BMW Rückruf: Alle Rückrufaktionen zum Abgasskandal im Überblick

Als VW und weitere große Autokonzerne sich zu den Manipulationsvorwürfen im Rahmen des Dieselskandals bekannten, erklärte BMW schnell, nichts mit diesen Machenschaften zu tun zu haben. Doch lange konnte der Münchner Autobauer sein Saubermann-Image nicht aufrecht erhalten. Denn das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) forderte BMW Anfang 2018 dazu auf, zwei hochpreisige Modelle zurückrufen zu lassen. Wir haben alle Informationen zur Rückrufaktion zusammengefasst, die für betroffene BMW-Fahrer interessant sind. Zudem erfahren Sie hier, welche rechtlichen Schritte Sie gegen den Autobauer einleiten können, um nicht auf Ihrem Schaden sitzen bleiben zu müssen.

Das sollten BMW-Fahrer wissen

Ende 2017 wurde von BMW noch verkündet, dass alle Diesel-Fahrzeuge sauber seien. Doch bereits wenige Zeit später fand das KBA eine illegale Abschalteinrichtung in der Motorsteuerungssoftware zweier BMW-Modelle. BMW bleibt noch immer dabei, dass diese Software irrtümlich integriert wurde und es nur ein Fehler war, dass die Abgaswerte manipuliert wurden. Dennoch verpflichtete das KBA den Bayerischen Konzern Anfang 2018 zu einer Rückrufaktion. Betroffen sind sehr hochpreisige Fahrzeuge mit einem Sechszylinder-Motor mit 3,0 Liter Hubraum.

Informiert werden betroffene BMW-Fahrer per Post vom KBA oder einer anderen europäischen Zulassungsbehörde. Die Diesel-Besitzer werden dazu aufgefordert, eine Werkstatt aufzusuchen, damit ein Software-Update aufgespielt werden kann.

Dieses soll bewirken, dass die illegale Software-Komponente verschwindet und das Fahrzeug wieder mit optimierter Abgasreinigung funktioniert. BMW wurde verdächtigt, bereits im Rahmen einer Service-Aktion versucht zu haben, die Abschalteinrichtung unbemerkt zu löschen. Verständlich, da BMW relativ häufig gezwungen ist, Fahrzeuge wegen Mängeln zurückzurufen.

Auch wenn BMW tatsächlich relativ wenig manipulierte Diesel-Fahrzeuge im Vergleich zu VW & Co. verkauft hat, führt der Autobauer ansonsten die Liste an Rückrufaktionen an. Das zeigt beispielsweise ein Blick auf die Rückrufquote in den USA.

Diese Modelle musste BMW zurückrufen

Die Rückrufaktion mit der Nummer "0012760200" wurde vom KBA angeordnet und muss daher verpflichtend durchgeführt werden. Besitzer der betroffenen BMW-Modelle M550d und 750d müssen dem Aufruf also nachkommen und die Software ihres Fahrzeugs updaten lassen.

Für BMW ist sehr ärgerlich, dass die Schummel-Software ausgerechnet in sehr hochpreisige Modelle integriert wurde. Die beiden Modelltypen haben jeweils einen Sechszylinder-Motor des Typs "N57D30S1" verbaut mit einem großen Hubraum von 3,0 Liter.

Die Modelle M550d und 750d wurden dahingehend manipuliert, dass die Abgaswerte, die auf dem Prüfstand vermerkt wurden, deutlich unter den Werten lagen, die im Realbetrieb auf der Straße gemessen wurden. BMW berichtete, dass bereits 78 % aller manipulierten Fahrzeuge erfolgreich upgedatet werden konnten. Weltweit waren von der Rückrufaktion des Münchner Autobauers etwa 11.700 Fahrzeuge betroffen – 5.000 davon allein in Deutschland.

Modell
Baujahr
M550d 2012 bis 2017
750d 2012 bis 2017
BMW Rückruf: KBA Screenshot

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Unser Tipp

Ihre Rechte im Abgasskandal gegen BMW

Betroffen sind im Fall von BMW nur sehr hochpreisige Fahrzeugmodelle. Ein Wertverlust trifft BMW-Kunden also hart. Auch drohende Fahrverbote sorgen dafür, dass viele Käufer von BMW-Fahrzeugen mit Diesel-Motor den Autokauf bereuen. Doch Sie müssen nicht tatenlos dabei zusehen, wie Ihr Fahrzeug weiter an Wert verliert. Sie haben genug in der Hand, um gegen BMW rechtlich vorzugehen.

Wir helfen Ihnen dabei,

  • den Kaufpreis zurückzufordern oder
  • ein gleichwertiges mangelfreies Ersatzfahrzeug zu verlangen oder
  • eine Entschädigungszahlung durchzusetzen oder
  • Ihren Finanzierungs- oder Leasingvertrag zu widerrufen.

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Kosten für die Durchsetzung der Ansprüche

Bei uns müssen Sie keine Sorge haben, dass Sie am Ende auf den hohen Anwalts- und Gerichtskosten sitzen bleiben – egal, ob mit oder ohne Rechtsschutzversicherung.

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