Widerruf des Immobiliendarlehensvertrages ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung: Dr. Gansel dazu im Interview in der Zeitung „DIE WELT“

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In ihrer heutigen Ausgabe berichtet DIE WELT unter der Überschrift „Deutschland schuldet um“ darüber, wie Bauherren mit neuen Darlehensverträgen zehntausende Euro sparen können. Möglich ist dies, weil fehlerhafte Widerrufsbelehrungen der Kreditinstitute die vorzeitige Beendigung der Darlehensverträge und damit Neuabschlüsse zu günstigeren Zinsen zulassen. Die Vorfälligkeitsentschädigung, die sich Kreditinstitute üblicherweise für den Ausstieg aus dem Vertrag zahlen lassen, entfällt. Diese Fehler, von denen heute eine Vielzahl von Bauherren profitieren können, haben beinah alle Banken, Sparkassen und genossenschaftlichen Institute seit November 2002 gemacht.

Die Fehler der Kreditinstitute

Die Kreditinstitute informieren in ihren Widerrufsbelehrungen häufig nicht richtig über den Beginn der Widerrufsfrist. Oft fehlen auch Hinweise zu den Rechtsfolgen eines Widerrufs.
In manchen Belehrungen ist unklar, an wen der Widerruf zu richten ist. Anstelle notwendiger Angaben finden sich in manchen Darlehensverträgen überflüssige Texte, die für den Kreditnehmer verwirrend und unverständlich sind.
Abgesehen von diesen inhaltlichen Fehlern genügen viele Widerrufsbelehrungen und Widerrufsinformationen nicht dem Erfordernis, im Vertragstext in hervorgehobener und deutlich gestalteter Form platziert zu sein. Konkret heißt das, dass die Widerrufsbelehrungen mit grafischen Mitteln in den Vordergrund gestellt werden muss, indem sie z.B. fett gedruckt wird.

Fast alle Widerrufsbelehrungen sind angreifbar

Nach einer aktuellen Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg sind mehr als zwei Drittel der Widerrufsbelehrungen in Immobiliendarlehensverträgen fehlerhaft. Bei einer Widerrufsbelehrung, die den rechtlichen Anforderungen nicht genügt, beginnt die Widerrufsfrist nicht zu laufen. Somit kann der Widerruf des Darlehensvertrages jederzeit wirksam erklärt werden.
Die Erfahrungen der Kanzlei Gansel Rechtsanwälte besagen sogar, dass ca. 98 Prozent der Widerrufsbelehrungen angreifbar sind. Diese Angabe beruht auf etwa 1.000 erfolgreich mit den Banken verhandelten Fällen, wobei davon etwa 90 Prozent schnell außergerichtlich geklärt werden konnten. Bei Kreditsummen von 300.000 Euro kamen so Ersparnisse im fünfstelligen Bereich zustande.

Was sollten Darlehensnehmer jetzt tun?

Zunächst ist Vorsicht geboten: Einen Darlehensvertrag kann nur widerrufen, wer in der Lage ist, die offene Darlehensvaluta an die Bank zurück zu zahlen oder wer eine sichere Neufinanzierung in der Tasche hat. Zudem ist kaum ein Darlehensnehmer in der Lage, eigenständig Fehler in seinem Vertrag zu finden. Aufgrund der mehrmals geänderten Gesetzeslage und einer dezidierten Rechtsprechung zu den Anforderungen an eine Widerrufsbelehrung sind nur spezialisierte Anwälte fähig, schnell und umfassend alle Fehler und deren Widerrufsrelevanz zu erkennen.
In dem „Weltartikel“ weist die Verbraucherzentrale zudem richtigerweise darauf hin, „dass gerade im Falle einer Umschuldung die Banken den Kundenforderungen nicht ohne weiteres nachkommen würden und fast immer anwaltliche Unterstützung notwendig würde. Banken und Sparkassen zeigen sich zurückhaltend.“ Das bestätigt die Erfahrung mit unseren Mandanten, von denen einige oft vorher vergeblich selbst versucht haben, ihren Darlehensvertrag wirksam zu widerrufen.

Unser Angebot

  • Kostenfreie Erstberatung: Prüfung Ihres Immobiliendarlehensvertrages

    Wir bieten Ihnen vor einer Mandatierung eine kostenfreie Prüfung Ihres Vertrages an. Wir prüfen für Sie kostenfrei die Widerrufsbelehrungen und ob Ihr Vertrag darüber hinaus fehlerhafte Pflichtangaben enthält. So erfahren Sie, ob Sie eine Vorfälligkeits- oder Nichtabnahmeentschädigung umgehen oder zurückholen können. Wir zeigen Ihnen auf, wie viel Geld Sie sparen können, was unsere Tätigkeit kostet und wann mit einem Ergebnis zu rechnen wäre. Danach entscheiden Sie, ob Sie uns beauftragen wollen.

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