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VW Tiguan Dieselskandal: So gut stehen die Chancen auf Schadensersatz

Die Richter an den deutschen Gerichten lassen sich nicht mehr länger von VW an der Nase herumführen. Insbesondere Besitzer eines VW-Diesel mit EA189-Motor haben allerbeste Chancen auf eine Entschädigung. Nunmehr konnten wir ein positives Urteil vor einem Oberlandesgericht für einen Tiguan-Fahrer erstreiten. Warum sich alle Tiguan-Fahrer daran ein Beispiel nehmen sollten und wieso dafür nicht mehr viel Zeit bleibt, lesen Sie hier.

Die Richter an den deutschen Gerichten lassen sich nicht mehr länger von VW an der Nase herumführen. Insbesondere Besitzer eines VW-Diesel mit EA189-Motor haben allerbeste Chancen auf eine Entschädigung. Nunmehr konnten wir ein positives Urteil vor einem Oberlandesgericht für einen Tiguan-Fahrer erstreiten. Warum sich alle Tiguan-Fahrer daran ein Beispiel nehmen sollten und wieso dafür nicht mehr viel Zeit bleibt, lesen Sie hier.

Mandant verkauft VW Tiguan und klagt trotzdem

Unser Mandant kaufte im September 2011 einen VW Tiguan der Euro Norm 5 zu einem Preis von 37.000 Euro. Ohne zu wissen, dass in diesem Fahrzeug der Schummelmotor EA189 verbaut wurde, der nachweislich Abgaswerte manipuliert. Es folgte die Aufforderung des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zum sogenannten Software-Update. Dieses führte außerdem zu Folgemängeln am Fahrzeug.

Im Jahr 2016 verkaufte unser Mandant seinen Tiguan für 18.500 Euro. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Wagen bereits 52.100 km auf dem Tacho. Obwohl das Fahrzeug an eine andere Person überging, forderten wir aufgrund der eingebauten unzulässigen Abschalteinrichtung die Gegenseite zur Zahlung eines Schadensersatzes auf. Schließlich hätte er das Fahrzeug gar nicht erst gekauft, wenn er von der Abgasmanipulation gewusst hätte. Zudem musste er einen enormen Wertverlust seines Wagens aufgrund des Abgasskandals hinnehmen.

Der Fall ging vor das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz (10 U 738/19).

Die Entscheidung des OLG Koblenz zum VW Tiguan

VW wurde dazu verurteilt, an unseren Mandanten 10.790,37 Euro nebst Zinsen zu zahlen – obwohl er das Fahrzeug gar nicht mehr besaß. Unser Mandant erhielt also nicht nur den Erlös auf den Verkauf seines Schummelautos sondern auch einen angemessenen Schadensersatz – und das neun Jahre nach Kauf des VW Tiguan.

Um deutlich zu machen, warum der Richter zu dieser besonderen Entscheidung kam, fassen wir im Folgenden ein paar Ausschnitte des Urteils zusammen:

  • "Durch die Verwendung der genannten Software wurden [...] zwangsläufig auch die Kunden der Beklagten getäuscht, die keinerlei Möglichkeiten hatten, die Täuschung zu erkennen."
  • „Es erscheint lebensfremd, dass die Beklagte das mit der Verwendung der Abschaltsoftware verbundene erhebliche Risiko ohne wirtschaftlichen Vorteil eingegangen wäre.“

  • VW hat ein Verhalten an den Tag gelegt, welches "gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt, d.h. mit den grundlegenden Wertungen der Rechts- und Sittenordnung nicht vereinbar ist."
  • "Es ist denkgesetzlich zwingend, dass mindestens eine Person, entweder in der Funktion eines Vorstandsmitglieds der Beklagten oder in der Position eines an die Weisungen des Vorstands gebundenen Arbeitnehmers, die Entscheidung getroffen haben muss, die Abgasrückführung der Motoren der Baureihe EA 189 mit der sog. Umschaltlogik zu steuern. Unbekannt ist, welcher Personenkreis diese Entscheidung getroffen hat und wer sein Wissen und Wollen teilte.

Anhand der Entscheidungsgründe lässt sich zusammenfassen: VW hat seine Kunden vorsätzlich getäuscht und damit nicht nur finanziell geschädigt. Schließlich wurden über die letzten Jahre aufgrund der Abgasmanipulation viel mehr Stickoxide in die Luft gepustet, als zulässig gewesen wäre – ohne Wissen des Käufers.

Außerdem wird an diesem Urteil deutlich, dass die ewigen Unschuldsbeteuerungen der Autokonzerne bei den zuständigen Richtern zunehmend Kopfschütteln auslöst. Die Chancen stehen aktuell besser als je zuvor.

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