Abgasskandal Wohnmobil – Fiat Ducato, Iveco & andere Camper betroffen

Sie besitzen ein Wohnmobil und haben gehört, dass es vielleicht in den Abgasskandal verwickelt sein könnte? Wir erklären, was es damit auf sich hat und welche rechtlichen Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.

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Welche Wohn­mobile sind vom Diesel­skandal betroffen?

Der Abgasskandal bei den Wohnmobilen ist gleich bei mehreren bekannten Autoherstellern angekommen. Sowohl Fiat-Chrysler als auch VW und Daimler sind in den Wohnmobil Abgasskandal verwickelt. Während an vielen Stellen noch von harmlosen „Schummeleien“ die Rede ist, steht fest: Autohersteller wie Fiat, Iveco, VW und Daimler haben auch bei den Wohnmobilen betrogen.

Der Abgasskandal bei Fiat Ducato Wohnmobilen

Unseren Informationen zufolge muss man davon ausgehen, dass alle Wohnmobile bei Fiat der Baujahre 2011 bis 2019 und einige der Baujahre 2020 vom Abgasskandal betroffen sind.

Folgende Modelle dieser Marken stehen unter dringendem Verdacht der manipulierten Abgasbehandlung:

  • Fiat Ducato mit Abgasnorm Euro 5

Im Fokus steht dabei besonders der Fiat Ducato, der als Unterbau für zahlreiche andere Wohnmobilhersteller dient. Die Fiat Wohnmobile, die im Dieselskandal mit illegalen Abschalteinrichtungen ausgestattet wurden, haben die Abgasnorm Euro 5 und 6. Damit ist das wirkliche Ausmaß des Abgasskandals bei den Wohnmobilen von Fiat vermutlich erheblich größer, als bislang bekannt ist.

Der Abgasskandal bei Iveco Wohnmobilen

Wie beim Fiat Ducato, der ebenfalls aus Turin stammt, wurden auch in den Wohnmobilen von Iveco illegale Abschalteinrichtungen festgestellt. Hier sind vom Wohnmobil Dieselskandal folgende Modelle der Baujahre 2011 bis 2019 und einige der Baujahre 2020 und der Abgasnormen Euro 5 und 6 betroffen:

  • Iveco Daily

  • Iveco Daily Hi-Matic

  • Iveco Daily 4x4

Der Abgasskandal bei Volkswagen Wohnmobilen

Volkswagen kennt man als den Autohersteller, bei dem der Abgasskandal seinen Anfang nahm. Beendet scheint er noch lange nicht zu sein. So wurden auch bei den Wohnmobilen von VW stark erhöhte Stickoxidwerte gemessen. Betroffen sind hier:

  • VW T5 California mit der Abgasnorm Euro-5

  • VW T6 California mit der Abgasnorm Euro-6

  • VW Crafter

Zunächst wies VW die Vorwürfe zwar als „unseriös“ ab. Doch schon wenig später musste der Konzern einlenken: Halter:innen des T5 California werden mit bis zu 3000 Euro für eine Nachrüstung mit einem Katalysator unterstützt.

Der Abgasskandal bei Mercedes-BenzWohnmobilen

Auch Daimler bietet Reisemobile an, die ebenfalls vom Abgasskandal betroffen sind. Dazu gehören die Modelle:

  • Marco Polo

  • Sprinter

  • V-Klasse

  • Vito und Viano.

Es handelt sich um die Baujahre 2014 bis 2018.

Lassen Sie den Traum eines Wohnmobils nicht zum Alptraum werden. Wir prüfen, ob Ihr Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist und gehen – wenn Sie das wünschen – anschließend gegen den Hersteller vor, um Ihre Schadensersatzansprüche durchzusetzen.

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Welche Motoren sind vom Diesel­skandal bei Wohn­mobilen betroffen?

Im Gegensatz zum Auto kaufen sich die meisten Menschen ein Wohnmobil nur einmal im Leben. Nicht nur der emotionale Wert dieses Fahrzeuges ist groß, es ist auch eine erhebliche finanzielle Investition. Viele erfüllen sich mit einem Wohnmobil oder Reisemobil einen Lebenstraum – ob für den jährlichen Sommerurlaub oder für den Ruhestand. Doch dieser Traum vieler ist nun gefährdet.

Beim Fiat Ducato sind folgende Motoren verbaut, in denen illegale Abschalteinrichtungen vermutet werden:

  • 2,0 Liter (115 Multijet)

  • 2,3 Liter (110 Multijet, 130 Multijet, 150 Multijet)

  • 3,0 Liter (180 Multijet)

Bei Iveco handelt es sich um die Motorisierungen F1A 2.3 Liter und um den Motor F1C 3.0 Liter, die Teil des Wohnmobile Dieselskandals sind.

Bei Daimler sind es im Wohnmobil Diesel Abgasskandal folgende Motorentypen mit manipulierter Abgasbehandlung: OM 622, OM 626 und OM 651.

Auch Volkswagen ist wieder am Dieselskandal beteiligt und auch diesmal geht es um die Motoren EA189 und EA288. Beide Motorentypen sind aus den Anfängen des Dieselskandals beim VW-Konzern bereits einschlägig bekannt.

Ist mein Fiat Ducato Wohn­mobil vom Abgas­skandal betroffen?

Fiat Ducato Wohnmobile stoßen im realen Straßenbetrieb zum Teil bis zu 12-mal so viele Stickoxide aus, wie gesetzlich erlaubt. Und genauso wie der Iveco Daily dient auch der Fiat Ducato als Unterbau für zahlreiche andere Wohnmobilhersteller. Der Fiat Ducato allein bildet die Basis von rund Dreiviertel der Wohnmobile europaweit und einem Drittel der deutschen Wohnmobile. Der Abgasskandal bei den Wohnmobilen hat damit also europäische Ausmaße erreicht.

In Deutschland allein sind mehr als 200.000 Fahrzeuge mit einem Fiat Ducato Unterbau von Stilllegung bedroht.

Bereits seit Längerem ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen Fiat und Iveco. So gab es im Juli 2020 Razzien in den Unternehmensräumen der Unternehmen in Frankfurt am Main bei Fiat, in Ulm bei Iveco sowie in Italien und der Schweiz. Grund dafür war der Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug. Seit Juni 2021 prüft das KBA eigenen Angaben zufolge, wie die Manipulationen an den Motoren von Fiat Chrysler Wohnmobilen behoben werden können und ob nach EU-Recht auch Rückrufe möglich sind.

Ist mein Iveco Wohn­mobil vom Abgas­skandal betroffen?

Bei Iveco sind es der Iveco Daily, Iveco Daily Hi-Matic und Iveco Daily 4x4, die im Dieselskandal für Wohnmobile unter Verdacht stehen. Genauso wie der Fiat Ducato dient der Iveco als Unterbau zahlreicher anderer Wohnmobilhersteller. Daher ist der Dieselskandal bei den Wohnmobilen nicht nur auf diese Marken begrenzt, sondern betrifft auch beliebte Wohnmobilhersteller wie z.B. Hymer, Dethleffs, Woelcke, Concorde oder Carthago.

Seit Februar 2021 prüft das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen verpflichtenden Rückruf unter dem Herstellercode „13T” des Modells Iveco Daily der Baujahre 2015 bis 2019 und der Abgasnorm Euro 6. Weltweit betroffen sind davon 20.000 Fahrzeuge, in Deutschland rund 870 Wohnmobile. Dem KBA zufolge sind „Störungen” der Grund für den Rückruf in Untersuchung, die durch eine unbekannte Software ausgelöst wurden und die u.a. zu schlechteren Stickoxidwerten führen.

Auszug aus der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts

Ein Rückruf ist allerdings keine notwendige Voraussetzung, um erfolgreich Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Wir helfen Ihnen, entweder die Kostenerstattung für eine Nachrüstung Ihres Wohnmobils durchzusetzen sowie Schadensersatz oder eine Kaufpreiserstattung gegen Rückgabe des Wohnmobils.

Verschaffen Sie sich Gewissheit über Ihr Wohnmobil und sichern Sie so Ihre nächste Reise ab: Mit unserem kostenfreien Online-Check können Sie überprüfen, ob auch Sie betroffen sind. Wir beraten Sie auch gern zu Ihren nächsten Schritten – unverbindlich und mit voller Kostentransparenz.

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Wie sehr überschreiten die Wohn­mobile die gesetz­lichen Abgas­grenzwerte?

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) informierte die Öffentlichkeit im April 2021 parallel zum Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) über erschreckend hohe Stickoxidemissionen in den Modellen beliebter Wohnmobilhersteller. Dabei sind primär Wohnmobile von Fiat-Chrysler und Iveco vom Dieselskandal betroffen.

Und auch bei Wohnmobilen von Volkswagen stellte die DUH starke Abweichungen von den offiziellen Stickoxidangaben fest. Beim VW California wurden teilweise 4,8-fach höhere Stickoxidemissionen gemessen, als gesetzlich erlaubt.

Betroffenen Wohnmobilen drohen Fahrverbote, Rückrufe und im schlimmsten Fall sogar die Stilllegung.

Der Wert Ihres Wohnmobils ist durch die illegalen Abschalteinrichtungen erheblich gesunken. Für den dreisten Betrug der Autohersteller im Abgasskandal bei den Wohnmobilen sollten Sie sich entschädigen lassen. Machen Sie jetzt unseren kostenfreien Online-Check und finden Sie heraus, was Ihre nächsten Schritte sind.

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Wie können Besitzer:­innen eines vom Abgasskandal betroffenen Wohn­mobils vorgehen?

Egal, ob Sie ein Wohnmobil von Fiat, Iveco, Volkswagen, Mercedes-Benz oder eines anderen Herstellers besitzen: Ihr Wohnmobil wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit manipuliert. Im schlimmsten Fall drohen Ihrem Fahrzeug Fahrverbote oder sogar die Stilllegung. Um diesen Situationen vorzubeugen, sollten Sie aktiv werden. Sie haben folgende Optionen:

#1 Rückgabe des Wohnmobils gegen Kaufpreis

Wir setzen für Sie die Rückgabe Ihres Wohnmobils gegen die Erstattung des Kaufpreises durch, abzüglich einer Nutzungsentschädigung. Angesichts der hohen Wertverluste Ihres Wohnmobils empfehlen wir diese Option.

#2 Wohnmobil behalten & Schadensersatz sowie Nachrüstung sichern

Sich von seinem Wohnmobil zu trennen, ist verständlicherweise schwer. Wir können für Sie auch Schadensersatzansprüche durchsetzen, wenn Sie das Fahrzeug behalten möchten. Je nach Entwicklung des Abgasskandals im Wohnmobilbereich können Sie zwischen Schadensersatz oder Kostenerstattung für eine Hardware-Nachrüstung – falls vorhanden – auch später noch wählen.

Der Abgasskandal sorgt verständlicherweise für viel Ärger und Frust. Sorgen Sie jetzt für Klarheit und machen Sie unseren kostenfreien Online-Check. Sie erhalten zu Ihrem Wohnmobil eine unverbindliche Ersteinschätzung in nur wenigen Schritten.

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