Privatversicherung für Studenten – Lohnt sich die PKV wirklich?

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Privatversicherung für Studenten – Lohnt sich die PKV wirklich?
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Studierende, die während ihres Studiums privat versichert sind, profitieren besonders am Anfang von guten Leistungen und günstigen Beiträgen. Doch das kann sich schnell ändern. Eine Entscheidung sollte daher gut überlegt sein. Lesen Sie hier, wann ein Wechsel zurück in die GKV schwierig ist.

Darum lohnt sich die Private Kranken­versicherung im Studium nicht

Zu Beginn des Studiums stellt sich für neue Studierende die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung (GKV und PKV). Die Entscheidung sollte gut überlegt sein. Hat man sich einmal für die eine oder andere Versicherung entschieden, kann man während des Studiums nicht mehr wechseln.

Manche Studierende entscheiden sich zunächst für den einfachsten Weg. Sind die Eltern oder ein Elternteil in der PKV, bleiben viele Studenten direkt privat versichert. Besonders Kinder von Beamten profitieren dabei von günstigen Beiträgen durch die Beihilfe.

Doch die Entscheidung ist nicht ohne Risiko: Haben Sie nach Ihrem 25. Geburtstag das Studium noch nicht beendet und sind privat versichert, kann der Wechsel in die GKV schwierig werden. Denn in manchen Fällen, wie Arbeitslosigkeit oder Selbständigkeit, sind Sie trotz geringem Einkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von 62.550 Euro zunächst weiterhin an die PKV gebunden. Und ohne die Beihilfe, die an das Kindergeld geknüpft ist, steigen Ihre Beiträge enorm an.

Besonders schwierig wird es, wenn Sie das Studium beenden und nicht direkt einen Job finden. Beziehen Sie beispielsweise Arbeitslosengeld II (Hartz IV), können Sie nicht in die GKV wechseln. Der Wechsel ist nur dann möglich, wenn Sie aufgrund einer früheren Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten. Doch das ist nach einem Studium ja unwahrscheinlich.

Auch wenn Sie selbständig werden, sind Sie für die Dauer der Selbständigkeit an die PKV gebunden. Selbständige können nur in die GKV wechseln, wenn sie eine nichtselbständige Hauptbeschäftigung aufnehmen, deren Arbeitsentgelt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt.

In beiden Fällen müssten Sie nach wie vor die hohen Beiträge der PKV bezahlen und bekommen nur geringfügige oder gar keine Zuschüsse. Zu Beginn eines Studiums kann man selten den Verlauf voraussehen, den das Leben nimmt. Ob man riskieren möchte, sich eine PKV ans Bein zu binden, sollte man sich daher genau überlegen.

Diese Versicherungsoptionen haben Studierende

Grundsätzlich raten wir zum Eintritt in die GKV. Faktoren wie Einkommensabhängigkeit bei der Beitragsgestaltung, Flexibilität und die Familienversicherung sprechen dafür. Auch die PKV hat ihre Vorteile.

Langfristig ist jedoch die GKV die bessere Wahl. Denn trotz guter Leistungen in der PKV sind steigende Beiträge bis ins Alter vorprogrammiert. Nur wer sicher sein kann, sich das langfristig leisten zu können, sollte die PKV in Betracht ziehen. Und je älter man ist, desto schwieriger kann der Wechsel in die GKV werden.

Die Übersicht zeigt die unterschiedlichen Möglichkeiten der Versicherung während des Studiums.

Alter

PKV

GKV

 

 

Familienversicherung

Studentische Krankenversicherung

bis 25 Jahre

  • Wenn mind. ein Elternteil privat versichert ist

  • günstige Konditionen durch Beihilfe, wenn ein Elternteil Beamter ist

  • kostenlos mitversichert über die Krankenkasse eines Elternteils

  • monatl. Einkommen von 455 bzw. 538,33 Euro als Werkstudent darf nicht überschritten werden

  • Wenn Familienversicherung nicht möglich ist

  • Kosten: ca. 109 Euro pro Monat

ab 25 Jahre

  • Kindergeld entfällt und damit auch die Beihilfe

  • Ende der Familienversicherung; Übergang in studentische oder reguläre GKV

 

ab 30 Jahre

 

 

  • Ende der vergünstigten Beiträge, Sie müssen sich jetzt regulär freiwillig versichern

  • Wechsel in die reguläre PKV ist möglich

Wechselmöglichkeiten nach dem Studium

Für Angestellte: Sobald Sie sich nach dem Studium in ein Angestelltenverhältnis begeben, ist ein Wechsel von der PKV zur GKV in der Regel unproblematisch. In den meisten Fällen wird Ihr Einkommen unter der relevanten Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von 62.550 Euro liegen, sodass Sie sich gesetzlich versichern können.

Für Beamte: Sollten Sie nach dem Studium verbeamtet werden, lohnt sich eine Überlegung zugunsten der PKV, da Beamte von der Beihilfe profitieren.

Für Selbständige: Waren Sie während des Studiums in der PKV und gehen anschließend in die Selbständigkeit, ist ein Wechsel in die GKV für die Dauer der Selbständigkeit nicht möglich. Waren Sie zuvor als Student in der GKV, können Sie sich frei zwischen den Systemen entscheiden. Aufgrund der hohen und steigenden Beiträge sollte ein Wechsel zur PKV sehr genau überlegt sein.

Bei Arbeitslosigkeit: Sind Sie nach dem Studium arbeitslos, können Sie in der Regel Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beantragen. Zusätzlich zur Grundsicherung zahlt das Arbeitsamt dann auch Ihren Beitrag zur GKV. Waren Sie im Studium allerdings in der PKV, ist der Wechsel in die GKV erstmal nicht möglich. Das geht nur, wenn Sie aufgrund eines früheren Angestelltenverhältnisses Arbeitslosengeld I beziehen. Unter Umständen gibt es Zuschüsse vom Jobcenter zu den Beiträgen der PKV. Eventuell können Sie auch in einen günstigeren Basistarif bei Ihrer Versicherung wechseln.

Wir beraten Sie gerne zu Ihren Wechseloptionen nach dem Studium. Nutzen Sie unsere kostenfreie Ersteinschätzung, ob ein Wechsel von der PKV zur GKV für Sie in Frage kommt.

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