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Klage gegen VW: Wir lassen nicht locker

Noch immer warten viele unserer Mandanten darauf, dass sich VW in ihrer Sache bewegt. Doch das ist meist vergeblich. Erst, wenn der erste Gerichtstermin zu Ende geht, zeigt sich Volkswagen zugänglich und will erst bei scheinbar positivem Ausgang für den Kunden einen Vergleich schließen. Viele betroffene VW-Kunden denken noch immer darüber nach, ob sie das Abgasproblem überhaupt betrifft und ob es sich jetzt noch lohnt, einzusteigen. Lesen Sie hier, welche Chancen und Möglichkeiten wir im Vorgehen gegen VW sehen – und warum jetzt der beste Zeitpunkt ist.

Grundlage der Klage gegen VW: Unsere Argumente

Im September 2015 machte die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) bekannt, dass in der Motorensoftware der VW-Dieselmotoren des Typs EA189 eine Schummel-Software, englisch defeat device, verbaut war. Diese Motoren sind auch in Dieselfahrzeugen in Deutschland verbaut. Ergebnis dieser Schummel-Software ist, dass die Abgasreinigung auf dem Prüfstand deutlich sauberer geregelt wird als im Straßenbetrieb. Die Motorsoftware erkannte, wann das Fahrzeug im Labor getestet wurde: Zwar wurde das Abgasverhalten bei verschiedenen Geschwindigkeiten geprüft, dabei bewegt sich jedoch das Lenkrad nicht. Daher schaltete die Motorensoftware in den Modus der Prüfstands-Regelung. Unter einem normalen Betrieb auf der Straße wird die Abgasreinigung jedoch deutlich schlechter und damit dreckiger geregelt und hält somit die Grenzwerte für Abgase nicht ein.

Da VW diese Schummel-Software auf dem Prüfstand eingesetzt hat und somit auch im Verfahren, um die Typgenehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zu erhalten, hat erst kürzlich das Landgericht Berlin geurteilt, dass VW in dem Typgenehmigungsverfahren betrogen hat (LG Berlin, Az. 13 O 108/17).

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Unser Tipp

Kostenfreier Online-Check

Sie sind sich noch nicht sicher, ob Ihr Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist? Dann empfehlen wir unseren kostenfreien Online-Check. Hier erfahren Sie, in wenigen Schritten, wie Ihre Chancen stehen und erhalten im Anschluss eine kostenfreie Ersteinschätzung Ihres Falls.

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Typgenehmigung

Als Typgenehmigung wird die Erlaubnis bezeichnet, die ein Hersteller eines Fahrzeuges nach technischer Prüfung eines Prototyps erhält, diesen in Serie herzustellen. In Deutschland ist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für die Ausstellung der Typgenehmigung bei Fahrzeugen zuständig. Um eine solche Genehmigung zu erhalten, müssen Hersteller nachweisen, dass der Prototyp insgesamt alle Vorschriften und Normen einhält. Auf der Seite des KBA heißt es dazu: "Mit der Typgenehmigung bestätigt die Behörde, dass das serienmäßig hergestellte, genehmigte Produkt gesetzlichen Standards genügt. Typgenehmigungen stehen für sichere und umweltschonende Technik auf den Straßen."

Da die Typgenehmigung von VW durch Täuschung erschlichen wurde, hätte das Auto gar nicht erst verkauft und in den Verkehr gebracht werden dürfen. Daraus entsteht dem Käufer ein erheblicher Schaden. Zum Einen hat er keine Rechtssicherheit mehr. Ihm werden Rückrufe auferlegt, ihm wird aufgebürdet, Software-Updates mit ungewissen Folgen für das Fahrzeug aufzuspielen und zu guter Letzt drohen ihm auch noch der Entzug der Betriebserlaubnis und damit die Stilllegung des Fahrzeuges.

Die manipulierende Motorsoftware an sich ist ebenso als Makel zu sehen. Dieser Makel führt zu einer Minderung des Wertes, worin der Schaden für den Käufer zu sehen ist. Dies haben neben dem Landgericht Berlin in dem schon zitierten Urteil auch die Landgerichte Mannheim (10 O 14/16) und Arnsberg (I-2 O 264/16) so geurteilt. Lesen Sie in unserer unten stehenden Grafik ab, wie stark einige Fahrzeugmodelle an Wert verloren haben.

Klage gegen VW: Preisentwicklung der Dieselfahrzeuge

Die Möglichkeit, seinen Wagen überhaupt auf dem Zweitmarkt zu verkaufen, ist stark eingeschränkt. Durch den Abgasskandal sind viele Käufer verunsichert und greifen daher lieber zu einem Benziner. Dem Diesel-Besitzer ist demnach ein Verkauf seines Besitzes quasi unmöglich gemacht worden.

Klage gegen VW: Neuzulassungen

Auch erleidet der Diesel-Besitzer weiteren Schaden durch Mobilitätsverluste. Durch den Abgasskandal rückte der Ausstoß von Stickoxiden stärker in die öffentliche Diskussion und damit in das Bewusstsein. Schon seit mehreren Jahren werden die gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxide in Städten und Gemeinden überschritten – Fahrverbote für Diesel, die Hauptverursacher für Stickoxidemissionen, drohen oder sind schon beschlossen. Besitzer eines Diesels dürfen demnach in Zukunft nur noch eingeschränkt in deutsche Innenstädte fahren. Davon ist nicht nur der Fahrer eines VWs betroffen – Diesel jeden Herstellers, die die Euro-6-Norm unterschreiten, droht das Fahrverbot.

Wenn auch Sie fürchten, von Fahrverboten betroffen zu sein, empfehlen wir Ihnen, Ihre Ansprüche im Abgasskandal prüfen zu lassen. Wir setzen uns außergerichtlich und vor Gericht - ohne Kostenrisiko - für Ihre Rechte ein. Beauftragen Sie uns bequem über unser Online-Formular!

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Wer vom Abgasskandal betroffen ist

Immer wieder werden wir von verunsicherten Diesel-Besitzern gefragt, ob ihr Auto denn auch betroffen sei. Daher haben wir in der folgenden Tabelle einmal aufgeführt, welche Modelle bei den drei großen deutschen Autobauern VolkswagenBMW und Mercedes betroffen sind.

Die betroffenen Diesel-Fahrzeuge im Überblick:

Marke & Modelle

Euro-Norm

Motormodelle Motoren (Hubraum)
VW
u.a. Golf, Polo, Passat, Tiguan, Jetta, Scirocco, Beetle, Eos, Sharan, Touareg, Caddy, Amarok, Arteon, T-Roc, Crafter, T6
Euro 4, 5, 6 EA 189, EA 288 & EA 897 1,2, 1,4, 1,6, 2,0, 3,0 & 4,2 Liter
Audi
u.a. A1, A3, A4, A5, A6, A7, A8, Q3, Q5, SQ5, Q7, TT
Euro 4, 5, 6 EA 189, EA 288 & EA 897 1,2, 1,4, 1,6, 2,0, 3,0 & 4,2 Liter
Porsche
Cayenne, Macan, Panamera
Euro 4, 5, 6 EA 189 & EA 897 3,0 & 4,2 Liter
Skoda
u. a. Fabia, Rapid, Roomster, Octavia, Superb, Yeti
Euro 4, 5, 6 EA 189, EA 288 & EA 897 1,2, 1,4, 1,6, 2,0, 3,0 & 4,2 Liter
Seat
u.a. Alhambra, Altea, Exeo, Leon, Toledo
Euro 4, 5, 6 EA 189, EA 288 & EA 897 1,2, 1,4, 1,6, 2,0, 3,0 & 4,2 Liter

Mercedes-Benz
u.a. A-, B-, C-, E-, R-, S-, M-, V-, G-Klasse, GLK, GLC, GLE, Citan, Sprinter, Vito, Viano

Euro 5, 6 OM 607, 622, 626, 642 & 651 1,5, 1,6, 1,8, 2,1, & 3,0 Liter
BMW
u.a. 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 7er, X1, X3, X4, X5, X6
Euro 5, 6 N 47, 57, B 47 --
Opel
u.a. Insignia, Zafira, Cascada, Movano
Euro 6 -- 1,6 & 2,0 Liter

Zur Online-Beauftragung im Abgasskandal

Wenn Sie genau wissen wollen, ob Ihr Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist, empfehlen wir Ihnen, beim jeweiligen Hersteller anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) online nachzuschauen.

Hier finden Sie Ihre FIN:

Klage gegen VW: FIN

Die Möglichkeit der Abfrage mittels FIN bieten bisher nur die Volkswagen-Marken VW, Audi, Skoda und SEAT. Für die VW-Marke Porsche müssten Sie sich direkt an Porsche wenden. Dies gilt auch für die Fahrzeuge der Hersteller BMW und Mercedes.

Hinweis: Verlassen Sie sich keinesfalls auf die Angaben der Hersteller. Auch wenn Ihr Fahrzeug laut Online-Abfrage oder auf Nachfrage bei Ihrem Händler nicht betroffen sein soll, kann dies trotzdem der Fall sein. Wir prüfen im Rahmen einer bequemen Online-Beauftragung immer auch kostenfrei die Betroffenheit der Fahrzeuge oder verlangen vom Hersteller eine Auskunft. Dazu sind die Autokonzerne nach unserer Rechtsauffassung mittlerweile auch verpflichtet.

Warum sollte der Betroffene jetzt handeln?

Wenn der Rückruf Ihres betroffenen Fahrzeugs durch den Hersteller erst nach dem 31. Dezember 2015 erfolgte, dann droht die Verjährung Ihrer Ansprüche gegen Volkswagen wegen des Software-Betruges bei der Dieselmotorenreihe EA 189 Ende 2019. 

Wollen Sie noch Ansprüche geltend machen, sollten Sie jetzt handeln und prüfen, ob ein Handeln gegen VW noch möglich ist. Nicht nur, weil zum Ende des Jahres die Verjährung droht, sondern auch, weil es immer auch Zeit in Anspruch nimmt, zu prüfen, wie genau in Ihrem Fall der beste Weg aussieht, Ihre Ansprüche zu sichern und schlussendlich auch durchzusetzen.

Vergeuden Sie keine Zeit und holen Sie sich jetzt Ihre Entschädigung von VW!

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Gute Gründe für eine Klage

Für jeden vom Abgasskandal betroffenen Autobesitzer gibt es ganz individuelle Gründe, eine Klage gegen VW zu führen. Aber abgesehen von der persönlichen Situation des Einzelnen gibt es auch generell betrachtet gute Gründe für eine Klage gegen VW.

Fahrverbote in diversen Städten

Das höchste Verwaltungsgericht Deutschlands hat im Februar 2018 geurteilt, dass Fahrverbote ein gültiges Mittel sind, um die Reinhaltung der Luft zu gewährleisten. Die Wertverluste des Einzelnen müssen dem Nutzen der Gemeinschaft zugunsten hingenommen werden. Das bedeutet für Fahrer eines Dieselfahrzeuges starke Einschränkungen.

Das Thema Fahrverbote klingt zwar erst einmal weit hergeholt. In einer kürzlich veröffentlichten Studie zur Mobilität von Fach- und Führungskräften geben immerhin 65 % der Deutschen an, dass sie mit dem Auto zur Arbeit fahren würden. Für 23 % der Befragten der Mobilitätsstudie kommt ein Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr nicht in Frage, weil er zu wenig flexibel ist. Für mehr als die Hälfte der Befragten (52 %) ist die Fahrt mit dem Nahverkehr einfach zu lang. Eine Einschränkung durch Fahrverbote würde also tatsächlich einen hohen Anteil der zur Arbeit fahrenden Menschen betreffen. Dagegen gibt nur 1 % der Befragten an, dass der Nahverkehr zu wenig komfortabel sei. Das zeigt, dass die Menschen nicht zu bequem sind, sondern tatsächlich auf Flexibilität und Schnelligkeit angewiesen sind.

Auch wenn Sie als Gewerbetreibender auf Ihren Diesel angewiesen sind, wird sich das Fahrverbot unter Umständen negativ auf Sie auswirken. Wenn Sie ganze Bereiche der Stadt umfahren müssen, um zu einem Kunden oder Einsatzort zu kommen, oder gar einen Auftrag ablehnen müssen, weil Sie mit Ihrem Diesel nicht zum Einsatzort fahren dürfen, dann sollten Sie ebenfalls nicht zögern, jetzt zu handeln.

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Wertverlust Ihres Fahrzeuges

Für die Mobilitätsstudie des TÜV-Verbandes wurde gefragt, für welche Antriebsart sich die Befragten entscheiden würden, wenn sie ein Auto kaufen würden. 48,1 % würden einen Benziner kaufen, den Hybridantrieb würden 19,4 % der Befragten wählen. Elektroantrieb würden immerhin noch 13,6 % auswählen. Ein Dieselfahrzeug würden jedoch nur noch 6 % der Befragten kaufen wollen.

Das bedeutet für Sie als Besitzer eines Dieselfahrzeuges, dass es Ihnen fast unmöglich wird, einen Diesel auf dem Zweitmarkt loszuwerden. Durch den Abgasskandal hat die Dieseltechnologie an Rückhalt in der Bevölkerung verloren. Zu groß ist die Unsicherheit, was das Auto tatsächlich leistet und was nicht, wie viel Abgas nun wirklich mit jeder Fahrt an die Luft abgegeben wird. Haben Sie das Update noch nicht aufspielen lassen, wozu wir raten, dann droht die zuständige Zulassungsbehörde unter Umständen mit der Stilllegung des Fahrzeuges. Und niemand möchte ein Fahrzeug kaufen, das eventuell bald stillgelegt werden könnte.

Auch Sie wollen Ihren Diesel eigentlich loswerden, sehen aber auf dem Gebrauchtwagenmarkt keine Chance? Wir helfen Ihnen, Ihren Wagen einzutauschen oder zurückzugeben. Folgen Sie dem Link zu unserem Online-Check und nutzen Sie die unkomplizierte und risikofreie Möglichkeit, Ihre Rechte mit einer Klage gegen VW durchzusetzen.

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Sie wurden betrogen

Unser einfachstes aber zugleich schlagkräftigstes Argument ist, dass Volkswagen betrogen hat und nicht mit Ihnen in Verhandlung treten will. Obwohl sich Volkswagen in den USA in allen ihnen zur Last gelegten Punkten schuldig bekannt hat, versucht der Hersteller, sich hier in Deutschland aus der Affäre zu ziehen. Volkswagen übt sich in Schweigen und Salamitaktik und verkündet, dass die deutschen Kunden nicht entschädigt werden sollen.

Auch wenn Sie einen ganz anderen Grund haben, warum Sie eine Klage gegen VW anstreben: Mit uns als Ihren erfahrenen Partner an Ihrer Seite sichern Sie zuverlässig Ihre Ansprüche!

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Unsere Erfolge bisher

Auf mehreren Ebenen haben wir für unsere Mandanten schon Erfolge erzielt. Auch Sie können ein Teil dieser Erfolgsgeschichte werden – schauen Sie selbst! Bei einer Beauftragung prüfen wir, welche der möglichen Vorgehensweisen Ihren Bedürfnissen am meisten dient und wirtschaftlich am sinnvollsten ist.

Urteil des Landgerichts Berlin

Unser jüngster Erfolg ist das Urteil des Landgerichts Berlin (Az: 13 O 108/17). Im Ergebnis bekam unser Mandant das Recht zugesprochen, den Kaufpreis zurückzubekommen und seinen Wagen zurückzugeben. Unser Mandant muss auch nur eine geringe Nutzungspauschale zahlen und hat seinen Wagen somit für 118,50 Euro im Monat gefahren.

An dem Urteil freut uns auch, dass das Landgericht Berlin sich so eingehend mit der Thematik befasst und auch ebenso tiefgreifend sein Urteil begründet hat.

Das Gericht hat aus unserer Sicht ein Grundsatzurteil gesprochen. Es nahm den Fall zum Anlass, alle Argumente der Gegenseite dezidiert zu widerlegen. Was den Umfang und die Begründungstiefe angeht, gleicht das Urteil einer Berufungs- oder Revisionsentscheidung. Wir gehen daher davon aus, dass das Urteil auch vor dem Kammergericht Bestand haben wird, sollte die Volkswagen AG Berufung einlegen.

Rechtsanwalt Philipp Caba, Leiter des VW-Teams bei Gansel Rechtsanwälte

Vergleiche mit Leasingbanken

Im Fall von Leasingverträgen kommt auf die Kunden oft erst zum Ende der Vertragszeit eine große Zahlung zu. Durch eine BGH-Rechtsprechung ist dies auch abgesegnet (BGH Az. VIII ZR 179/13). Als Kunde ist man aber auch in diesem Fall nicht wehrlos, wenn man sich Schützenhilfe beim Anwalt holt. Gerade wenn es darum geht, den hohen Forderungen der Bank zum Ablauf des Leasingvertrages entgegen zu treten, können Sie mit dem Widerruf des Vertrages die Kräfte ausgleichen. Unsere Mandanten haben mehrere tausend Euro gespart, weil wir mit ihnen den Widerruf des Vertrages durchgezogen und so die Verhandlungsposition gegenüber der Bank gestärkt haben.

Gerne prüfen wir auch für Sie, ob sich ein Widerruf Ihres Leasingvertrages auch für Sie lohnt – egal, ob Sie nun einen Diesel fahren oder nicht, ob Sie einen VW oder ein Auto einer anderen Herstellerfirma fahren. 

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Vergleichsvorschläge von Gerichten

Wir sehen es als einen Erfolg unserer Argumentation in unseren Klageschriften an, dass die Gerichte schon vor dem ersten Verhandlungstag einen Vorschlag für einen Vergleich an beide Parteien senden. Das zeigt, dass die Gerichte unserer Darlegung der Sachlage eher zugeneigt sind. Dann kommt es immer auf das Interesse des Mandanten an, den Vergleich anzunehmen oder doch ein Gerichtsverfahren durchzuziehen. Die Gerichte stehen nämlich vor dem Problem, dass sich die Klagen gegen VW oder den Händlern bei ihnen türmen und sie irgendwie der Klageflut Herr werden müssen. Jeder Fall, der ohne einen Gerichtstermin verglichen wird, ist daher einer weniger, für den ein Termin zur Verhandlung gefunden werden und im Anschluss langwierig verwaltet werden muss.

Vergleiche mit dem Händler

In mehreren Fällen haben wir für unsere Mandanten gute Vergleiche mit dem Händler erzielen können. Zum Beispiel wurde der Wagen zu einem sehr großzügigen Preis zurückgenommen. Dafür bestellte die Mandantin einen neuen Gebrauchtwagen bei dem Händler. Unserer Mandantin war dies sehr recht, hatte sie mit ihrer Klage bewirken wollen, dass der Händler das Auto zurücknimmt und ein Auto liefert, das die Abgasnormen einhält.

Auch Sie wollen gegen VW klagen, sind sich über das Vorgehen aber noch nicht ganz im Klaren?  Wir prüfen, wie in Ihrem Fall ein günstiges Vorgehen aussieht und welche Chancen Sie im Abgasskandal haben. 

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Klage gegen VW: Diese Chancen sehen wir

Durch die Taten und das Verhalten von Volkswagen ergeben sich verschiedene Optionen für den geschädigten Kunden. Zum einen hat Volkswagen die Steuerung seiner Motorsoftware so programmiert, dass sie die gesetzlich vorgeschriebenen Abgaswerte vorgibt einzuhalten, während im normalen Straßenbetrieb ein anderer Modus genutzt wird. Das ist Betrug und daher steht den geschädigten Käufern Schadensersatz zu. Diesen Anspruch haben die Gerichte unterschiedlich bewertet und kommen daher zu verschiedenen Begründungen in ihren Urteilen.

Allgemein sehen wir jedoch die Tendenz zu immer verbraucherfreundlicheren Urteilen, je mehr vom Skandal bekannt wird und je stärker offensichtlich wird, dass Volkswagen sich nicht bewegen will und eine Salamitaktik verfolgt. Volkswagen scheint es sich nämlich zum Ziel gemacht zu haben, den Kunden so lange hinzuhalten, bis seine Ansprüche Ende des Jahres verjähren.

Allerdings sehen das auch die Gerichte. Das Oberlandesgericht Köln urteilte erst im März, dass ein Aufspielen des Software-Updates die Rechte des Kunden nicht beschneiden. Auch nach dem Aufspielen des Software-Updates hat er das Recht, von seinem Kaufvertrag zurückzutreten (Beschluss vom 27. März 2018 - Az: 18 U 134/17). Der Käufer muss nicht beweisen, dass das Update nicht das gewünschte Ziel erreicht hat – der Hersteller muss nachweisen, dass seine Lösung der Nachbesserung, hier also das Update, wirklich sinnvoll ist und funktioniert.

Das Landgericht Berlin hat in seiner Entscheidung kürzlich noch einmal sehr klar deutlich gemacht, dass die Betriebserlaubnis für die Wagen mit Schummel-Software niemals hätte erteilt werden dürfen (Az. 13 0 108/17). Volkswagen als Hersteller habe sich die Betriebserlaubnis durch Täuschung erschlichen. Das Gericht entzieht dem Konzern damit die Argumentationsgrundlage für alle weiteren Gerichtsverfahren. Bisher hatte Volkswagen sich mit dem Hinweis gerettet, dass die Nachbesserung in Form des Software-Updates vom Kraftfahrt Bundesamt (KBA) genehmigt worden ist und damit dem Kunden auch kein Schaden entstanden sei.

An der unten stehenden Grafik kann man ablesen, dass es immer mehr Urteile gegen Volkswagen gibt, die einen Trend gegen die Argumentation von Volkswagen zeigen hin zu Urteilen im Sinne des Verbrauchers.

Klage gegen VW: Urteile gegen Volkswagen

Nutzen auch Sie Ihre Chance mit einer Klage gegen VW und sichern Sie Ihre Ansprüche bevor sie verjähren. Beauftragen Sie uns bequem und unkompliziert über unser Online-Formular und profitieren Sie von unserer Expertise!

Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus

Rückabwicklung

Wir würden Ihnen zunächst immer empfehlen, die Rückabwicklung Ihres Kaufvertrages voranzutreiben. So können Sie Ihr mangelhaftes Auto zurückgeben und bekommen im Gegenzug den Kaufpreis zurückgezahlt. Allerdings wird meistens ein geringer Anteil für die Nutzung Ihres Fahrzeuges in der Zeit zwischen Kauf und Rückabwicklung abgezogen.

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Schadensersatz

Wer sein Fahrzeug behalten möchte, hat die Möglichkeit, Ersatz für seinen Schaden zu fordern. Der Schaden ist Ihnen entstanden, weil Ihr Wagen mit einem Makel behaftet ist (Schummel-Software) und mit dem Software-Update sowohl ein höherer Kraftstoffverbrauch als auch ein höherer Abgasausstoß einhergehen. Auch scheint der Motor nach dem Update an Lebensdauer einzubüßen. Ihr Fahrzeug ist insgesamt durch den Abgasskandal weniger wert.

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Eintausch gegen ein Fahrzeug, das die Abgasnorm einhält

Beim Kauf eines Neuwagens können Sie darauf bestehen, dass der Hersteller oder der Händler Ihnen einen Wagen liefert, der ohne Mangel ist. Dafür würden Sie Ihr mangelhaftes Fahrzeug zurückgeben und ein neues Fahrzeug geliefert bekommen. Dies steht Ihnen zu, weil Sie beim Händler den vollen Preis für ein funktionierendes, die gesetzlichen Normen und Vorschriften einhaltendes Fahrzeug bezahlt haben Das haben Sie jedoch nicht geliefert bekommen.

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Klage gegen VW: Mit Rechtsschutzversicherung, aber auch ohne möglich

Sowohl ein außergerichtliches Vorgehen gegen Volkswagen, als auch der Klageweg sind bei uns ohne Kostenrisiko möglich.

Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.