Online-Casinos müssen Glücksspiel-Einsätze zurückzahlen

Online-Casinos müssen Glücksspiel-Einsätze erstatten

Zahlreiche Spieler:innen in Online-Casinos haben aufgrund jüngster Gerichtsentscheidungen die Möglichkeit, ihre Spieleinsätze zurückzuholen. Damit auch Sie ihr Geld zurückbekommen, haben wir für Sie ein kostenfreies Musterschreiben aufgesetzt.

Zahlreiche Spieler:innen in Online-Casinos haben aufgrund jüngster Gerichtsentscheidungen die Möglichkeit, ihre Spieleinsätze zurückzuholen. Damit auch Sie Ihr Geld zurückbekommen, haben wir für Sie ein kostenfreies Musterschreiben aufgesetzt.

Pech im Spiel, Glück in der Rechtsprechung

Online-Glücksspiele sind in Deutschland grundsätzlich verboten. Dennoch gibt es unzählige Anbieter:innen auf dem Online-Markt, die ihre Kund:innen unerlaubterweise das Geld aus den Taschen zogen. Zu den bekanntesten Online-Anbietern gehören beispielsweise:

  • 888

  • bwin

  • Mr. Green

  • Wunderino

  • Drückglück

Wegen des grundsätzlichen Verbots sind die abgeschlossenen Verträge mit den jeweiligen Online-Casinos nichtig. Sie als Betroffene:r haben demnach die Möglichkeit, Ihr Geld zurückzuholen.

Das bestätigen bereits mehrere Gerichte. Darunter das Landgericht Gießen, welches den Online-Anbieter zur Rückzahlung von 12.000 Euro verurteilte (Az.: 4 O 84/20). Grund hierfür war nicht nur das grundsätzliche Online-Gewinnspiel-Verbot in Deutschland, sondern auch das Fehlen einer Glücksspiel-Lizenz. Zwar konnte der Anbieter eine Lizenz vorweisen, jedoch wurde diese in Malta ausgestellt. Das Landgericht machte diesbezüglich ganz klar deutlich, dass Lizenzen aus dem EU-Ausland auf dem deutschen Markt nicht gültig sind.

Die Glücksspielaufsichten der Länder schätzen, dass Online-Zocker:innen in den letzten Jahren Milliarden-Beträge in Online-Casinos ausgegeben haben, die keine gültigen Lizenzen hatten. Urteile wie diese können deshalb dazu führen, dass die Online-Casino-Branche erhebliche Verluste hinnehmen muss.

Geklagt hatte im Übrigen ein spielsüchtiger Mann aus Hessen, der am Online-Glücksspiel „Live-Roulettes“ über die Website „casinoclub“ teilnahm. Die Website selbst gehört zur Firmengruppe Entain, die unter anderem die Gaming-Marken „bwin“ und „Sportingbet“ besitzt.

Wie gewinne ich meine Glücksspiel-Einsätze zurück?

Sie haben nun die Möglichkeit, Ihr Geld von den jeweiligen Online-Anbieter:innen zunächst außergerichtlich zurückzufordern. Hierfür stellen wir Ihnen ein vorgefertigtes Musterschreiben zur Verfügung. Sie müssen lediglich Ihre individuellen Angaben und Ihre Unterschrift ergänzen und das Schreiben an Ihren Anbieter schicken.

Hier Musterschreiben kostenlos runterladen!

Warum spielt Schleswig-Holstein die große Aus­nahme beim Glücksspiel?

Das einzige Bundesland, welches Online-Glücksspiele nicht verbietet, ist Schleswig-Holstein. Viele Menschen stellen sich deshalb zu Recht die Frage, warum nur Schleswig-Holsteiner:innen um Geld im Internet spielen dürfen.

Der Grund hierfür ist einfach, dennoch fraglich und basiert auf einer juristischen Grauzone: Der staatliche Glücksspielstaatsvertrag, in dem seit 2011 das Glücksspielverbot festgeschrieben ist, gilt nicht für Schleswig-Holstein. Das norddeutsche Bundesland beschloss nämlich ein eigenes Landesgesetz, welches das Glücksspiel erlaubt. Online-Anbieter hatten dadurch die Möglichkeit, die notwendigen Spiel-Lizenzen zur erwerben.

Gut zu wissen

Online-Casinos in Deutschland bald legal

Ab Juli 2021 soll ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten, der für ganz Deutschland gilt. Darüber können Anbieter:innen tatsächlich eine offizielle deutsche Glücksspiel-Lizenz erwerben. Zocker:innen anderer Bundesländer haben somit ebenfalls die Möglichkeit, auf legalem Wege um Geld zu spielen. Vom Vertrag sollen jedoch Tischspiele wie Poker und Roulette weiterhin ausgeschlossen bleiben.

Das Landesgesetz der Norddeutschen sorgte in der Vergangenheit zunehmend für Gesprächsstoff. Es kam heraus, dass allein in Schleswig-Holstein 4 Millionen Online-Spieler:innen im Internet um Geld spielen. Rechnerisch ging das Ganze aber nicht auf, da in dem Bundesland lediglich knapp 3 Millionen Menschen leben. Es muss also davon ausgegangen werden, dass Spieler:innen bei der Anmeldung logen und angaben, dass sie aus Schleswig-Holstein kommen.