Auch Audi 3.0 Liter TDI vom Abgasskandal betroffen

Nicht nur im Skandalmotor „EA189“ wurde manipuliert. So wurde z. B. auch im 3.0 Liter-TDI-Motor von Audi die Verwendung einer illegalen Abschalteinrichtung nachgewiesen. Was wurde an den 3.0 Liter-Motoren von Audi manipuliert? Was kommt auf Euro-5-Fahrzeuge zu und wie können Sie sich wehren? Wir klären auf.

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Welche Audi-Fahrzeuge mit 3.0 Liter TDI Motor wurden im Abgasskandal zurückgerufen?

Ende 2016 wurde der erste verpflichtende Rückruf von Audi gestartet. Betroffen war der allseits bekannte Motortyp „EA189“, der in Modellen wie dem Audi A1, A3, A4 und weiteren niedrig motorisierten Fahrzeugen verbaut wurde. Doch Ende 2018 musste Audi verkünden, dass es bei dieser groß angelegten Rückrufaktion nicht bleiben würde.

Auch Modelle aus den Jahren 2015 bis 2018 waren manipuliert und mussten zurückgerufen werden. Dabei traf es hochpreisige Fahrzeuge mit V-TDI-Motor mit einem Hubraum von 3.0 Litern. Brisant ist, dass es sich um Modelle handelte, die bereits der Abgasnorm Euro 6 entsprachen. Insgesamt 151.000 Fahrzeuge mussten verpflichtend Werkstätten aufsuchen, damit mithilfe eines Updates die illegale Software-Komponente entfernt werden konnte.

Nicht nur unter dem Rückruf-Code „23X6“ wurden zahlreiche Audi-Modelle vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zurückgerufen. Bisher sind folgende Modelle vom Abgasskandal betroffen:

Modellname

Baujahr

Euro-Norm

Audi A4 3.0 TDI

2007 bis 2015

Euro 5 und 6

Audi A5 3.0 TDI

2007 bis 2016

Euro 4 bis 6

Audi A6 3.0 TDI

2003 bis 2009, 2010 bis 2018

Euro 4 bis Euro 6

Audi A7 3.0 TDI

2010 bis 2017

Euro 5 und Euro 6

Audi A8 3.0 TDI

Audi A8 4.2 TDI

2003 bis 2009

2009 bis 2017

Euro 4

Euro 5 und Euro 6

Audi Q5 3.0 TDI

Audi SQ5 3.0 TDI

2008 bis 2017

seit 2015

Euro 5 und Euro 6

Euro 6

Audi Q7 3.0 TDI

Audi SQ7

2005 bis 2015

2016 bis 2018

Euro 4 bis Euro 6

Euro 6

Audi trifft die Tatsache hart, dass nun fast alle Modelle der Oberklasse betroffen sind. Denn der Autobauer kämpft seit Jahren gegen starke Konkurrenten im internationalen Markt für Oberklasse-Modelle. Da es sich bei den betroffenen Modellen um sehr hochpreisige Fahrzeuge handelt, erleiden Audi-Kund:innen enorme Wertverluste. Doch Käufer:innen von exklusiven Audi-Modellen ist auch das verbundene Image wichtig – hier wird Audi sicher ebenfalls Einbußen gemacht haben.

Besitzen auch Sie ein aktuelles Oberklasse-Modell von Audi mit einem 3.0 Liter Diesel-Motor? Dann sollten Sie handeln, bevor Ihr Fahrzeug drastisch an Wert verliert und durch das Software-Update eventuell Schaden nimmt. Nutzen Sie unseren Online-Check und erhalten Sie anschließend eine kostenfreie Ersteinschätzung unserer Experten.

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Wie wurden die Audi 3.0 Liter-Fahrzeuge manipuliert?

Im Fall der 3.0 Liter-Motoren wurden die „AdBlue“-Systeme mithilfe einer illegalen Abschalteinrichtung manipuliert. Das Fahrzeug erkennt, wenn die Füllmenge des Tanks sich langsam dem Ende zuneigt. Entsprechend wird die Einspritzung von Harnstoff, allseits bekannt unter dem Name AdBlue", gedrosselt. „AdBlue“ sorgt dafür, dass der SCR-Katalysator die Stickoxide in der Abgasluft reduziert. Der Fahrer kann mit der Tankfüllung seines Diesel-Fahrzeugs zwar länger fahren, jedoch funktioniert die Abgasreinigung gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt. Die Abgaswerte im Realbetrieb weichen dementsprechend von denen auf dem Roll-Prüfstand gemessenen Werten ab.

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Welche Probleme kommen auf Betroffene mit einem Audi 3.0 Liter TDI zu?

Manipulierte Dieselfahrzeuge übersteigen im realen Fahrbetrieb die gesetzlichen Vorgaben zum Schadstoffausstoß um ein Vielfaches. Besonders Großstädte können auch deshalb die Grenzwerte für Luftreinhaltung nicht einhalten.

In Hamburg wurde bereits im Jahr 2018 ohne gerichtliche Anordnung ein Fahrverbot für bestimmte Dieselfahrzeuge eingeführt. Weitere Städte wie Berlin, Frankfurt und Stuttgart folgten nach richterlichen Beschlüssen. Dort sind zum Teil die Euro-5-Diesel von den Verboten in den Innenstädten betroffen.

Handeln Sie bestenfalls, noch bevor Fahrverbote auf Sie zukommen! Fordern Sie zum Beispiel ein manipulationsfreies Ersatzfahrzeug gegen Rückgabe des betroffenen Diesels vom Hersteller und schützen Sie sich so vor drohendem Mobilitätsverlust.

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Wie können Sie sich gegen die Manipulation Ihres Audi 3.0 Liter TDI wehren?

Falls auch Ihr Fahrzeug von den Manipulationen der Autobauer betroffen ist und eine illegale Abschalteinrichtung verbaut wurde, haben Sie verschiedene Optionen, wie Sie vorgehen können. Sie sollten sich Gedanken darüber machen, ob Sie Ihr Fahrzeug behalten oder loswerden möchten. Je nachdem empfehlen wir Ihnen eine unterschiedliche Vorgehensweise.

Schadensersatz fordern & Auto behalten

Sie fühlen sich betrogen, möchten jedoch Ihr Fahrzeug nicht zurückgeben? Dann sollten Sie Schadensersatz vom Hersteller Ihres Autos fordern. Denn Sie wurden beim Kauf betrogen und sittenwidrig getäuscht. Dafür sollten Sie von Audi & Co. entschädigt werden – bis zu 10.000 Euro. Möglicherweise ist für Ihr Modell auch eine Diesel-Nachrüstung möglich.

Durch eine Hardware-Nachrüstung können die Stickoxid-Werte verlässlich soweit nach unten gedrückt werden, sodass Ihr Fahrzeug nicht länger von Diesel-Fahrverboten betroffen ist. Um die Kostenübernahme durchzusetzen, arbeiten wir eng mit dem einzigen Nachrüster deutschlandweit zusammen – dem Bamberger Technologie-Anbieter Dr Pley.

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Forderung des Kaufpreises & Rückgabe des Fahrzeugs

Sie möchten Ihr betroffenes Dieselfahrzeug loswerden, bevor Sie weitere Wertverluste verkraften müssen? Dann können Sie ebenfalls die Rückerstattung des Kaufpreises Ihres Autos fordern. Wie im oben beschriebenen Beispiel muss der Hersteller das manipulierte Fahrzeug zurücknehmen und Ihnen den gezahlten Kaufpreis auszahlen. Es kann eine Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer fällig werden, jedoch bleibt die Rückgabe des Fahrzeugs weiterhin sehr lukrativ. Ob diese Option für Ihren Fall in Frage kommt, können Sie gerne mithilfe unseres kostenfreien Online-Checks überprüfen.

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Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen schuldet, bleibt bei Ihnen. Sie müssen lediglich für Ihre vereinbarte Selbstbeteiligung aufkommen – ansonsten können Sie nur gewinnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

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Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Möglich wird dies durch einen sogenannten Prozesskostenfinanzierer. Dieser übernimmt für Sie alle Kosten (zum Beispiel eigene und gegnerische Anwaltshonorar sowie ggf. Gerichtskosten), die durch die Vertretung entstehen. Sie müssen nichts bezahlen – nur wenn wir für Sie einen Erfolg erzielt haben, erhält der Prozesskostenfinanzierer einen prozentualen Anteil des Ihnen zugesprochenen Betrags – eine sogenannte Erfolgsprovision. Sollte das Ergebnis nicht zu einem Erfolg führen, trägt der Prozesskostenfinanzierer alle Kosten. Der Prozesskostenfinanzierer finanziert Ihnen den ersten Schritt der Durchsetzung Ihrer Ansprüche: die Prüfung und Einschätzung Ihres Falles und die außergerichtliche Vertretung für ein Erfolgshonorar von 15 % vom Streitergebnis. Sollte es damit zu keiner Einigung mit Ihrem Gegner kommen, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

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