Dieselskandal Skoda – Jetzt Schadensersatz einfordern

1,2 Millionen Skoda-Fahrzeuge weltweit sind vom Dieselskandal betroffen. Und die Aufarbeitung ist noch lange nicht vorbei: Erst im Mai 2020 hat der Bundesgerichtshof geurteilt, dass VW und Tochterunternehmen, wie Skoda, ihre Kunden betrogen haben. Dafür steht den Betroffenen Schadensersatz zu.

Was geschah im Diesel­skandal bei Skoda?

Wie am 28. September 2015 bekannt gegeben wurde, ist auch Skoda am Dieselskandal beteiligt. Kurz zuvor waren Berichte über eine illegale Abschalteinrichtung im Motorenmodell EA189 von Volkswagen publik geworden. Die Abschalteinrichtung sorgte dafür, dass die Dieselfahrzeuge nur in Prüfsituationen gesetzliche Emissionsgrenzen einhielten. Im normalen Straßenbetrieb war die Abgasreinigung dann abgeschaltet. Da das Motorenmodell in zahlreichen Fahrzeugen auch von VWs Tochterkonzernen eingebaut war, weitete sich der Dieselskandal schnell aus. Weltweit waren damit rund 1,2 Millionen Fahrzeuge der tschechischen VW-Tochter Skoda von den Softwaremanipulationen betroffen.

2017 einigten sich die deutschen Autohersteller beim Dieselgipfel auf eine Umstiegsprämie für Besitzer alter Dieselfahrzeuge. Auch Kunden von Skoda wurde ein Nachlass von 2.000 bis 10.000 Euro beim Kauf eines Neuwagens versprochen. Kritisiert wurde die Aktion von Umwelt- und Verbraucherschützern, da zu dem Zeitpunkt vom Kauf jedweden Dieselwagens nur abgeraten werden konnte. Außerdem erhielten Kunden durch die Aktion keinerlei Entschädigung für die Manipulationen und entstandenen Schäden.

Dieselfahrzeuge sind nach wie vor die Hauptquelle der Stickoxidbelastung in Städten: Diesel-PKW verursachen 65 % der direkten NO2-Emissionen im Straßenverkehr. Der Straßenverkehr trägt wiederum mit 20,5 % zu den Gesamtemissionen bei.

Zum Vergrößern anklicken

Ist das Thermofenster auch bei Skoda verbaut?

In der Anfangszeit des Dieselskandals war meistens die Rede von einer einzelnen Abschalteinrichtung. In den darauffolgenden Jahren wurde allerdings bekannt, dass es sich um eine ganze Reihe von illegalen Softwaremanipulationen handelte. Dazu gehört unter anderem das sogenannte „Thermofenster”: Mithilfe dieser Technologie wird die Abgasreinigung anhand der Außentemperatur geregelt. Innerhalb eines Temperaturfensters von 15 °C und 30 °C ist die Anlage in Betrieb. Ist es heißer oder kälter, wird sie – angeblich zum Motorenschutz – ausgeschaltet. Da in Deutschland die Durchschnittstemperatur lediglich an drei Monaten im Jahr über 15 °C liegt, wird das Thermofenster stark kritisiert.

Auch bei Skoda spielt das Thermofenster eine Rolle. Im Dezember 2019 gab es Hausdurchsuchungen bei VW wegen des erneuten Verdachts auf eine illegale Abschalteinrichtung, diesmal in der Steuerung von EA288-Motoren. Dieses Nachfolgemodell des Skandalmotors EA189 steckt in zahlreichen Dieselfahrzeugen der Marken Audi, SEAT und Skoda.

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum Thermofenster wird im Jahr 2020 erwartet. Wenn sich das Gericht – wie erwartet – dem Abschlussplädoyer der Generalstaatsanwältin anschließen wird, die das Thermofenster als illegale Abschalteinrichtung einstufte, geht der Abgasskandal auch bei Skoda in eine neue Runde.

Welche Fahrzeuge von Skoda sind vom Dieselskandal betroffen?

Im Zentrum der Vorwürfe bei Skoda stand das Motorenmodell EA189, genauso wie beim Mutterkonzern Volkswagen. Inzwischen wurden aber auch Manipulationen beim Nachfolgermodell EA288 festgestellt. Betroffen vom Dieselskandal sind folgende Automodelle von Skoda:

Modell und Hubraum

Baujahr

Motortyp

Fabia 5J 1.6l TDI

2008 bis 2014

EA189

Roomster 5J 1.6l TDI

2009 bis 2015

EA189

Rapid NH 1.6l TDI

2011 bis 2015

EA189

Octavia 1Z 1.6l TDI

2009 bis 2013

2012 bis 2015

EA189

Octavia 2.0l TDI

2010 bis 2013

2011 bis 2013

EA189

Octavia 5E 1.6l TDI

2012 bis 2015

2013 bis 2018

EA288

Superb 3T 1.6l TDI

2010 bis 2015

EA189

Yeti 5L 1.6l TDI

2008 bis 2015

EA189

Yeti 5L 2.0l TDI

2008 bis 2015

EA189

In unserem kostenfreien Online-Check können Sie schnell und bequem von zu Hause herausfinden, ob auch Ihr Skoda vom Dieselskandal betroffen ist. Wenn ja, beraten wir Sie gerne, wie Sie Ihre Ansprüche auf Entschädigung durchsetzen und Geld zurückbekommen können.

Schadensersatzansprüche prüfen & Geld zurückholen

Warum steht Skoda-Kunden ein Schadensersatz zu?

Der Bundesgerichtshof (BGH) urteilte im Mai 2020, dass Volkswagen seine Kunden vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt hat. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Konzern systematisch und bewusst Gewinninteressen vor die Interessen seiner Kunden und die der Umwelt setzte. Das Ziel der Manipulationssoftware war es, gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte für Stickoxidemissionen zu umgehen. Während die Autokonzerne zwar die Diesel als umweltfreundlich anpriesen, verkauften sie in Wirklichkeit manipulierte Fahrzeuge. Damit wurden auch Kunden von Skoda absichtlich getäuscht und kauften etwas, dessen Zustand nicht dem entsprach, was bei Kauf versprochen wurde.

Für die Manipulationen der Fahrzeuge und den Betrug sollten sich Kunden entschädigen lassen. Wie der BGH urteilte, haben Betroffene einen Anspruch auf Schadensersatz. Dieser Anspruch ergibt sich aus den Paragraphen §§ 823 und 826 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Darin wird erklärt, dass jemand, der sich einer sittenwidrigen vorsätzlichen Schädigung strafbar macht, zu Schadensersatz verpflichtet ist. Dieser steht betroffenen Kunden zu, unabhängig davon, ob sie einen Neu- oder einen Gebrauchtwagen besitzen.

Das BGH hat klargestellt, dass die Abschalteinrichtungen von Skoda & Co. illegal waren und damit Kunden vorsätzlich geschädigt wurden. Fordern Sie für den Betrug von Skoda Schadensersatz.

Schadensersatzansprüche prüfen & Geld zurückholen

Reicht das Software-Update nicht aus?

Als erste Maßnahme zur Behebung der manipulierten Dieselfahrzeuge musste bei betroffenen Autos ein Software-Update installiert werden. Auch Kunden von Skoda wurden zum Update aufgefordert. Für Volkswagenkonzern & Co. war damit der Dieselskandal erledigt. Der Vorteil: Mit dem Software-Update bot sich eine kostengünstige Option, den Schaden – angeblich – unproblematisch zu beheben.

Doch so einfach war es dann nicht. Schnell wurde Kritik an dem Update laut. Viele fragten sich, wie sich die Emissionsgrenzwerte auf einmal durch eine kleine Software-Änderung einhalten ließen und warum es nicht von Anfang an so gehandhabt wurde. Darüber hinaus berichteten zahlreiche Verbraucher von Problemen nach dem Update, wie Leistungseinbrüche oder höherer Spritverbrauch. Der größte Nachteil des Updates ist aber, dass Kunden dadurch weder vor Fahrverboten geschützt noch für den entstandenen Schaden entschädigt sind.

Wie können Betroffene Schadens­ersatz durchsetzen?

Für Kunden von Skoda gibt es zwei Möglichkeiten, um ihre Ansprüche auf Schadensersatz durchzusetzen:

#1 Kaufpreis zurück & Fahrzeug zurückgeben

Wir empfehlen folgende Variante: Fordern Sie eine Rückzahlung des Kaufpreises gegen die Rückgabe Ihres Skodas. Vor dem Hintergrund zahlreicher Fahrverbote in deutschen Innenstädten und dem Wertverlust Ihres Wagens halten wir das für den richtigen Weg. Alternativ können Sie einen Neuwagen verlangen, der die Abgasemissionen im Straßenverkehr einhält.

#2 Schadensersatz fordern & Fahrzeug behalten

Wollen Sie nicht auf Ihr Fahrzeug verzichten, haben Sie Anspruch auf einen Schadensersatz. Dieser beträgt ungefähr 20 % der Höhe des Kaufpreises. Zusätzlich sollten Sie eine Hardware-Nachrüstung für Ihren Diesel durchführen lassen und die Kostenübernahme dafür ebenfalls von Skoda einfordern, falls verfügbar.

Damit sind Sie einerseits gegen Fahrverbote geschützt, die nach wie vor in vielen deutschen Städten in Kraft sind. Andererseits werden die nachgerüsteten Fahrzeuge sauberer und umweltfreundlicher, als es mit dem Software-Update möglich wäre. Die Nachrüstungen übernehmen nicht die Autohersteller selbst, sondern Drittanbieter. Die Kosten belaufen sich dabei auf ca. 3.000 Euro, wobei nach wie vor die Kostenübernahme ein Streitpunkt ist. Obwohl die Nachrüstungen erst durch den Betrug der Hersteller notwendig wurden, kommt auch Skoda nicht uneingeschränkt für die Kosten auf. Betroffene Kunden müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen – wie z. B. wohnhaft in einer „Schwerpunktregion“ oder „Intensivstadt” sein – um sich für einen Zuschuss zu qualifizieren.

Für folgende Skoda-Modelle sind Hardware-Nachrüstungen verfügbar.

Modellname

Baujahr

Nachrüster

1,6l TDI Octavia 77kW

2012 - 2015

Twintec Baumot Group

2,0l TDI Octavia 81kW

2010 - 2013

Twintec Baumot Group

2,0l TDI Octavia 81kW

2011 - 2013

Twintec Baumot Group

Bestehen Sie auf eine Hardware-Nachrüstung, um für Fahrverbote gerüstet zu sein und dem Wertverlust Ihres Fahrzeugs entgegen zu steuern. Wir helfen Ihnen, damit Sie nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Schadensersatzansprüche prüfen & Geld zurückholen

Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Jetzt Schadensersatz im Abgasskandal durchsetzen

Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

Jetzt Schadensersatz im Abgasskandal durchsetzen