Kann man für seinen Diesel auch Schadensersatz verlangen, wenn das Auto nur geleast ist? Ja, sagt das Oberlandesgericht (OLG) Köln und spricht unserem Mandanten eine Entschädigung für seinen VW Tiguan zu. So holen auch Sie sich Ihr Geld.

Mandant behält Tiguan & bekommt Schadens­ersatz

Viele unserer Mandant:innen im Abgasskandal wollen ihr manipuliertes Fahrzeug zwar behalten, aber trotzdem für den Betrug entschädigt werden.

So auch ein Mandant, der am 13. Februar 2015 einen Leasingvertrag mit der Volkswagen Leasing GmbH für einen Tiguan 2.0 TDI abschloss. Der Vertrag ging über eine Laufzeit von 36 Monaten. Kurz vor Ablauf der Leasingzeit hatte er das Fahrzeug im März 2018 bei einem Kilometerstand von 69.065 zum Preis von 16.945,60 Euro von der Leasinggesellschaft erworben. Damals wusste er nichts von der illegalen Abschalteinrichtung, die unter der Motorhaube schlummerte.

Jetzt verurteilte das OLG Köln VW zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 2.111,55 Euro nebst Zinsen an eben diesen Mandanten. Den geleasten Tiguan behielt er trotz der Manipulation. Hätte er das Fahrzeug abgegeben, wäre im Gegenzug selbstverständlich mehr Schadensersatz herauszuholen gewesen.

Egal, ob Sie Ihr Auto behalten möchten oder nicht. In jedem Fall sollten Sie vom Autokonzern Schadensersatz für den Betrug an Ihnen fordern. Wie hoch dieser ausfallen kann und wie Ihre Erfolgschancen stehen, erfahren Sie binnen weniger Minuten über unseren kostenfreien Online-Check.

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Ungewollter Vertrags­abschluss, ungewollter Betrug

Da im Tiguan eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist, welche Abgaswerte manipuliert, forderte unser Mandant einen angemessenen Schadensersatz von VW. Das zunächst zuständige Landgericht (LG) war der Meinung, dass dem Kläger durch den Abschluss des Leasingvertrages kein Schaden entstanden sei. Unsere Anwält:innen legten hiergegen Berufung ein – mit Erfolg.

Die Richter:innen des OLG Köln stellten in den Entscheidungsgründen fest, dass unserem Mandanten bereits beim Abschließen des Vertrages ein Schaden entstanden ist. Er hätte das Fahrzeug nämlich nie erworben, wenn er von der Manipulation gewusst hätte. Deswegen kam es zu einem ungewollten Vertrag aus Sicht unseres Mandanten. Zumal er inzwischen auch einen enormen Wertverlust seines Fahrzeuges aufgrund des Betrugs hinnehmen musste.

Dem Kunden vorzuwerfen, er hätte ahnen müssen, dass das Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen sein könnte, stieß beim OLG auf taube Ohren. Vielmehr heißt es dazu im Urteil:

Der Senat geht auch nicht davon aus, dass dem Kläger grobe Fahrlässigkeit anzulasten wäre, weil er nicht bereits im Jahre 2015 von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, die Betroffenheit des eigenen Fahrzeugs durch entsprechende Recherche im Internet festzustellen. […] Zum anderen erscheint es auch durchaus nachvollziehbar, dass der Kläger damals noch den Aussagen der Beklagten, dass die Manipulation nicht zu Schäden am Fahrzeug führen würde, Vertrauen entgegengebracht hat.

OLG Köln, Urteil vom 1. März 2021, Az. 18 U 138/20

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