Widerruf Leasingvertrag – So holen Sie sich Ihre Leasingraten zurück

Auch für Leasingverträge besteht ein gesetzliches Widerrufsrecht. Wurde der Leasingnehmer nicht ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht informiert, ist ein Widerruf auch viele Jahre nach Vertragsabschluss noch möglich. Unsere Erfahrungen zeigen: Zahlreiche Leasingverträge erfüllen die hohen gesetzlichen Anforderungen nicht und können demzufolge auch nach Jahren noch widerrufen werden. Auf welche Fehler wir besonders häufig gestoßen sind und wie Sie von einem Widerruf profitieren können, erfahren Sie hier.

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EuGH-Urteil erleichtert den Widerruf

Mit seinem Sensations-Urteil vom 26. März 2020 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) Millionen Verbrauchern den Weg zu einem erfolgreichen Widerruf geebnet. Wie genau Sie von dieser aktuellen Entscheidung profitieren können, lesen Sie hier:

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Fehler in den Widerrufsinformationen ermöglichen den späten Widerruf

Privatleasing erfreut sich immer größerer Beliebtheit und bietet eine Alternative zur Finanzierung oder zum Kauf eines Fahrzeugs. Was viele jedoch nicht wissen: Leasen Sie das Fahrzeug überwiegend zum privaten Gebrauch, steht Ihnen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.

Werden Sie über dieses Widerrufsrecht nicht ordnungsgemäß vom Leasinggeber unterrichtet oder werden Ihnen nicht alle gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben in klarer und verständlicher Form erteilt, beginnt die gesetzliche Widerrufsfrist nicht zu laufen. Sie können Ihren Leasingvertrag dann auch nach Jahren noch widerrufen und bares Geld sparen. Das gilt jedoch nur für Leasingverträge, die nach dem 12. Juni 2014 abgeschlossen wurden.

Widerruf Leasingvertrag: Bevorzugte Finanzierungsform bei Neuwagen
Beispiel aus der Praxis

Leasing: Dieselfahrzeug

Herr Müller und die Teures-Leasing GmbH schließen am 15. August 2014 einen Leasingvertrag ab. Bereits zu Beginn des Leasings wird die von den Leasingraten abgedeckte Kilometerleistung festgelegt. Übermäßige Beschädigungen und Mehrkilometer sind am Ende des Leasingvertrags zu entschädigen (sogenanntes Kilometerleasing).

Leider hat Herr Müller ein Dieselfahrzeug geleast, welches auch noch vom Abgasskandal betroffen ist. Als Herr Müller das Fahrzeug wie vereinbart im August 2017 zurückgeben möchte, verlangt der Leasinggeber eine hohe Nachzahlung von ihm, denn: Der Restwert des Fahrzeugs sei durch Lackkratzer nun deutlich niedriger als vor Jahren vertraglich festgelegt. Zudem müsse jeder mehr gefahrene Kilometer bezahlt werden.

Zum Glück hat Herr Müller vom Widerrufsjoker gehört und erfährt, dass er – wie viele andere auch – vor Jahren nicht ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht informiert wurde. Nach Rücksprache mit seinen Anwälten widerruft er den Leasingvertrag und spart sich am Ende die hohe Entschädigungszahlung. Obendrauf erhält er sogar noch Geld von seinem Leasinggeber zurück.

Auch in den Fällen, in denen Sie mit dem Leasinggeber ein sogenanntes Restwertleasing vereinbart haben, kann Ihnen auch nach Jahren noch ein gesetzliches Widerrufsrecht zur Verfügung stehen, wenn Sie nicht ordnungsgemäß über Ihr Widerrufsrecht und alle gesetzlichen Pflichtangaben informiert wurden.

Unsere Erfahrungen zeigen: Zahlreiche Leasingverträge entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen und enthalten fehlerhafte oder unvollständige Pflichtangaben. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch Ihr Leasingvertrag Fehler enthält, ist hoch. Über unseren Online-Rechner und einer anschließenden kostenfreien Ersteinschätzung erklären wir Ihnen, wie Ihre Chancen stehen.

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Gut zu wissen

Auch Existenzgründer können den Widerrufsjoker nutzen

Auch wenn Sie Ihren Leasingvertrag zur Aufnahme einer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit abgeschlossen haben, können Sie unter Umständen vom Widerrufsjoker Gebrauch machen. Im Rahmen unserer kostenfreien Ersteinschätzung können Sie herausfinden, wie viel Geld Sie bei einem Widerruf voraussichtlich erhalten würden.

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Widerruf ist besser als Kündigung

Mit der Zeit können sich die persönlichen und beruflichen Verhältnisse einer Person ändern, sodass auf Seiten des Leasingnehmers mitunter der Wunsch entsteht, den Leasingvertrag vorzeitig zu beenden.

Leasingvertrag kündigen?

In der Regel wird der Leasingvertrag allerdings nicht ordentlich kündbar sein. Demnach können Sie den Leasingvertrag nur kündigen, wenn Sie dafür einen wichtigen Grund haben. Eine Erkrankung oder Familienzuwachs wird als Kündigungsgrund jedoch nicht akzeptiert. Es besteht die Möglichkeit zur Kündigung, wenn das Fahrzeug einen Totalschaden erlitten hat oder gestohlen wurde.

Doch selbst wenn Ihnen ein außerordentliches Kündigungsrecht zur Verfügung steht, werden Sie dieses in vielen Fällen möglicherweise gar nicht nutzen wollen, denn: Kündigen Sie den Leasingvertrag außerordentlich, wird der Leasinggeber Schadensersatz von Ihnen fordern.

Besser den Leasingvertrag widerrufen!

Die wirtschaftlich deutlich bessere Alternative: Leasingvertrag widerrufen. Die Folgen eines erfolgreichen Widerrufs könnten folgendermaßen aussehen:

  • Sie geben das Fahrzeug an den Leasinggeber zurück
  • Der Leasinggeber erstattet Ihnen alle gezahlten Leasingraten und die gezahlte(n) Sonderzahlung(en)
  • Sie müssen keinen Schadensersatz an den Leasinggeber zahlen, weil Sie das Vertragsverhältnis vorzeitig beendet haben
  • Nach aktueller Rechtsprechung steht dem Leasinggeber auch keine Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer zu
  • In Zukunft müssen Sie keine weiteren Raten mehr an den Leasinggeber zahlen

Insgesamt lässt sich also sagen: Sie wären das Fahrzeug zu wirtschaftlich besonders günstigen Konditionen gefahren – und das möglicherweise jahrelang. Wenn Sie wissen möchten, ob auch Sie den Widerrufsjoker ziehen können und wie hoch Ihr Anspruch ist, nutzen Sie jetzt unseren kostenfreien Online-Rechner.

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Diese Fehler ermöglichen den Widerruf des Leasingvertrags

Unsere Experten haben bereits tausende von Darlehens- und Leasingverträge überprüft. Dabei entdeckten sie zahlreiche Fehler, unter anderem diese hier:

Unklarer Fristbeginn

In vielen Leasingverträgen findet sich die folgende Klausel zum Beginn der Widerrufsfrist:

Der Leasingnehmer kann seine Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Die Frist beginnt nach Abschluss des Vertrags, aber erst, nachdem der Leasingnehmer alle Pflichtangaben nach § 492 Abs. 2 BGB (z. B. Angabe zur Art der entgeltlichen Finanzierungshilfe, Angabe zum Anschaffungspreis, Angabe zur Vertragslaufzeit) erhalten hat.

Haben Sie verstanden, wann die Widerrufsfrist beginnen soll? Aus unserer Sicht kann der juristisch nicht vorgebildete Verbraucher mit dieser Angabe nicht viel anfangen. Taucht eine solche Information zum Beginn der Widerrufsfrist auch in Ihrem Vertrag auf, gehen wir davon aus, dass Sie nicht ordnungsgemäß über Ihr Widerrufsrecht informiert wurden.

Auch das Landgericht Saarbrücken (LG Saarbrücken) sah hinsichtlich dieser Klausel Klärungsbedarf. Es hat sich in einem von uns geführten Verfahren (AZ: 1 O 164/18) dazu entschlossen, dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Klausel vorzulegen. Dieser soll nun darüber entscheiden, ob sie klar und prägnant genug sowie europarechtskonform ist.

Nicht existierende Verzinspflicht

Enthält Ihr Leasingvertrag die Information, dass Sie – im Falle des Widerrufs – für den Zeitraum zwischen der Übergabe und der Rückgabe des Fahrzeugs, den vereinbarten Sollzins zu entrichten haben, können Sie Ihren Leasingvertrag womöglich noch immer widerrufen. Der Leasingvertrag enthielte dann nämlich eine Klausel über eine Zahlungsverpflichtung, die tatsächlich gar nicht existiert. Wenn Sie Ihren Leasingvertrag erfolgreich widerrufen, müssen Sie zwar das Fahrzeug an den Leasinggeber zurückgeben, Zinsen hätten Sie allerdings nicht zu bezahlen.

Aufrechnungsverbot

Findet sich die folgende Klausel in den zu Ihrem Leasingvertrag zugehörigen AGB des Leasinggebers, können Sie Ihren Leasingvertrag möglicherweise noch immer widerrufen:

Der Kunde darf Forderungen gegen den Leasinggeber nur insoweit aufrechnen, als seine Forderungen unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.

Eine solche Klausel ist dazu geeignet, den Verbraucher von der Ausübung seines Widerrufsrechts abzuhalten. Wir gehen daher davon aus, dass Sie – sofern Ihr Vertrag eine entsprechende Klausel enthält – noch heute den Widerrufsjoker ziehen und Ihren Leasingvertrag widerrufen können.

Außerordentliches Kündigungsrecht

Fehlt in Ihrem Leasingvertrag ein Hinweis auf Ihr außerordentliches Kündigungsrecht aus wichtigem Grund gemäß § 314 BGB, könnten Sie ebenfalls berechtigt sein, den Vertrag zu widerrufen.

Weitere Fehler in den Leasingverträgen

Im Rahmen unserer Überprüfungen sind wir auf weitere Fehler – über die hier genannten hinaus – gestoßen. Sollten Sie Ihren Leasingvertrag widerrufen wollen, empfiehlt es sich daher, unsere kostenfreie Ersteinschätzung zu nutzen. In dieser können wir Ihnen bereits verraten, ob Ihr Leasingvertrag Fehler enthält – unter Umständen auch solche, die hier nicht aufgeführt wurden – die Ihnen die Ziehung des Widerrufsjokers ermöglichen könnten.

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Der Widerruf ist vor allem auch für Dieselfahrer interessant

Wenn Sie ein Dieselfahrzeug geleast haben, welches möglicherweise auch noch vom Abgasskandal betroffen ist, könnte sich der Widerruf für Sie ganz besonders lohnen.

Haben Sie beispielsweise ein Restwertleasing vereinbart, können Sie einer teuren Restwertforderung Ihres Leasinggebers entgehen, wenn Sie Ihren Leasingvertrag erfolgreich widerrufen.

Wenn Sie wissen möchten, ob Sie Ihren Leasingvertrag noch widerrufen können und was Ihnen das wirtschaftlich bringen könnte, haben Sie die Möglichkeit eine kostenfreie Ersteinschätzung von uns einzuholen. Nutzen Sie dafür unseren kostenfreien Online-Rechner.

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Ihre Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten eines Widerrufs

Sofern Sie Ihren Leasingvertrag noch immer widerrufen können, tritt der Rechtsschutzfall ein, wenn Ihr Leasinggeber Ihren Widerruf unberechtigterweise zurückweist. Verfügen Sie in diesem Moment über eine passende Rechtsschutzversicherung, kommt diese für die Kosten auf, die Ihnen im Rahmen der Durchsetzung Ihres Widerrufs entstehen.

Verfügen Sie in diesem Moment über keine passende Rechtsschutzversicherung, lässt sich diese möglicherweise noch rechtzeitig abschließen.

Widerruf Leasingvertrag: So gehen Sie vor

Sie sind sich noch nicht sicher, ob Sie Ihren Vertrag widerrufen möchten oder können? In nur 3 Schritten erhalten Sie die Antwort:

1. Prüfung des Vertragsabschlusses

Schauen Sie in Ihre Unterlagen, ob Ihr Leasingvertrag nach dem 12. Juni 2014 datiert. Ist das der Fall, können Sie bei fehlerhaften Angaben im Vertrag noch heute widerrufen.

2. Kostenfreie Ersteinschätzung anfordern

Im Rahmen unserer kostenfreien Ersteinschätzung verraten wir Ihnen – schnell, einfach und unkompliziert – ob Ihr Vertrag unzureichende Angaben enthält, die Sie zum Widerruf berechtigen könnten. Sie erfahren außerdem, welche rechtlichen Möglichkeiten Sie haben und was das wirtschaftlich für Sie bedeuten könnte.

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3. Vertrag erfolgreich widerrufen

Wenn Sie sich dazu entscheiden uns zu beauftragen, werden wir uns darum kümmern, dass Ihr Vertrag erfolgreich widerrufen wird. Der Widerruf Ihrer Autofinanzierung führt dazu, dass sie Ihr Fahrzeug an die Bank zurückgeben können und das gezahlte Geld zurückerstattet bekommen.