# Dieselskandal Suzuki – Diese Entschädigungen stehen Besitzer:innen zu!
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Beitrag geprüft vonRechtsanwalt Philipp Caba**
07.05.2023 | 2 Min. Lesezeit
- Suzuki-Fahrzeuge übertrafen die NOx-Grenzwerte unter getesteten Euro-6-Modellen um das 15-Fache.
- Bisher gab es keinen Pflichtrückruf des japanischen Autobauers in Deutschland.
- Welche Modelle betroffen sind und wie Halter:innen Entschädigungen fordern können, erfahren Sie hier.
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Inhalt:
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- War auch Suzuki am Diesel­skandal beteiligt?
- Welche Modelle sind vom Diesel­skandal bei Suzuki be­troffen?
- Wie hat Suzuki im Diesel­skandal manipuliert?
- Gab es bei Suzuki bereits Rückruf­aktionen?
- Wie können Halter:innen eines manipulierten Suzukis vorgehen?

## War auch Suzuki am Diesel­skandal beteiligt?
Auch der japanische Autobauer Suzuki hat sich definitiv an den [Abgasmanipulationen](/abgasskandal-autofahrer/ea288-manipulation-betroffene-marken-und-modelle) beteiligt. Ermittlungen, [Rückrufe](/abgasskandal-autofahrer/vw-rueckruf-alle-rueckrufaktionen-im-ueberblick) und Geständnisse fanden jedoch bisher nicht in Deutschland statt, sondern für den europäischen Markt in den Niederlanden. Die niederländische Verkehrsaufsichtsbehörde RDW hat bereits 2016 angefangen, gegen Suzuki zu ermitteln. Kurze Zeit später bestätigte sich der Verdacht: Suzuki hat in [Diesel-Fahrzeugen](/abgasskandal-autofahrer/abgasskandal-welche-fahrzeuge-sind-betroffen) eine **illegale [Abschalteinrichtung](/abgasskandal-autofahrer/ea288-abschalteinrichtungen-so-wurde-manipuliert) verbaut** und mithilfe dieser **EU-Emissionsvorschriften gebrochen**.
Die RDW stellte Suzuki anschließend vor ein Ultimatum: Ausbesserung oder Entzug der Typgenehmigung. Da es sich bei der RDW um eine Referenzbehörde handelt, bedeutet eine Rücknahme der Zulassung auch einen V**erkaufsstopp betroffener Suzuki-Modelle** in der gesamten EU.
Auch im Heimatland Japan hat Suzuki die Manipulation von Diesel-Fahrzeugen gestanden. Das Automobilunternehmen gab zu, statt tatsächlichen Messdaten **zum Fahrwiderstand, nur theoretische Werte verwendet** zu haben. Auch diese Schummelei führte dazu, dass neue Modelle auf dem Papier deutlich geringere Emissionswerte aufwiesen als in der Realität.
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## Welche Modelle sind vom Diesel­skandal bei Suzuki be­troffen?
Im Fall von Suzuki ist nur ein Modell von den Abgasmanipulationen betroffen. Das liegt daran, dass der japanische Autobauer nur im Vitara einen **Diesel-Motor mit 1,6 Liter Hubraum** verbaut hat. In anderen beliebten Modellen, wie dem Swift oder Ignis, wurden andere Motorausführungen verwendet. Der Suzuki Vitara wurde **von Februar 2015 bis August 2018 gebaut** und auf dem europäischen Markt verkauft.
| **Modell** | **Hubraum** | **Abgasnorm** |
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| Vitara DDis | 1.6 Liter | Euro 6 |
| Vitara DDis ALLGRIP | 1.6 Liter | Euro 6 |

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## Wie hat Suzuki im Diesel­skandal manipuliert?
Wie alle Autobauer, die sich an den Abgasmanipulationen beteiligten, verwendet auch Suzuki **illegale Abschalteinrichtungen**, um die gemessenen **Emissionswerte auf dem Prüfstand künstlich niedrig zu halten**. Die [Schummel-Software](/abgasskandal-autofahrer/vw-software-update) erkannte, wenn sich das Fahrzeug auf dem Prüfstand befand und passte entsprechend die Effizienz der Abgasreinigung an. Diese lief auf Hochtouren und sorgte damit für Schadstoffwerte, die jegliche Richtlinien und Grenzwerte einhielten.
Im Realverkehr – also auf der Straße – wurde dieses effiziente Reinigungsprogramm jedoch nicht aktiviert. Es kam sogar vor, dass die **Neutralisierung gesundheitsgefährdender Schadstoffe im Motor gar nicht oder kaum** stattfand. Messungen im Realbetrieb förderten nun deutlich erhöhte Messwerte an Stickoxiden zu Tage.
Emissionsmessungen der europäischen Umweltorganisation Transport & Environment verdeutlichten das Ausmaß der Abgasmanipulation bei Suzuki. Gemeinsam mit Fiat belegte der japanische Autobauer den ersten Platz mit den höchsten Überschreitungen der erlaubten Emissionsgrenzwerte bei Euro-6-Fahrzeugen. Die gemessenen Schadstoffwerte von Suzuki-Fahrzeugen waren um ein **15-Faches höher als die geltenden NOx-Grenzwerte**.

## Gab es bei Suzuki bereits Rückruf­aktionen?
Bisher hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), welches für Pflichtrückrufe in Deutschland zuständig ist, Suzuki nicht zur Nachbesserung an bestimmten Modellen verpflichtet. Jedoch ist der Suzuki Vitara in der Ausführung mit 1,6 Liter Hubraum aktuell nicht auf dem europäischen Markt verfügbar, da die niederländische Behörde RDW die Typ-Genehmigung zurückgenommen hat.

## Wie können Halter:innen eines manipulierten Suzukis vorgehen?
Auch wenn es in Deutschland keinen offiziellen [Rückruf](/abgasskandal-autofahrer/ea288-rueckruf-diese-modelle-sind-bereits-betroffen) von Suzuki gegeben hat, haben betroffene Halter:innen Chancen auf eine Entschädigung. Aufgrund der Abgasmanipulation liegt eine vorsätzliche Täuschung der Kund:innen vor, welche auch in der Regel von deutschen Gerichten anerkannt wird.
Besitzer:innen von Suzuki-Fahrzeugen haben die folgenden **zwei Optionen** – anhängig davon, ob Sie Ihr Fahrzeug behalten möchten oder dieses zurückgeben würden:

## Auto loswerden & Kaufpreis zurück­fordern
Aus unserer Sicht ist es für die meisten Geschädigten am wirtschaftlich sinnvollsten, den Kaufvertrag rückabwickeln zu lassen. Aufgrund des stetig steigenden [Wertverlustes](/abgasskandal-autofahrer/diesel-wertverlust) Ihres Diesel-PKW sowie bevorstehenden [Fahrverboten](/abgasskandal-autofahrer/diesel-fahrverbote-das-sollten-sie-jetzt-tun) lautet unsere klare Empfehlung: Fordern Sie den Kaufpreis gegen Rückgabe des Autos zurück oder verlangen Sie ein vergleichbares Neufahrzeug.

## Auto behalten & Schadens­ersatz ver­langen
Sie möchten sich nicht von Ihrem Auto trennen? Dann fordern wir für Sie einen [Schadensersatz](/abgasskandal-autofahrer/dieselskandal-schadensersatz-kassieren-statt-kapitulieren) in Höhe von bis zu 20 % des Kaufpreises. Zusätzlich sorgen wir dafür, dass die Kosten für eine [Hardware-Nachrüstung](/abgasskandal-autofahrer/diesel-nachruestung-was-bringt-sie-fuer-abgas-geschaedigte) von Suzuki vollständig übernommen wird, sofern diese für Ihr Modell zur Verfügung steht.
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Rechtsanwalt Philipp Caba**
Philipp Caba ist ein erfahrener Rechtsanwalt mit Schwerpunkt auf Zivil-, Bank- und Versicherungsrecht. Er studierte in Deutschland und Schweden und ist Geschäftsführer der Gansel Rechtsanwälte Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.
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