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Im Sommer 2019 hatte Volkswagen verkündet, bereits 4,5 Millionen Diesel "erfolgreich nachgerüstet" zu haben. Bedenken über die Folgen des Software-Updates schlug der Konzern in den Wind. Doch nun hat das Handelsblatt offengelegt, dass Volkswagen bereits 2016 von schwerwiegenden Problemen wusste, die durch das Software-Update entstehen.

Blindes Vertrauen seitens KBA

Die Recherchen des Handelsblattes zeigen, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bei der Prüfung des Updates unsauber gearbeitet hat. So wurde den Testberichten von VW einfach zugestimmt und dementsprechend oberflächlich fielen die gesamten Tests aus.

Die Folgen sind unübersehbar. Betrogene VW-Fahrer klagen seit Zulassung des Software-Updates über undichte Zylinderköpfe, einen erhöhten Kraftstoffverbrauch bis hin zum Totalausfall des Fahrzeugs auf offener Straße. Die Antwort von Volkswagen: In die Werkstatt, neues Update!

Im September 2019 legte das Umweltbundesamt ein Gutachten zum Abgasverhalten von Fahrzeugen mit den installierten Software-Updates vor. Das Ergebnis war enttäuschend, denn im Realbetrieb werden die Emissionen kaum verringert. Bei den acht getesteten Fahrzeugen lagen die Emissionen trotz Software-Update bei durchschnittlich 588 mg pro Kilometer – über das Dreifache, als das vom KBA Gemessene.

Hinzu kommt, dass durch das Update mehr CO2 ausgestoßen wird. Das führt zu einem höheren Kraftstoffverbrauch – vor allem bei älteren Modellen. Deshalb rät das Umweltbundesamt Haltern eines Euro-5-Diesel zu einem SCR-Katalysator und somit zu einer Hardware- oder Diesel-Nachrüstung.

Betrug made by VW

Der Konzern sieht sich trotz alledem als Opfer der Umstände. Weil das KBA das Software-Update 2016 genehmigte, beruft sich VW seitdem bei nahezu jedem Prozess auf die Freigabe-Bestätigung des Amtes. Was der Konzern verschweigt: Die dauerhafte Haltbarkeit der Software-Lösung hat das KBA nie geprüft. Welche Langzeitfolgen das Update also hat, konnte das KBA zum Zeitpunkt der Zulassung gar nicht wissen.

Und damit nicht genug: Die Software wurde von der Firma IAV GmbH entwickelt, die laut Handelsblatt eine 50-prozentige Tochter von VW ist. Diese legte bereits im Dezember 2015 einen Plan vor, wie ein Update aussehen könnte. Ende 2016 sollte die Entwicklung abgeschlossen sein.

Laut Insiderberichten des Handelsblattes habe dieser Zeitraum aber bei den zu lösenden Problemen von Anfang an nicht ausgereicht. Um das Software-Update einwandfrei zum Laufen zu bringen, hätte mindestens bis 2018 daran gearbeitet werden müssen. 

Mangel-Behörde KBA

Das Ergebnis der IAV-Entwickler ist eine Software mit erheblichen Mängeln. Bei den so nachgerüsteten EA189-Motoren wird direkt in den Verbrennungsprozess eingegriffen, wodurch Ventile und Partikelfilter zusätzlich belastet werden.

Das IAV teilte dem KBA die Nebenwirkungen mit: Fahrzeuge fuhren schlechter an, verbrauchten deutlich mehr Kraftstoff oder mehr Adblue. Der Verschleiß von Bauteilen beschleunigte sich und beim Warmlaufen ruckelten die Testfahrzeuge.  

Weiterhin, so das Handelsblatt, kamen die Vorgaben für das Software-Update nicht vom KBA, sondern von der IAV GmbH. Somit wurde die Entwicklung und Prüfung der Software-Strategie VWs durch den Autobauer selbst vorgenommen.

Es geht auch besser!

Das Zauberwort lautet "Diesel-Nachrüstung". Ende Juli 2019 genehmigte das KBA erstmals auch Hardware-Nachrüstungen, die – im Gegensatz zu den Software-Updates – einen wirklichen Nutzen für betroffene Dieselfahrer haben. Denn die Fahrzeuge werden nicht nur nachweislich sauberer, sondern unterliegen anschließend auch keinen Fahrverboten mehr.

Es ist nur logisch, dass die Volkswagen AG als Verursacher auch für die Beseitigung des Schadens aufkommen muss. Deshalb sorgen wir dafür, dass VW nicht nur die Kosten der Nachrüstung für Sie übernimmt, sondern fordern zudem den Schadensersatz, der Ihnen zusteht. Gehen Sie jetzt gegen den Volkswagen Konzern vor – ohne jegliches Kostenrisiko. 

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