VW Schadensersatz – Machen Sie Ihre Ansprüche zu Geld

Der BGH hat bestätigt, was Verbraucherschutzanwälte schon lange vertreten haben: Betroffenen im Dieselskandal steht wegen VWs vorsätzlicher Täuschung ein Schadensersatz zu. Fahren Sie auch einen VW-Diesel? Wir prüfen kostenfrei, wie hoch Ihr Anspruch ausfällt und wie die Chancen auf Schadensersatz stehen.

Warum muss VW Schadens­ersatz zahlen?

Seit 2015 sind die Details des Dieselskandals bei Volkswagen und weiteren Autokonzernen der breiten Öffentlichkeit bekannt. Der Wolfsburger Konzern und sämtliche Tochterunternehmen – aber auch Autohersteller wie Daimler, BMW, Opel & Co. – manipulierten systematisch Abgaswerte. 2006 entschied sich VW, die Steuerung ihres Motors EA189 so zu programmieren, dass die Dieselfahrzeuge nur in Prüfsituationen gesetzliche Emissionswerte einhielten. Im normalen Straßenverkehr wurde die Abgasreinigung außer Kraft gesetzt und die Fahrzeuge stießen übermäßig und ungehindert schädliches CO2 in die Luft.

Schon seit 2007 wies die Deutsche Umwelthilfe wiederholt auf Verstöße des VW-Konzerns gegen Gesundheits- und Klimaschutz bei den Abgasemissionen hin. Ab 2014 erschienen erste Artikel in größeren deutschen Nachrichtenmedien, wie Der Spiegel, die über die Abschalteinrichtungen berichteten. Doch VW wiegelte zunächst ab, leugnete hartnäckig und führte die Messergebnisse auf Softwarefehler zurück. Erst als US-Behörden damit drohten, 2016er Modellen die Zulassung zu verweigern, beugte sich der Konzern dem Druck und gab den Betrug 2015 zu.

Zum Zeitpunkt 2020 ist auch bekannt, dass es sich nicht nur um eine illegale Abschalteinrichtung handelte, sondern um eine Reihe verschiedener Vorrichtungen. Im Zentrum der neuesten Vorwürfe steht dabei das sogenannte Thermofenster, das dem Motorschutz dienen soll. Dabei handelt es sich um eine Abgasreinigung, die abhängig von der Außentemperatur an- und abgeschaltet wird. Das Temperaturfenster liegt zwischen 15 °C und 34 °C, womit es so eingestellt ist, dass die Reinigung in zahlreichen europäischen Städten die meiste Zeit nicht läuft. Sowohl vom Bundesgerichtshof (BGH) als auch vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) werden 2020 Entscheidungen darüber erwartet, ob das Thermofenster illegal ist oder nicht.

Was ist die rechtliche Grundlage für Schadensersatz von VW?

Die zivilrechtlichen Klagen gegen den VW-Konzern teilen sich in zwei Bereiche:

  1. Einerseits gibt es Klagen seitens der Anteilseigner gegen den Autohersteller. Diese stützen ihre Ansprüche auf kapitalanlagerechtliche Vorschriften.
  2. Andererseits gibt es die Klagen von VW-Kunden, die ihre Ansprüche mit dem Verkehrszivilrecht begründen. Im Fokus stehen dabei die Sachmangelhaftung im Kaufrecht, die in §§ 437ff des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) steht, und Ansprüche, die sich aus unerlaubter Handlung ergeben (§ 826 BGB, § 823 Abs. 2 BGB).

Die rechtliche Auseinandersetzung dreht sich also darum, ob es sich bei der ursprünglichen Abschalteinrichtung um einen Sachmangel handelt, auch wenn diese durch ein Software-Update angeblich beseitigt wurde.

Werden Ansprüche aus unerlaubter Handlung geltend gemacht, kommt § 826 des BGB, die sittenwidrige vorsätzliche Schädigung, zum Tragen. Diese Rechtsnorm erfasst Fälle, in denen zwar weder ein Rechtsgut noch ein Schutzgesetz verletzt wurde, aber das Verhalten des Schädigers – hier der VW-Konzern – dennoch zu kritisieren ist. Diese Auffassung, nämlich dass VW „sittenwidriger Täuschung” schuldig ist, findet sich in den zahlreichen Urteilen wieder, die inzwischen zugunsten von VW-Kunden gefällt wurden.

Sind Sie wie viele tausende andere VW-Kunden auch vom Dieselskandal betroffen? Profitieren Sie von den verbraucherfreundlichen Urteilen der Gerichte und setzen Sie mit uns Ihre Ansprüche durch.

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Unser Tipp

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Sollten Sie sich bereits sicher sein, dass Ihr Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist, können Sie uns auch direkt online beauftragen. Füllen Sie dazu einfach unser Formular zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche im Abgasskandal aus - ohne Kostenrisiko.

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BGH-Urteil zu den Betrügereien von VW

Im Mai 2020 positionierte sich erstmals der Bundesgerichtshof (BGH) zu den Manipulationen des Wolfsburger Konzerns. Das höchste Gericht Deutschlands bestätigte die Auffassung, dass Volkswagen durch den Einbau einer illegalen Abschalteinrichtung vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt hat.

In der Begründung argumentierte das Gericht, dass VW durch seine Entscheidungen deutlich gemacht hat, dass sie Gewinnorientierung und Kosteninteressen konsequent vor Verbraucher-, Kunden- und Umweltbedenken gesetzt haben. Damit ist nun eindeutig geklärt, dass den betrogenen Kunden Schadensersatz zusteht. Profitieren können alle VW-Dieselfahrer, unabhängig davon, ob sie einen Gebraucht- oder Neuwagen besitzen.

Deutschlands oberstes Gericht hat gesprochen und sich dabei klar auf Verbraucherseite gestellt. Prüfen Sie bequem in unserem kostenfreien Online-Check, ob Ihnen auch ein Schadensersatzanspruch zusteht. Wir helfen Ihnen gerne, diesen durchzusetzen.

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EuGH-Generalanwältin zum Thermofenster

Die Position von VW zum Thermofenster lautet, dass es sich um eine zulässige Ausnahme handelt, die durch den Schutz des Motors vor Verschleiß gerechtfertigt sei. Die Generalanwältin des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sieht das anders. In ihrem Schlussplädoyer legte Eleanor Sharpston eine enge Auslegung der Ausnahmeregelung nahe und erklärte Technologien wie das Thermofenster für unzulässig. Es sei zwar Sache der nationalen Gerichte, im Einzelfall zu bestimmen, ob die Ausnahme gerechtfertigt ist oder nicht. Allerdings sei das Ziel des Motorenschutzes nicht hinreichend, um eine Abschalteinrichtung zu rechtfertigen. Schließt sich das EuGH, wie oft üblich, der Einschätzung der Generalanwältin an, würde der Abgasskandal in eine neue Runde gehen.

Auch in Ihrem Diesel ist wahrscheinlich ein Thermofenster eingebaut. Ihr Auto schadet damit Mensch und Umwelt – und Sie wurden von VW vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt. Prüfen Sie, wie viel Schadensersatz Ihnen zusteht – kostenfrei und unverbindlich in unserem Online-Check.

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Welche Schadensersatz­ansprüche haben Betroffene gegen VW?

Wie der BGH bestätigte, steht allen betroffenen VW-Kunden ein „deliktischer Schadensersatzanspruch” zu. Daraus ergibt sich, dass VW den Kaufpreis als Schadenersatz zu leisten hat. Die Frage danach, ob davon noch eine Nutzungsentschädigung abgezogen werden muss, war lange umstritten. Im BGH-Urteil befanden die Richter nun, dass den Betroffenen die gefahrenen Kilometer abgezogen werden müssen. Andernfalls würde es sich um eine weitere Strafe handeln, die im deutschen Recht nicht vorgesehen ist. Berechnet wird die Nutzungsentschädigung folgendermaßen:

Neuwagen:

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Gebrauchtwagen:

Zum Vergrößern anklicken

Betroffene sollten Ihre Ansprüche unbedingt durchsetzen. Aufgrund der Manipulationen hat Ihr VW-Diesel einen hohen Wertverlust erlitten und nach wie vor drohen Fahrverbote in zahlreichen deutschen Städten, von denen Sie betroffen sein könnten. Im schlimmsten Fall kann es sein, dass nicht umgerüstete Fahrzeuge stillgelegt werden. Damit es nicht so weit kommt, werden Sie lieber sofort aktiv.

Für welche VW-Modelle gibt es Schadensersatz?

Folgende Modelle bei Volkswagen sind von den Vorwürfen der illegalen Abschalteinrichtungen betroffen:

Model

Euro-Norm

Motoren (Hubraum)

Vorläufiges Ergebnis Betroffenheit

Motormodelle

Amarok, Beetle, Caddy, Eos, Golf, Jetta, Passat, Polo, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran

5

1,2; 1,6; 2,0 Liter

amtlicher Rückruf

EA189

Amarok, Arteon, Beetle, Caddy, Crafter, Eos, Golf, Jetta, Passat, Polo, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran, T-Roc

5, 6

1,4; 1,6; 2,0 Liter

Abschalteinrichtung Thermofenster

EA288

T5

5

2,0 Liter

Abschalteinrichtung

EA189

T6

6

2,0 Liter

amtlicher Rückruf

EA288

Touareg

6

3,0 Liter

amtlicher Rückruf

Abschalteinrichtung Thermofenster

EA897, EA896

Touareg

5

4,2 Liter

Abschalteinrichtung Thermofenster

EA 897

Phaeton

5, 6

3,0 Liter

Abschalteinrichtung Thermofenster

EA897, EA896

Sie fahren einen Diesel von Volkswagen? Wir prüfen gerne unverbindlich und kostenfrei Ihre Chancen auf Schadensersatz.

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Wie können Betroffene die Ansprüche auf Schadensersatz gegen VW durchsetzen?

Betroffene des Dieselskandals bei Volkswagen haben zwei Möglichkeiten, ihren Schadensersatzanspruch geltend zu machen. Was Sie auf keinen Fall tun sollten, ist die Hände in den Schoß zu legen oder sich mit einem Software-Update abspeisen lassen. Wie Tests nahelegen, ist das Software-Update unwirksam und ruft zahlreiche zusätzliche Probleme hervor, wie erhöhten Spritverbrauch, Leistungseinbrüche oder sogar Schäden am Auto.

Kaufpreiserstattung gegen Rückgabe des Fahrzeugs

Unsere Empfehlung lautet: Fordern Sie die Erstattung des Kaufpreises gegen Rückgabe Ihres Diesels. Alternativ können Sie ein Fahrzeug fordern, das die Bestimmungen zu den europäischen Abgasnormen auch im Realbetrieb einhält.

Auto behalten und Schadensersatz fordern

Möchten Sie gerne Ihr Fahrzeug behalten, dann sollten Sie sich für den Wertverlust entschädigen lassen. Fordern Sie daher von VW einen angemessenen Schadensersatz in Höhe von 20 % des Kaufpreises und die Erstattung der Kosten für eine Hardware-Nachrüstung. Nur so sind Sie nachhaltig und effektiv vor Fahrverboten geschützt.

Lassen Sie VW den systematischen Betrug an seinen Kunden nicht durchgehen. Berechnen Sie bequem von zuhause, wie hoch Ihr Schadensersatz ausfallen könnte. Unsere Fachanwälte kümmern sich dann um alles weitere und setzen Ihre Ansprüche durch.

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