DUH veröffentlicht Beweis: Abgasskandal bereits 2006 geplant

DUH veröffentlicht Beweis: Abgasskandal bereits 2006 geplant

Am 17. November 2022 veröffentlichte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) brisante Dokumente im Abgasskandal. Die Dokumente liefern den Beweis, dass Autohersteller die flächendeckende Abgasmanipulation bereits im Jahr 2006 planten. Ist es nun endgültig vorbei mit den ewigen Ausreden der Autokonzerne?

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Bosch-Dokumente zeigen: VW, Audi, BMW & Mercedes-Benz planen Manipulation seit 2006

Spätestens im Februar 2023 droht Autoherstellern großes Übel. Denn in diesem Monat wird vor dem Verwaltungsgericht Schleswig zu 119 Fahrzeugmodellen verhandelt.

Der Vorwurf: Autohersteller haben durch Abgasmanipulationen Millionen Kund:innen vorsätzlich und sittenwidrig betrogen. Im Rahmen dessen fordert die DUH unter anderem eine angemessene Entschädigung für betroffene Autokäufer:innen.

Es ist damit zu rechnen, dass die Verfahren verbraucherfreundlich enden. Rechtsexpert:innen sind sich dessen so sicher, weil der DUH interne Dokumente des Zulieferers Bosch vorliegen. Aus den Unterlagen ist ersichtlich, dass Bosch bereits im Jahr 2006 zusammen mit Audi, BMW, Mercedes-Benz und VW die Strategien in Kenntnis der Unzulässigkeit der Funktionen besprochen und bestimmt haben. Somit liegt der Beweis vor, dass die Manipulation kein Versehen, sondern von langer Hand geplant war.

Der Einblick in die Gestaltungsvielfalt aller Strategien, insgesamt 44, lässt gar keinen anderen Schluss als profitgesteuerte Manipulation mehr zu. Kein Gericht dürfte das nunmehr noch anders sehen können.

Philipp Caba, Rechtsanwalt & Vorstand bei Gansel Rechtsanwälte

Aus den vorliegenden Dokumenten lässt sich außerdem herauslesen, dass Bosch die Autohersteller über die Unzulässigkeit der Abschalteinrichtungen informierte. Trotzdem kam es zur planmäßigen Umsetzung und dem Einbau in Millionen Fahrzeugen.

Zudem ergibt sich aus den Dokumenten, dass Bosch nicht nur VW, Audi, BMW und Mercedes-Benz belieferte. Auch Porsche, Opel, Toyota und Fiat gehören zu den Kund:innen des deutschen Zulieferers.

Nutzen Sie diese handfesten Beweise zu Ihrem Vorteil und fordern Sie jetzt einen angemessenen Schadensersatz. Ob sich ein Vorgehen in Ihrem Fall tatsächlich lohnt, finden Sie vorab in unserer kostenlosen Ersteinschätzung heraus.

5 Millionen Fahrzeughalter:innen blüht nun ein Schadensersatz

Der Inhalt dieser Dokumente liefert handfeste Belege zum Nachweis der Kenntnis über den Einsatz unzulässiger Abschaltstrategien. Gegenteiliges zu beweisen oder zu behaupten, wird Autokonzernen nunmehr äußerst schwer fallen dürfen. Die Erfolgschancen auf Schadensersatz im Abgasskandal steigen damit ungemein. Betrogene Autokäufer:innen sollten diese Chancen für sich nutzen und einen angemessenen Schadensersatz fordern. Gegebenenfalls ist vor dem Hintergrund einer möglichen Verjährung der Ansprüche ein schnellstmögliches Handeln notwendig.

Unsere Rechtsanwält:innen im Abgasskandal werden die neuen Tatsachen in den nächsten Tagen in all unsere offenen Verfahren einführen. Gleichzeitig wird geprüft, ob die neue Beweislage sogar Auswirkungen auf gerichtlich bereits entschiedene Fälle hat. Der wirtschaftliche Schaden durch fehlerhafte Gerichtsentscheidungen, die auf nun nachweislich falschen Annahmen beruhen, dürfte immens sein.