur Fortführung seiner Immobilienfinanzierung ein Darlehen zu einem deutlich günstigeren Zinssatz abschließen.

Forward-Darlehen kündigen
Mit einem Widerruf lässt sich eine Nichtabnahmeentschädigung vermeiden oder reduzieren.

Forward-Darlehen kündigen ohne Zahlung einer Nichtabnahmeentschädigung

Für Immobiliendarlehensverträge, die nach November 2002 geschlossen worden sind, steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht zu. Darüber müssen Banken und Sparkassen ihre Kunden in Form einer verständlichen Widerrufsbelehrung bzw. Widerrufsinformation unterrichten. Bei Darlehensverträgen, die nach Juni 2010 geschlossen worden sind, hängt der Beginn des Fristlaufs zusätzlich von der Erteilung aller „sonstigen“ Pflichtangaben ab. In den Ausführungen zum Widerrufsrecht finden sich in vielen Darlehensverträgen Fehler oder falsche Angaben. Oftmals sind auch die „sonstigen“ Pflichtangaben unvollständig. Dieser Umstand führt dazu, dass die betroffenen Darlehensverträge noch immer widerrufen werden können, da die Widerrufsfrist nicht zu laufen begonnen hat. In der Folge haben hunderttausende Bankkunden in den letzten Jahren ihre Darlehensverträge mit dem Widerrufsjoker widerrufen und zu einem heute günstigeren Zinssatz umgeschuldet. So haben sich Bankkunden tausende Euro gespart. Auch eine schon gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung kann man mit Hilfe des Widerrufsjokers zurückfordern.

Sie wollen Ihr Forward-Darlehen kündigen ohne die Zahlung einer teueren Nichtabnahmeentschädigung?

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Verträge von 2010 an sind betroffen

Forward-Darlehens-Verträge ab Juni 2010 sind aufgrund von unzureichenden Widerrufsinformationen oder mangelnden Pflichtangaben weiterhin widerrufbar. Mit der rechtlichen Grundlage des Widerrufs können sowohl noch nicht abgenommene als auch bereits angetretene Forward-Darlehen widerrufen werden. Zurzeit gilt das „ewige Widerrufsrecht“ für Verträge mit Abschluss zwischen dem 11. Juni 2010 und 20. März 2016. Für Verträge, die ab 21. März 2016 geschlossen wurden, besteht eine Widerrufsfrist von 1 Jahr und 14 Tagen nach Vertragsschluss. Mit dem sogenannten Widerrufsjoker können Sie also eine drohende Strafzahlung vermeiden – und das sogar im Nachhinein, wenn Sie bereits eine Nichtabnahmeentschädigung an ihre Bank zahlen mussten. So können Sie mehrere Tausend Euro sparen, wenn Sie Ihr Forward-Darlehen nicht abgenommen und zu den aktuellen Niedrigzinsen einen neuen Vertrag schließen oder Ihr laufendes Darlehen widerrufen. Lassen Sie sich von uns kostenfrei beraten, wenn Sie ein vereinbartes Forward-Darlehen kündigen wollen, weil die vereinbarten Zinsen höher sind als das momentane Zinsniveau. Wir helfen beim Widerruf.

Hier sehen Sie, welche Daten und Fristen wichtig sind:

Vertragsschluss Widerrufsrecht
02.11.2002 - 10.06.2010 endete am 21.06.2016 um 24:00 Uhr
11.06.2010 - 20.03.2016 weiterhin gilt das „ewige Widerrufsrecht“; kein Fristablauf
ab 21.03.2016 erlischt 1 Jahr u. 14 Tage nach Vertragsschluss (§ 356b Abs. 2 S. 4 BGB n.F.)

Wir prüfe auch „Alt-Verträge“ vor 2010

Sollten Sie Ihr Forward-Darlehen (zwischen dem 2. November 2002 und 10. Juni 2010) bereits vor dem 22. Juni 2016 widerrufen, aber keine zufriedenstellenden Resultate erhalten haben, stehen wir Ihnen auch in diesem Fall zur kostenfreien Ersteinschätzung zur Verfügung.

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Die wichtigsten Fehler bei Forward-Darlehen

Gerade bei den Widerrufsinformationen, die gesetzlich vorgeschrieben sind, finden sich häufig Fehler. Diese machen es möglich, den Vertrag zu widerrufen, oder umgangssprachlich gesehen: aus dem Vertrag auszusteigen. Wir haben eine Liste mit typischen Fehlern zusammengestellt:

Folgende Fehler in den Verträgen sind typisch:

  • Weitere Pflichtangaben wurden nicht vollständig angegeben
  • Vertragsunterlagen enthalten mehrere, unterschiedliche Informationen zum Widerrufsrecht
  • Notwendige Angaben für den Fristbeginn fehlen
  • Fehlender oder einseitiger Hinweis auf Widerrufsfolgen
  • Fehlerhafter oder unzutreffender Hinweis auf ein verbundenes Geschäft
  • Überflüssige Hinweise oder Formulierungen
  • Ergänzende Fußnoten, die Unklarheit schaffen
  • Keine Anpassung der Belehrung auf den Einzelfall

Tipp: Die häufigsten Fehler in Widerrufsinformationen finden Sie hier: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung: Die typischen Fehler ab 2010 mit besten Widerrufschancen

Nichtabnahmeentschädigung verhindern oder mindern

Die Strafzahlung einer Nichtabnahmeentschädigung verlangt die Bank immer dann, wenn Sie ein vereinbartes Forward-Darlehen nicht nutzen, also nicht abnehmen wollen. Durch Fehler in den gesetzlich vorgeschriebenen Belehrungen oder Informationen zum Widerrufsrecht können Sie die Zahlung dieser Strafe verhindern oder zumindest verringern.

Ein sehr hoher Anteil der Verträge beinhaltet Fehler: Die Darlehensgeber - das können Banken, Sparkassen und Pensionskassen oder Versicherer sein - haben in vielen Fällen ihre Kunden, den Darlehensnehmer, falsch über diverse Pflichtangaben unterrichtet. Auch die Informationen zum Widerrufsrecht sind in einer Vielzahl von Verträgen fehlerhaft. Das bedeutet für den Kunden, dass die betroffenen Immobiliendarlehensverträge widerrufen und rückabgewickelt werden können.

Mandantenmeinung

Zuerst habe ich mein Forward-Darlehen selbst widerrufen. Das wurde von meinem Kreditinstitut abschlägig zurückgewiesen. Daher habe ich mich dann um einen Rechtsanwalt bemüht. Gansel Rechtsanwälte wurde mir von der Verbraucherzentrale Hamburg als spezialisierter Anwalt empfohlen. Es kam im Verlauf zu einer schnellen Einigung in Form eines Vergleichs, wodurch in viel Geld sparen konnte. Das ist zu meiner vollen Zufriedenheit geregelt worden und hat meinen Erwartungen entsprochen.

Forward-Darlehen kündigen und zinsgünstig umschulden

In der momentanen Phase von niedrigen Zinsen erweisen sich viele Forward-Darlehen als eine zu teure Variante der Anschlussfinanzierung. Nutzen Sie die Möglichkeit und lassen Sie prüfen, ob auch ihr Forward-Darlehen fehlerhafte Formulierungen aufweist und Sie auf einen anderen Kredit umschulden können.

Beispiel aus der Praxis

Umschuldung ohne Nichtabnahmeentschädigung: 41.600 Euro gespart

Nach zehn Jahren Zinsbindung möchte ein Darlehensnehmer sich für die Restschuld in Höhe von 245.000 Euro eine Anschlussfinanzierung in Form eines Forward-Darlehens sichern. Hierfür hatte der Darlehensnehmer im Jahr 2013 ein Forward-Darlehen mit folgenden Konditionen ausgehandelt: Der Sollzinssatz betrug 3,2 %, zusammengesetzt aus 2,7% Zinsen und 0,5% Forward-Aufschlag. Der Tilgungssatz sollte bei 1,55% liegen. Als monatliche Rate für Tilgung und Zinsen vereinbarte der Darlehensnehmer 960 Euro. Das Forward-Darlehen sollte zum 01.02.2017 durch den Darlehensnehmer abgenommen werden. Doch mittlerweile lag der marktübliche Sollzinssatz bei nur noch 1,34% und damit deutlich niedriger als bei dem vereinbarten Forward-Darlehen. Daher wollte der Darlehensnehmer das Darlehen nicht abnehmen, die Bank forderte daraufhin eine Strafzahlung, die sogenannte Nichtabnahmeentschädigung. Doch die Fehler in der Widerrufsinformation bewegten die Bank dazu, dem Darlehensnehmer eine Anschlussfinanzierung zu den aktuell niedrigeren Zinsen mit einer Zinsbindung von 10 Jahren anzubieten. So sparte der Darlehensnehmer 41.600 Euro.

Umschuldung Ihres Darlehens: Zur kostenfreien Beratung

Tipp zur Umschuldung

Bei unserem Beispiel „Umschuldung ohne Nichtabnahmeentschädigung“ kommt ein weiterer günstiger Umstand zum Tragen: Anders als beim Ausstieg aus einer laufenden Finanzierung besteht bei der Ablösung eines noch nicht ausgezahlten Forward-Darlehens in der Regel keinerlei Zeitdruck bei der Suche nach einer Anschlussfinanzierung. Falls die Darlehensgeberin den Widerruf des Forward-Darlehens akzeptiert, kann Familie Muster somit ganz in Ruhe mehrere Finanzierungsangebote miteinander vergleichen oder sich ein Angebot zur Fortführung des noch laufenden Darlehens bei ihrem aktuellen Kreditinstitut einholen. Sind sie sich unsicher? Dann nutzen Sie unser Angebot der kostenfreien Erstberatung!

Forward-Darlehen kündigen und Strafzahlung verhindern

Unser Leben befindet sich stärker im Wandel, Lebenspläne und -entwürfe ändern sich, wir sind mobiler geworden. So kommt es auch häufiger vor, dass eine Immobilie verkauft werden muss, weil der Lebensmittelpunkt an einem anderen Ort liegen wird. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Strafzahlung wie die Nichtabnahmeentschädigung verhindern oder zumindest mindern können.

Beispiel aus der Praxis

Nichtabnahmeentschädigung verhindert: Ersparnis von 20.000 Euro

Für die Anschlussfinanzierung ihrer Immobilie hatte eine Familie 5 Jahre vor Ablauf der Zinsbindung ein Forward-Darlehen abgeschlossen. Die restlichen 98.300 Euro sollten vom Jahr 2021 an zu einem Zinssatz von 2,15 % abbezahlt werden. Die Pläne der Familie änderten sich jedoch, die Immobile wurde verkauft, das vereinbarte Forward-Darlehen wurde daher nicht mehr benötigt. Die Bank bestand jedoch auf einer Nichtabnahmeentschädigung in Höhe von 20.000 Euro. Eine Prüfung des Vertrages auf Fehler in der Widerrufsinformation zeigte, dass die Belehrung nicht korrekt war. Die Fehler waren sogar so gravierend, dass die Bank am Ende keine andere Wahl hatte als die Familie ohne Strafzahlung ziehen zu lassen. Ersparnis: 20.000 Euro.

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Sie wollen eine Rückzahlung ihrer Nichtabnahmeentschädigung erreichen?

Sie haben ihre Nichtabnahmeentschädigung bereits gezahlt und dementsprechend ihr Geld schon gedanklich abgeschrieben? Lassen Sie uns doch in Ihre Unterlagen schauen, vielleicht lohnt es sich für Sie.

Nutzen Sie unsere kostenfreie Prüfung. Falls sie Ihren Vertrag nach dem 10. Juni 2010 unterschrieben haben und wir in Ihrem Vertrag einen Fehler oder eine fehlerhafte Formulierung finden, dann können Sie den Vertrag noch immer widerrufen und die schon geleistete Nichtabnahmeentschädigung zurückfordern. Sollte sich herausstellen, dass Ihr Darlehensgeber Sie nicht ordnungsgemäß über die gesetzlichen Pflichtangaben aufgeklärt hat, dann hat ihr Darlehensgeber auch keinen Anspruch auf eine Nichtabnahmeentschädigung. Nutzen Sie Ihre Chance auf Rückzahlung der Nichtabnahmeentschädigung.

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Von Experten Empfohlen

Finanztip, das gemeinnützige Online-Verbrauchermagazin, und Finanztest von der Stiftung Warentest empfehlen beim Widerruf von Immobiliendarlehen ausdrücklich Gansel Rechtsanwälte als spezialisierte Kanzlei.

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