Wer ein vereinbartes Darlehen „verschmäht“ muss der Bank dafür eine Nichtabnahmeentschädigung zahlen. Unschön, aber nicht unumkehrbar. Denn hat das Kreditinstitut bei Vertragsschluss einen Fehler bei der Widerrufsbelehrung gemacht, dann lässt sich das Darlehen noch nachträglich widerrufen und die Nichtabnahmeentschädigung zurückholen.

Gesunkene Zinsen – gestiegener Frust

Im Nachhinein ist man immer klüger. Aber wer konnte schon ahnen, dass sich mehr oder weniger über Nacht die Zinsen auf Talfahrt begeben. Und so haben sich in der Vergangenheit viele Kreditbedürftige die damals vermeintlich niedrigen Zinsen zumeist durch Forward-Darlehen bzw. Bereitstellungsdarlehensverträge gesichert. Ihre Freude darüber sank mit jeder späteren Zinssenkung und dürfte bei vielen inzwischen zu Frust geführt haben. Manch einer hat dann das Darlehen „zähneknirschend“ abgenommen, weil ihn die hohe Nichtabnahmeentschädigung schreckte, andere haben die Abnahme verweigert und dafür eine Nichtabnahmeentschädigung gezahlt.

Mit Glück Geld zurück

Falsche Widerrufsbelehrung im Darlehensvertrag - des einen Freud, des anderen Leid. Fast alle Kreditinstitute haben ihre Darlehensnehmer nicht ordnungsgemäß über deren Widerrufsrecht belehrt. Die Folge: Diese Verträge können dann auch nach der vermerkten Widerrufsfrist widerrufen werden. Neben eine Reihe anderer Fehler sind viele Widerrufsbelehrungen vor allem hinsichtlich des Beginns der Widerrufsfrist missverständlich. Damit wird der Beginn der Widerrufsfrist für den Vertrag nicht in Gang gesetzt. So kann der Darlehensnehmer selbst dann noch sein Widerrufsrecht ausüben, wenn er die Abnahme des Darlehens verweigert und eine Nichtabnahmeentschädigung bezahlt hat.

Gerichte geben Darlehensnehmern Recht

Erst jüngst hat das Oberlandesgericht Koblenz mit Urteil vom 29. Juli 2016 (Az.: 8 U 1049/15) entschieden, dass der Darlehensnehmer die von ihm gezahlte Nichtabnahmeentschädigung Jahre später nach einem erfolgreichen Widerruf zurückverlangen kann.

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