Berlin, den 4. August 2014. Informiert durch die Medien und animiert durch die hohe Ersparnismöglichkeit versuchen manche Immobiliendarlehensnehmer auf „eigene Faust“ den Widerruf ihres Darlehens und damit eine lukrative Umschuldung gegenüber ihrer Bank durchzusetzen bzw. ihre bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückzuholen. Doch fast immer bekommen sie postwendend die Antwort: „Wir haben keine Fehler gemacht.“

 

Abwehren durch Ablehnen
Wer gibt schon gerne einen Fehler zu, noch dazu, wenn daran nicht unerhebliche finanzielle Konsequenzen gebunden sind? Und so streiten Kreditinstitute in der Hoffnung, dass sich „die Sache“ schon erledigen werde, weil ihr Kunde den Streit gewiss scheue, erst einmal jeden Fehler ab oder spielen ihn herunter. Diese Taktik kennen wir aus der Versicherungsbranche, die damit durchaus erfolgreich Geld spart. Doch hier ist die Situation für die Verbraucher deutlich günstiger. 

 

Fehler sind bekannt – Rechtsprechung weitgehend eindeutig
Seit offenbar wurde, dass fast alle Kreditinstitute ihre Kunden nicht ordnungsgemäß über deren Widerrufsrecht belehrt haben und in diesen Fällen das ewige Widerrufsrecht gilt, sind inzwischen die Fehler im Inhalt und in der Gestaltung bekannt. Ein Großteil dieser Fehler hat mittlerweile auch die Gerichte beschäftigt, so dass eine weitgehend eindeutige Rechtsprechung den Rechtsanspruch auf eine Beendigung des Vertrages bestätigt hat. Wo dies der Fall ist, macht es für die Kreditinstitute wenig Sinn, vor Gericht ohne Aussicht auf Erfolg zu streiten. Das hilft, schnelle Vergleiche im Interesse der Darlehensnehmer zu schließen.

 

Das Durchsetzungsproblem
Wer sich in den Medien bzw. im Internet genau informiert, wird sicher auch den einen oder anderen Fehler in der Widerrufsbelehrung seines Vertrages entdecken und damit zu seiner Bank gehen. Doch wenn zwei das Gleiche tun, ist das bekanntlich noch lange nicht dasselbe. Und so macht es einen entscheidenden Unterschied, ob ein Kreditinstitut mit einer Forderung direkt von seinem Kunden oder aber durch dessen Rechtsbeistand konfrontiert wird. Es ist nicht nur die zu erwartende Nachdrücklichkeit und die Professionalität des Fachanwaltes, die Kreditinstitute veranlasst zu reagieren, sondern ein Nichtreagieren bzw. eine Ablehnung anwaltlich vorgetragener Forderungen verursachen ihnen Verfahrenskosten, wenn der Darlehensnehmer Recht bekommt.

 

Das Widerrufsrisiko bei Eigeninitiative
Die Verbraucherzentralen, die sich beim Widerruf von Immobiliendarlehensverträgen verdient gemacht haben, aber die Forderungen der Verbraucher nicht durchsetzen können, empfehlen Anwälte zur Durchsetzung des Widerrufes. Sie tun dies nicht nur, weil damit die Erfolgschancen beim Widerruf unbestritten höher sind, sondern vor allem auch, weil Darlehensnehmer in Eigeninitiative Fehler machen können, die die gesamte Immobilienfinanzierung und somit letztlich die Immobilie gefährden.

 

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