VW-Automatikgetriebe unter Manipulationsverdacht

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VW-Automatikgetriebe unter Manipulationsverdacht
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Wie das Handelsblatt berichtete, hat der Volkswagen-Konzern die Abgaswerte seiner Fahrzeuge nicht nur durch die bisher bekannten Abschalteinrichtungen manipuliert. Auch mithilfe von Einstellungen in Automatikgetrieben wurden die Werte auf dem Prüfstand geschönt. Welche Modelle nach aktuellem Stand betroffen sind und wie Geschädigte jetzt handeln sollten, erfahren Sie hier.

Manipulation im Getriebe bereits 2016 entdeckt 

Nach dem Bericht des Handelsblattes hat die amerikanische Umweltbehörde EPA bereits 2016 Veränderungen innerhalb der Automatikschaltung erkannt und diese – nicht nur in Diesel-PKW sondern auch in Benzinern – als Manipulation bewertet. Im August dieses Jahres haben – durch die von der amerikanischen Umweltbehörde getroffene Beurteilung – bereits 98.000 Benziner-Fahrer in den USA rund 100 Millionen Dollar erstreiten können. 

Wie die Behörde herausfand, könne bei den betroffenen Fahrzeugen durch das Schaltverhalten auch der Ausstoß an Stickoxiden und CO2 reguliert werden. Auch hier wiesen die Fahrzeuge auf dem Prüfstand wesentlich bessere Stickoxid-Werte als im normalen Straßenbetrieb auf. Fahrzeuge mit Automatikgetriebe hätten während der Prüfung ein abweichendes Schaltverhalten gezeigt, das sich von dem auf der Straße stark unterscheide.

Wie wurde bei den Automatikgetrieben getrickst?

Der Staatsanwaltschaft München II ist durch Aussagen eines VW-Ingenieurs eine Liste mit "kritischen Themen" bekannt geworden. Eines dieser Themen beinhaltet die Getriebetechnik bei Porsche, Audi und Volkswagen. Darin zeigt sich, dass auch das Schaltverhalten von Automatikgetrieben so manipuliert werden konnte, dass der Abgasausstoß im Falle einer Prüfung reduziert wird.

"Das AL 1000 – großes Automatikgetriebe des VW-Konzerns – und das DL 502 (Doppelkupplungsgetriebe) nutzen zur Optimierung des Verbrauchs die Testerkennung und passen in Abhängigkeit vom Lenkwinkel bzw. von der Querbeschleunigung die Getriebe-Schaltkennlinie optimal an. Bei höheren Kurvengeschwindigkeiten bzw. größerem Lenkwinkel wird diese verbrauchsoptimale Bedatung abgeworfen", heißt es etwa in einem Bericht von Audi. 

Nach Angaben des Handelsblattes bedeutet das im Klartext, dass Benziner auf dem Prüfstand unverhältnismäßig früh hochschalten. Damit sei der Ausstoß an giftigen Gasen wesentlich geringer ausgefallen, weil das Fahrzeug konsequent untertourig lief. Bei Diesel-Fahrzeugen traf das Gegenteil zu: Indem das Fahrzeug bei kleinen Gängen in einer hohen Drehzahl gehalten wurde – also sehr verspätet hochschaltet – veränderte sich der Ausstoß von Stickoxiden, sodass diese stets die geforderte Norm einhielten. 

Die Aussagen des mittlerweile angeklagten Motorenentwicklers zeigen, dass Automatikgetriebe gezielt manipuliert wurden, um Schadstoffwerte zu beschönigen. Die Möglichkeit, dass auch in Ihrem Fahrzeug eine Schalt-Logik verbaut ist, kann durchaus bestehen. Nutzen Sie einfach unseren kostenfreien Online-Check und erfahren Sie, ob auch Ihr Fahrzeug betroffen ist. 

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Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Wie bereits im Diesel-Abgasskandal steht bei den Automatik betriebenen Fahrzeugen der EA 189 Motor in der Kritik. Die betroffenen Automatikgetriebe der Baureihe AL 1000, DQ 500 und DQ 250 sind demnach von den Manipulationen betroffen. Diese Getriebearten wurden in den Fahrzeugtypen Audi A7A8TiguanPassat sowie im VW Touareg verbaut.

Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ordnete 2017 einen "verpflichtenden Rückruf" für Audi A7 und A8 an

Die deutsche Behörde hegte ebenfalls Bedenken und hat Fahrzeuge der Marke VW, Audi und Porsche genauer untersucht. "Aufgrund der NOx-Überschreitungen" hat das KBA die technische Umrüstung angeordnet. Demnach solle die "Lenkwinkel-abhängige Getriebewarmlauf-Funktionalität" entfernt werden. 

Benziner mit Automatikgetriebe könnten manipuliert sein 

Volkswagen hingegen betonte, dass es nur bei den Audi-Modellen A7 und A8 eine technische "Non-Konformität" gäbe, die jedoch keine Manipulation darstelle. Für diese beiden Modelle hatte das Kraftfahrt-Bundesamt bereits 2017 verpflichtende Rückrufe verfügt. Bei den Benzinern bestätigte das Bundesverkehrsministerium CO2-Abweichung. Das KBA wollte dennoch nicht von der Verwendung einer Abschalteinrichtung sprechen. 

Das ist deshalb brisant, weil derselbe Fall in den USA als Schalt-Trick anerkannt wurde und insgesamt 100 Millionen Dollar an betrogene Fahrzeughalter gezahlt wurden. Auch Halter eines Benziners haben somit eine Entschädigung erhalten. Volkswagen dementiert den Verdacht auf Manipulation weiterhin, weil die Bestimmungen in den Vereinigten Staaten anders geregelt sind als in Europa. 

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