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VW-Rückruf: Alle Rückrufaktionen im Überblick

Nachdem sich VW 2015 zu den Manipulationen im Dieselskandal bekannt hatte und diese ans Licht der Öffentlichkeit geraten sind, wurden schnell Rufe nach Nachbesserungen an den betroffenen Fahrzeugen laut. Der VW-Konzern entwickelte Software-Updates, mit welchen die illegale Abschalteinrichtung aus der Motorsteuerungssoftware der VW-Fahrzeuge gelöscht wird. Das Auto fährt nach dem Werkstattbesuch also dauerhaft im "sauberen" Modus. Doch von VW laufen aktuell verschiedene Rückrufaktionen, die jeweils mit anderen Motortypen zusammenhängen – weshalb es gar nicht so einfach ist, hier den Überblick zu behalten.

So erfahren VW-Kunden von einer Rückrufaktion

Ist Ihr Fahrzeug von einem der folgenden Rückrufaktionen betroffen, dann werden Sie rechtzeitig darüber informiert. Sie erhalten entweder Post vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) oder einer anderen europäischen Zulassungsbehörde – abhängig davon, wo Ihr Fahrzeug gemeldet ist. In diesem Schreiben findet sich der Grund des Rückrufs, welche Maßnahmen an Ihrem Fahrzeug durchgeführt werden müssen und bis wann Sie eine entsprechende Werkstatt aufgesucht haben müssen.

Zusätzlich werden alle aktuellen Rückrufaktionen auf der Internetseite des Kraftfahrt-Bundesamtes veröffentlicht, sobald die Maßnahmen zur Nachbesserung geprüft und zugelassen wurden. In der sogenannten "Rückrufdatenbank" finden sich alle aktuellen VW-Rückrufaktionen und die verfügbaren Informationen dazu.

Das wird an den betroffenen Fahrzeugen nachgebessert

Von den Fahrzeugherstellern wird nun gefordert, die Manipulationen an den Dieselmotoren zu beseitigen. Alle Autofirmen entschieden sich dafür, mit Software-Updates zu arbeiten, die die illegale Abschalteinrichtung aus der Motorsteuerungssoftware löschen soll. Dafür muss das betroffene Fahrzeug in eine VW-Werkstatt gefahren werden, damit die neue Software-Version aufgespielt werden kann. Diese Nachbesserung hat zur Folge, dass die illegale Software-Komponente verschwindet und das Fahrzeug dauerhaft im "sauberen" Modus fährt. Jedoch beklagen vermehrt VW-Kunden, die dem Aufruf zum Rückruf bereits nachgekommen sind, über einen höheren AdBlue-Verbrauch und Verschleiß bestimmter Motorkomponenten.

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Diese Rückrufaktionen von VW laufen aktuell

Verschiedene Fahrzeugmodelle wurden bereits von VW zurückgerufen. Jede Rückrufaktion, die vom KBA geprüft und genehmigt wurde, erhält eine unternehmenseigene Bezeichnung. Obwohl alle im Rahmen des Dieselskandals zurückgerufenen Fahrzeuge auf eine ähnliche Art und Weise manipuliert wurden, laufen dennoch verschiedene Rückrufaktionen. Alle Fahrzeuge, die den gleichen oder ähnlichen Motor verbaut haben, werden gesammelt zurückgerufen. Denn nicht nur der Skandalmotor "EA189" war von Manipulationen betroffen. Auch VW-Fahrzeuge mit anderen Motortypen müssen nun mit Software-Updates versorgt werden.

Im Fall von VW sind die folgenden Motorausstattungen betroffen:

  • 1,2 Liter Hubraum
  • 1,6 Liter Hubraum
  • 2,0 Liter Hubraum
  • 3,0 Liter Hubraum

Rückruf des Motortyps "EA189"

Bei dem Rückruf mit dem Namen "23R7" dreht sich alles um den Skandalmotor "EA189", der nicht nur in VW-Fahrzeugen zu finden ist, sondern auch an die Tochterfirmen Audi, Skoda und SEAT weitergegeben wurde. Der Motortyp "EA189" wurde im VW-Konzern nur bis zum Jahr 2015 verwendet, weshalb hauptsächlich Fahrzeuge mit Abgasnorm Euro 5 betroffen sind.

Im Rahmen der Rückrufaktion "23R7" wurden 2,5 Millionen VW-Kunden von den zuständigen Zulassungsbehörden angeschrieben und aufgefordert, mit ihrem Fahrzeug eine Werkstatt aufsuchen. Bei allen betroffenen Fahrzeugen wird das Software-Update aufgespielt, das die illegalen Software-Komponente entfernen soll.

Zusätzlich wird an Modellen mit einem 1,6 Liter Hubraum noch eine weitere Maßnahme zur Nachbesserungen durchgeführt: Der Einbau eines sogenannten Strömungstransformators soll die Abgasreinigung optimieren. VW teilt mir, dass bereits 99 % aller betroffenen VW-Fahrzeuge umgerüstet wurden.

Modell Baujahr
Amarok 2009 bis 2012
Beetle II 2008 bis 2016
Caddy 2008 bis 2016
EOS 2008 bis 2016
Golf VI 2009 bis 2016
Golf Plus 2009 bis 2016
Jetta V 2008 bis 2016
Jetta VI 2008 bis 2016
Passat 2007 bis 2017
Passat CC 2009 bis 2012
Polo 1.2 TDI 2008 bis 2016
Polo 1.6 TDI 2008 bis 2016
Scirocco III 2007 bis 2017
Sharan 2007 bis 2017
Tiguan 2010 bis 2016
Touran 2007 bis 2017
VW Rückruf: VW Amarok
Beispiel-Rückruf Amarok – Insgesamt gibt es 28 KBA-Rückrufe zu diesem Code.

Rückruf des Motortyps "EA288"

Die Rückrufaktion "23Z7" beschäftigt sich mit dem Nachfolger des Motortyps "EA189". Dieser wurde nur bis 2015 im VW-Konzern verwendet und anschließend vom Motor "EA288" abgelöst. Da es sich hierbei um einen relativ aktuellen Motor handelt, wurde dieser hauptsächlich in Fahrzeugen mit Abgasnorm Euro 6 verbaut.

Auch hier konnte VW eine illegale Abschalteinrichtung nachgewiesen werden. Jedoch wurde bisher nur der VW-Bus T6 offiziell zurückgerufen. VW musste die Auslieferung aller weiteren Busse im Dezember 2017 stoppen und ruft nun alle T6-Busse mit einem 2,0 Liter-Motor zurück, die zwischen 2014 bis 2017 gebaut wurden.

Modell
Baujahr
T6 2.0 TDI 2014 bis 2017
VW Rückruf: VW T6

Rückruf des Motortyps "EA897"

Doch auch höher motorisierte Fahrzeuge bleiben von den Manipulationen der Autobranche nicht verschont. Die Rückrufaktion "23Y3" trifft Besitzer eines Touaregs mit einem 3,0 Liter-TDI-Motor. Ebenfalls ist hier der Cayenne aus dem Hause Porsche betroffen, da innerhalb des VW-Konzerns der 3,0 Liter-Motor "EA897" mehrfach verwendet wurde.

Auch diese Fahrzeuge stoßen im Realbetrieb deutlich höhere Abgasmengen aus, als ursprünglich auf dem Prüfstand festgehalten wurde. Mithilfe eines Software-Updates soll die illegale Abschalteinrichtung aus der Motorsteuerungssoftware entfernt werden. VW berichtet, dass bereits 93 % der betroffenen Fahrzeuge ein Software-Update erhalten haben.

Modell
Baujahr
VW Touareg 3.0 TDI 2014 bis 2017
VW Rückruf: VW Touareg

So können Sie sich gegen die Rückrufe wehren

Alle Rückrufaktionen, die vom KBA angeordnet wurde, sind verpflichtend – Sie müssen dem Aufruf also nachkommen und die Software-Updates aufspielen lassen. Jedoch haben Sie verschiedene andere Möglichkeit, um sich gegen die Machenschaften der Automobilindustrie zur Wehr zu setzen. Wenn Sie jetzt handeln und Ihre Chancen prüfen lassen, müssen Sie nicht tatenlos dabei zuschauen, wie Ihr Dieselfahrzeug weiter an Wert verliert. Sie sollten sich Gedanken darüber machen, ob Sie Ihr Fahrzeug behalten, gegen ein neues nicht vom Dieselskandal betroffene Auto ersetzen oder zurückgeben möchten.

  • Kaufpreis zurückfordern oder vergleichbares Neufahrzeug verlangen

Sie haben die Möglichkeit, von Volkswagen den Kaufpreis zurückzuverlangen und dafür das Fahrzeug zurückzugeben. Auch ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug kann alternativ zum Kaufpreis gefordert werden.

  • Schadensersatz fordern

Möchten Sie Ihr Auto nicht hergeben, aber dennoch für Ihren Schaden entschädigt werden? Dann können Sie den Hersteller Ihres Fahrzeugs auf Schadensersatz verklagen. Basierend auf unseren Erfahrungen bei ähnlichen Klagen können Sie eine Schadensersatzsumme von bis 10.000 Euro erwarten.

  • Kredit- oder Leasingvertrag widerrufen

Wir prüfen zusätzlich die Möglichkeit, Ihren Kredit- oder Leasingvertrag rückabzuwickeln. Enthält Ihr Autokreditvertrag fehlerhafte oder unzureichende Widerrufsinformationen, können wir für Sie den Widerrufsjoker ziehen. Im Erfolgsfall erhalten Sie Ihre bisher gezahlten Raten und Ihre Anzahlung zurück. Im Gegenzug können Sie Ihren manipulierten Diesel bequem an die Bank zurückgeben.

Ansprüche durchsetzen ohne Kostenrisiko

Sie brauchen sich bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche keine Sorgen vor großen Kostenrisiken machen, die eventuell auf Sie zukommen könnten. Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung, kümmern wir uns kostenfrei darum, eine Deckungszusage zu erhalten. In diesem Fall zahlen Sie nur die mit Ihrer Versicherung vereinbarte Selbstbeteiligung.

Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

Egal für welche Option Sie sich entscheiden, um Ihre Ansprüche geltend zu machen, wir liefern Ihnen gerne unsere kostenfreie Ersteinschätzung zu Ihrem persönlichen Fall. Wir teilen Ihnen mit, welche Option für Sie am sinnvollsten ist und welche Chancen Sie im Kampf gegen Volkswagen haben. Nutzen Sie dafür unseren kostenfreien Online-Check und erhalten Sie werktags innerhalb von 24 Stunden unsere Handlungsempfehlung.

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