SEAT Abgasskandal – Betroffene Modelle & Ansprüche Geschädigter

Der Volkswagen Konzern hat jahrelang Abgaswerte manipuliert und mangelhafte, umweltschädliche Dieselfahrzeuge als Effizienzwunder mit umweltfreundlichem Image ausgegeben – so auch bei der spanischen VW-Tochter SEAT. Inzwischen sind die Erfolgschancen, um Ansprüche als SEAT-Fahrer geltend zu machen, besser denn je. Wir beraten Sie hier über neueste Entwicklungen zu den Soft- und Hardwareupdates, was das Thermofenster für Sie bedeutet, und wie Sie als Betroffener ohne Kostenrisiko gegen SEAT vorgehen können.

SEATs Rolle im Dieselskandal

Seit 2015 ist bekannt, dass einige Fahrzeughersteller, wie Volkswagen, BMW oder Mercedes, betrogen haben und mittels gefälschter Abgaswerte dafür gesorgt hat, dass ihre Dieselfahrzeuge Stickstoffgrenzwerte nur auf dem Prüfstand und nicht im regulären Straßenverkehr einhalten.

Betroffen von der illegalen Software – also einer Abschalteinrichtung, welche für die gefälschten Abgaswerte sorgt – ist vor allem der Motor EA189, der in Deutschland in Autos des Volkswagen-Konzerns der Baujahre 2009 bis 2014 eingebaut wurde. Damit sind auch Fahrzeuge von SEAT als Konzerntochter von VW betroffen. Laut Angaben des Konzerns sind das weltweit ca. 700.000 SEAT-Fahrzeuge, die aufgrund von manipulierter Software die Abgasgrenzwerte im Feld nicht einhalten.

Welche SEAT-Modelle sind vom Abgasskandal betroffen?

Zwischen Mai 2016 und Juli 2017 gab es 16 Rückrufe von SEAT-Fahrzeugen der zwischen 2009 und 2015 gebauten Modelle Alhambra, Altea, Exeo, Ibiza, Leon und Toledo. Neben der Abgassoftware, die den Ausstoß von Stickoxiden manipuliert, sind wohl auch beim Kohlenstoffdioxidausstoß falsche Angaben gemacht worden, wie der VW-Konzern im November 2015 publik machte. Davon waren ebenfalls SEAT-Fahrzeuge der Reihen Leon und Ibiza betroffen.

Wenn Sie einen SEAT fahren, können Sie jetzt in unserem kostenfreien Online-Check prüfen, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist. Im Anschluss bieten wir Ihnen eine kostenfreie Ersteinschätzung Ihres Falls und die Möglichkeit, gegen SEAT vorzugehen, falls Sie sich dafür entscheiden.

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Was Sie als Geschädigter jetzt tun sollten

SEAT bietet seinen Kunden zunächst als technische Lösung ein kostenfreies Software-Update für alle Fahrzeuge an, in denen ein EA189 Motor verbaut wurde. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat das Software-Update für alle betroffenen Wagen verbindlich angeordnet. Wir raten Ihnen allerdings davon ab, das Update installieren zu lassen, da die langfristigen Folgen noch nicht abzuschätzen sind.

Darüber hinaus sorgt das Update nicht dafür, dass das Auto danach mangelfrei oder sauber ist. Viele Verbraucher, die das Update bereits installieren ließen, berichten, dass dadurch unterschiedliche Probleme wie erhöhter Spritverbrauch und Leistungseinbrüche auftreten. Es besteht also die Gefahr, dass dieses Update Ihr Auto teilweise kaputt macht. 

Wenn Sie das Update noch nicht haben aufspielen lassen, wird sich das KBA vermutlich bald bei Ihnen melden und Sie zum Update auffordern. Anderenfalls droht Ihnen die Stilllegung des Fahrzeugs. In diesem Fall wenden Sie sich umgehend an uns. Auch, wenn Sie das Update bereits haben, mindert das nicht Ihre Chancen gegen SEAT und den Volkswagen Konzern.

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Das Thermofenster – eine weitere illegale Abschalteinrichtung?

Neben den beschriebenen Problemen mit dem Softwareupdate sind kürzlich neue Vorwürfe über eine zweite Abschalteinrichtung aufgetaucht: das sogenannte "Thermofenster". Hierbei handelt es sich um eine Technik zum Schutz des Motors, welche die Abgasreinigung anhand der Außentemperatur reguliert. Sprich, die Abgasreinigung erfolgt nur bei Temperaturen zwischen 10 °C bis 32 °C und wird darüber hinaus ab einer Höhe von 1000 Metern abgeschaltet. Das Problem hier ist nicht der generelle Einbau dieser Technologie, sondern wie es eingestellt ist. Fällt die Temperatur unter 10 °C und über 32 °C stößt das Auto ungefiltert gefährliche Stickstoffemissionen aus.

Deutsche Gerichte kommen daher zunehmend zu dem Urteil, dass es sich dabei ebenfalls um eine illegale Einrichtung handelt. So entschied das Landgericht Düsseldorf im Sommer 2019 zugunsten eines VW Tiguan Besitzers, und urteilte, dass der Kläger ein mangelhaftes Fahrzeug erworben hatte. Der Tiguan mit besagtem EA189 Motor enthielt sowohl bereits das Softwareupdate als auch ein Thermofenster. 

Durch die Manipulation dieser Software geht damit der Dieselskandal in eine neue Runde, denn von dem Urteil sind auch Besitzer von Fahrzeugen aus der Volkswagengruppe betroffen – Audi, SEAT und Skoda. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes über die Legalität der Thermofenster wird noch erwartet. Aus unserer Sicht handelt es sich dabei aber klar um eine unzulässige Abschalteinrichtung. 

Hardwarenachrüstung zur Stickstoffreduzierung 

Ein zweites Angebot von Dieselfahrzeugherstellern, wie auch SEAT, ist neben dem Softwareupdate nun auch eine Hardwarenachrüstung. Damit will das Unternehmen den drohenden Fahrverboten in einigen deutschen Städten vorbeugen und den Wertverlust der Fahrzeuge stoppen. Die Nachrüstungen wurden Ende Juli 2019 vom Kraftfahrt-Bundesamt für Fahrzeuge mit der Abgasnorm 5 genehmigt, nachdem sich Fahrzeughersteller und Politik seit Bekanntwerden des Abgasskandals gegen die Hardwarenachrüstungen ausgesprochen haben.

Die Umrüstung soll für verringerten Stickstoffausstoß sorgen und so die Umweltverträglichkeit der Diesel verbessern. Mit dem Einbau des "BNOx Systems“ sollen die Voraussetzungen der Euro-Norm 6c erfüllt sein und NOx-Emissionen um 94 % reduziert werden. Die Nachrüstungen sind für die SEAT-Modelle Altea, Ibiza, Leon, Toledo, Exeo verfügbar. 

Wir empfehlen Ihnen die Durchführung dieser Nachrüstung, um möglichen Fahrverboten oder Wertverlusten vorzugreifen. Die Kostenerstattung für die vom KBA nachweislich genehmigten Hardware-Nachrüstungen seitens SEAT hängt dabei allerdings von einigen Faktoren ab: Sie müssen Ihren Erstwohnsitz in einer der von der Bundesregierung definierten "Intensivstädte" oder Umgebung haben; die Nachrüstung muss Sie dazu befähigen, in eine der Intensivstädte einzufahren; und Ihr Fahrzeug muss vor dem 2. Oktober 2018 zugelassen worden sein.

Lassen Sie sich daher von uns beraten, wie Ihre nächsten Schritte gegen SEAT aussehen können. Wir setzen nicht nur die Kostenübernahme der Nachrüstung für Sie durch, sondern fordern zusätzlich den Schadensersatz, der Ihnen zusteht. 

Machen Sie jetzt unseren kostenfreien Online-Check und finden Sie heraus, wie Ihre Chancen für eine Kostenerstattung bei Nachrüstung sind. Wir unterstützen Sie gerne und helfen Ihnen dabei, die Kostenerstattung sowie den Schadensersatz durchzusetzen, der Ihnen aufgrund des mangelhaften Fahrzeuges zusteht. 

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Wie wir Sie als SEAT-Fahrer unterstützen können

Für unsere Mandanten mit SEAT-Fahrzeugen konnten wir bereits zahlreiche Erfolge erzielen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, gegen SEAT vorzugehen, bieten wir Ihnen zwei mögliche Wege an.

  1. Aufgrund drohender Fahrverbote und dem Wertverlust Ihres Fahrzeuges empfehlen wir Ihnen die Forderung nach Kaufpreiserstattung gegen Rückgabe des Autos. Oder verlangen Sie ein vergleichbares Neufahrzeug, das die europäischen Abgasnormen im Realbetrieb einhält. 
  2. Wenn Sie ihr Auto behalten wollen, dann können Sie Schadensersatz für die Wertminderung, mögliche Mobilitätseinschränkungen und sonstige drohende Belastungen fordern – bis zu 20 % des Kaufpreises. Auch unterstützen wir Sie hier bei der Durchsetzung einer Hardwarenachrüstung und der damit verbundenen Kostenübernahme.

Nutzen Sie zunächst unseren Online-Check, um zu überprüfen, welche der Möglichkeiten für Sie in Frage kommt. Sie erhalten von uns eine kostenfreie Ersteinschätzung ihres Falls und erst im Anschluss entscheiden Sie, welche die beste Strategie für Sie ist, um gegen SEAT vorzugehen. 

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Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Jetzt Schadensersatz im Abgasskandal durchsetzen

Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

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