Mercedes-Rückruf: Rückrufaktionen zum Abgasskandal

  • Von der Rückrufaktion "5499302" sind in Deutschland über 11.000 Fahrzeuge betroffen.
  • Das KBA trennt bei den Rückrufaktionen des Daimler-Konzerns zwischen der PKW- und Nutzfahrzeugsparte von Mercedes.
  • Lesen Sie hier, was Sie tun sollten, wenn auch Sie ein Rückrufschreiben erhalten haben.
 

Was versteckt sich hinter Rückrufaktion "5499302"?

Von der Rückrufaktion "5499302" sind in Deutschland über 11.000 Fahrzeuge betroffen – weltweit sind es beinah 100.000 manipulierte Fahrzeuge, die nun zurückgerufen wurden. Ein Software-Update soll dafür sorgen, dass die illegale Abschalteinrichtung, die eine nur eingeschränkt wirkende Abgasreinigung herbeigeführt hat, aus der Motorsteuerungs-Software entfernt wird. Im Detail trifft es hier den Mercedes-Motor "OM626" mit 1,6 Liter Hubraum. Bisher erfolgte nur ein offizieller Rückruf bestimmter C-Modelle von Mercedes-Benz, jedoch wurde von Daimler bereits der Rückruf weiterer Modelle angekündigt, die ebenfalls den Motortyp "OM626" verbaut haben.

Modell
Abgasnorm
C-Klasse (C 200 D T, C 200 D C 200 CDI, C 200 CDI T,
C 180 CDI T, C 180 D)
Euro 6

 

Rückruf Mercedes C-Klasse 5499302

Auch Sie fahren einen Mercedes? Dann kann es sein, dass Sie unfreiwillig Teil des Abgasskandals wurden. Um zu prüfen, wie Ihre Chancen auf eine angemessene Entschädigung stehen haben Sie die Möglichkeit, unsere kostenfreie Ersteinschätzung zu nutzen.

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Mercedes-Fahrzeuge mit dem Motortyp OM651: Was muss ich darüber wissen?

Vor einigen Jahren wurde Mercedes für die Entwicklung des "Wundermotors OM651" gefeiert. Nun steht exakt dieser Motortyp im Zentrum der Manipulationsvorwürfe. In einer ganzen Reihe an Modellen wurde dieser vielseitig einsetzbare Motor verwendet. Zu finden ist der "OM651" aktuell in Motoren in den Ausführungen mit 1,8 und 2,2 Liter Hubraum.

Modell
Abgasnorm
A-Klasse (180 CDI)
B-Klasse (180 CDI, 200 CDI)
C-Klasse (220 CDI, 220 CDI T, 250 CDI T)
CLA (200 CDI, 220 CDI)
CLK (220 CDI)
E-Klasse (220 CDI T, 250 CDI, 250 CDI T)
GLC (220 D)
GLK (200 CDI, 220 CDI)
V-Klasse (250 CDI)
Euro 5
B-Klasse (220 CDI)
CLA (200 D)
GLA (200 D, 220 CDI)
GLC (220 D, 250 D)
GLE (250 D), GLK (220 CDI)
ML (250 CDI)
S-Klasse (300 Hybrid)
SLC (250 d)
SLK (250 CDI)
V-Klasse (220 CDI, 250 CDI)
Vito (116 CDI, 119 CDI)
Tourer (113, 119, 116 CDI)
Euro 6

Mercedes-Fahrzeuge mit dem Motortyp OM642: Gibt es hier einen Rückruf?

Der OM642 ist ein V6-Dieselmotor mit 3,0 Litern Hubraum, der seit 2005 gebaut wurde. Bei folgenden Modellen, wurde bereits ein amtlicher Rückruf angeordnet.

Modell Abgasnorm
CLS (350 CDI)
GLE (350 D)
GL (350 CDI)
ML-Klasse (350 CDI)
E-Klasse (300 CDI, 350CDI, 350 CDI T, 350 D, 350 D T)
S-Klasse (350 CDI, 350 D)
Euro 6
 
Rückruf Mercedes LKW VS2M651KI

Mercedes-Benz LKW: Welche Modelle wurden zurückgerufen?

Das KBA trennt bei den Rückrufaktionen des Daimler-Konzerns zwischen der PKW- und Nutzfahrzeugsparte von Mercedes. Große LKW sind von den Manipulationen nicht betroffen – es sind eher funktionale Fahrzeuge, die häufig gewerblich genutzt werden. Jüngst wurden weltweit 260.000 Sprinter wegen einer illegalen Abschalteinrichtung zurückgerufen.

Modell
Abgasnorm

Vito
V-Klasse

Euro 6
Sprinter Euro 5
Rückruf Mercedes LKW VS2M651KI

Welche Möglichkeiten ergeben sich für Mercedes-Kunden?

Wenn Sie von einem der oben genannten Rückrufe betroffen sind, stehen Ihnen die folgenden Optionen zur Verfügung. Aber auch, wenn Sie noch kein Rückrufschreiben erhalten haben, lohnt es sich, gegen Mercedes vorzugehen.

#1 Erstattung des Kaufpreises

Aufgrund unserer Erfahrung mit ähnlichen Fällen, empfehlen wir allen betroffenen Mercedes-Kunden, ihr Fahrzeug zurückzugeben und die Erstattung des Kaufpreises zu verlangen.

#2 Eintausch gegen einen Neuwagen

Sie haben außerdem Anspruch auf ein mangelfreies Fahrzeug ohne illegale Abschalteinrichtung und ohne Überschreitung der Abgasgrenzwerte. Sie können deshalb auch ein gleichwertiges Neufahrzeug verlangen. Das ist auch der Fall, wenn ihr Modell nicht mehr hergestellt wird. Dann steht Ihnen das Nachfolgemodell zu.

#3 Schadensersatz

Wer sein Fahrzeug behalten möchte, hat die Möglichkeit, Ersatz für seinen Schaden zu fordern. Der Schaden ist Ihnen entstanden, weil Ihr Wagen mit einer illegalen Software ausgestattet wurde. Auch die Konsequenz des Software-Updates, sowohl ein höherer Kraftstoffverbrauch als auch ein erhöhter Verschleiß von bestimmten Motorteilen, gibt Ihnen das Recht, Entschädigung zu fordern. Auch scheint der Motor nach dem Update an Lebensdauer einzubüßen. Ihr Fahrzeug ist zudem insgesamt durch den Abgasskandal weniger wert.

#4 Widerrufsjoker nutzen

Für Mercedes-Kunden, die ihr Fahrzeug leasen oder finanzieren, besteht eine weitere Handlungsmöglichkeit. In vielen Leasing- und Kreditverträgen finden sich fehlerhafte Passagen, die den Kunden nicht ausreichend über seine Widerrufsrechte aufklären. Aus diesem Grund hat die zweiwöchige Widerrufsfrist nie zu laufen begonnen und der Vertrag ist somit ewig widerrufbar. Im Falle eines erfolgreichen Widerrufs muss der Leasing- oder Kreditgeber Ihnen alle gezahlten Raten und Anzahlungen zurückerstatten. Sie geben Ihr Mercedes-Fahrzeug zurück und sind im Idealfall das Fahrzeug für einige Jahre kostenfrei gefahren.

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