Dieselskandal trifft Wohnmobile – Abgasmanipulation beim Fiat Ducato

Die Abgasmanipulation im großen Stil macht auch vor den Wohnmobilen keinen Halt. So sind auch Fahrzeuge der Marke Fiat Ducato vom Dieselskandal betroffen. Was Besitzer:innen der Fiat Ducato Wohnmobile nun tun können und wie die Chancen auf Schadensersatz stehen, verraten wir hier.

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Gab es Abgasmanipulation beim Fiat Ducato?

Seit 2015 herrschte Gewissheit, dass bei zahlreichen Dieselfahrzeugen von namhaften Marken wie VW, Mercedes-Benz oder BMW manipuliert wurde. Der große Dieselskandal endete jedoch nicht beim normalen PKW. So verhärtete sich seit einiger Zeit der Verdacht, dass auch Wohnmobile und Transporter von den illegalen Machenschaften der Hersteller betroffen sind.

Spätestens nachdem auch Gansel Rechtsanwälte zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe und Technikern ein Wohnmobil der Marke Fiat Ducato selbst getestet haben, können wir sagen: Es stimmt! Die Abgaswerte des Fahrzeugs lagen 18-fach über den vorgegebenen Höchstwerten.

Die Abgasmanipulation beim Fiat Ducato funktioniert dabei ähnlich perfide wie bei anderen Schummeldieseln. Die Motorsteuerung deaktiviert die Schadstoffkontrolle nach 22 Minuten. Länger steht ein Wohnmobil im Übrigen nicht auf dem Prüfstand, wo die Abgaswerte genau überprüft werden. Im realen Fahrbetrieb erhöht sich der Ausstoß der Stickoxide somit nach spätestens 22 Minuten um ein Vielfaches.

Ist auch Ihr Fahrzeug betroffen? Dann verlieren Sie keine Zeit und fordern Sie den Schadensersatz, der Ihnen zusteht – mit unserer Hilfe.

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Welche Motorenmodelle beim Fiat Ducato sind betroffen?

Fiat hat seine Fahrzeuge mit Multijet-Motoren der Euro-Norm 5 und 6 ausgestattet. Dabei stehen folgende Motorenmodelle unter dem Verdacht der Abgasmanipulation:

  • 1,3 Liter Multijet / 1,3 Liter 16V Multijet

  • 1,6 Liter / 1,6 Liter Multijet

  • 2,0 Liter / 2,0 Liter Multijet

  • 2,2 Liter Multijet II

  • 2,3 Liter / 2,3 Liter Multijet / 2,3 Liter Multijet II

  • 3,0 Liter

Sie haben bisher kein Rückrufschreiben vom Kraftfahrt-Bundesamt oder dem Hersteller erhalten? Sie sind sich also nicht sicher, ob auch Ihr Wohnmobil vom Abgasskandal betroffen ist? Machen Sie unseren kostenfreien Online-Check und finden Sie es in wenigen Minuten heraus.

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Droht dem Fiat Ducato ein Fahrverbot?

Bestimme Straßen in deutschen Großstädten sind bereits für Dieselfahrzeuge der Abgasnormen Euro 3, 4 und teilweise Euro 5 gesperrt. Entspricht der Schadstoffausstoß eines Wohnmobils nicht den Vorgaben, sodass das Kraftfahrt Bundesamt einen Rückruf anordnet, so kann dem/der betroffenen Halter:in künftig auch ein Fahrverbot oder gar Stilllegung des Fahrzeugs drohen. Diese lassen sich dann nur durch Software-Update oder Hardware-Nachrüstung entgehen.

Sollten Sie das Software-Update durchführen lassen?

Fiat bietet bereits seit 2018 ein freiwilliges Software-Update für diverse Fahrzeuge an. Dieses soll für verbessertes Abgasverhalten sorgen. In der Benachrichtigung dazu verliert Fiat über illegale Abschalteinrichtungen natürlich kein Wort.

Bevor man das Fahrzeug voreilig einem Software-Update unterzieht, sollte man jedoch abwägen. Denn hierbei handelt es sich nicht um einen normalen Eingriff. Nicht wenige Fahrzeughalter:innen berichteten bei manipulierten Fahrzeugtypen diverser Hersteller über Mängel nach einem Software-Update. Dabei kam es häufig zu Störungen im Motor und erhöhtem Kraftstoffverbrauch.

Daher empfehlen wir zunächst, ein freiwilliges Software-Update zu verweigern, um Folgeschäden zu vermeiden. Zudem nutzen Hersteller diesen Schritt gerne, um Spuren der Manipulation gekonnt zu verwischen.

Wie können Betroffene handeln?

Fakt ist: Betroffene können und sollten sich gegen die Manipulation und den Betrug der Autohersteller wehren. Dabei stehen Besitzern von Wohnmobilen beim Schadensersatz folgende Optionen zur Verfügung:

Wohnmobil abgeben & Kaufpreis erstatten lassen

Fordern Sie gegen Rückgabe des Wohnmobils den Kaufpreis zurück. Dabei wird lediglich eine Nutzungsentschädigung fällig. Da der Wertverlust des Fahrzeugs bei Abgasmanipulation enorm ist, empfehlen wir stets diese Lösung.

Wohnmobil behalten & Kaufpreis mindern lassen

Nicht jeder ist bereit, sein Fahrzeug abzugeben. Zu groß ist der Traum vom Ferienhaus auf Rädern. Wer das Wohnmobil behalten möchte, kann dafür eine Kaufpreisminderung fordern. Dabei wird im Übrigen keine Nutzungsentschädigung fällig.

Meist ist das eigene Wohnmobil ein lang gehegter Traum und die Manipulation daher ein Alptraum. Genau deshalb sollten Sie gegen den Hersteller vorgehen und Schadensersatz verlangen. Wir bieten Ihnen dafür unsere kostenfreie Erstberatung und weitere Unterstützung.

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Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

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Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten.

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