Heute haben die Verbraucherzentralen und die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) auf einer Pressekonferenz in Berlin eine Untersuchung zur Angemessenheit und Rechtmäßigkeit der von Banken und Sparkassen geforderten  Vorfälligkeitsentschädigungen bei der vorzeitigen Beendigung von Immobilienkrediten vorgestellt.

Vorfälligkeitsentschädigungen steigen

Das Ergebnis der Studie ist so klar wie erschreckend: Nahezu zwei Drittel der geforderten Vorfälligkeitsentschädigungen sind signifikant überhöht. Inzwischen werden „Entschädigungen“ von ca. 11 % des vorzeitig abgelösten Kredites verlangt. Das ist fast das Dreifache von dem, was die Kreditinstitute vor der Finanzmarktkrise  verlangt haben. So ist bei einem durchschnittlichen Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung im fünfstelligen Bereich keine Seltenheit.

Hoch, höher am höchsten …

Der Gesetzgeber hat es der Rechtsprechung überlassen, in welcher Höhe die Kreditinstitute Vorfälligkeitsentschädigungen verlangen dürfen. Die Studie vermerkt: „Es gibt … 17 Jahre nach der grundlegenden Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Vorfälligkeitsentschädigung – wesentliche Berechnungsparameter, die weder gesetzlich geregelt, noch durch die Rechtsprechung abschließend entschieden sind.“ So können die Kreditinstitute bei vergleichbaren Krediten und Konditionen ganz unterschiedlich hohe Vorfälligkeitsentschädigungen verlangen. Rechtssicherheit ist hier nicht gegeben.

Falsche Berechnungen

Die Verbraucherverbände haben nach ihrer Berechnungsmethode festgestellt, dass in 40 % der untersuchten Fälle eine Differenz von mehr als 10 % zwischen den Bankforderungen und ihren eigenen Berechnungen zur Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung besteht, in 20 % eine Abweichung von mehr als 20 % und in 12 % von mehr als 30 %.
Die Verbraucherschützer berücksichtigen schadensmindernde Sondertilgungsmöglichkeiten sowie die taggenaue Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung und rechnen auch die ersparten Risiko- und Verwaltungskosten an.

Unsere Erfahrungen und unsere Erfolge

Wir können die Ergebnisse dieser Studie aus unserer langjährigen Erfahrung mit der vorzeitigen Beendigung von Immobilienkrediten durch unsere Mandanten in über tausend Fällen voll und ganz bestätigen. Wir konnten insbesondere dann, wenn wir den Darlehensvertrag wegen einer falschen Widerrufsbelehrung Jahre nach Abschluss des Vertrages widerrufen haben, die Vorfälligkeitsentschädigung entweder ganz abwenden oder aber in einem schnellen Vergleich erheblich reduzieren. Aber selbst dann, wenn kein Widerruf bei einem Immobiliendarlehensvertrag eines Verbrauchers möglich ist, können wir oft durch die „richtige“ Berechnung der Entschädigung die geforderte Summe reduzieren. Das gilt im Übrigen auch für Immobiliendarlehensverträge, die nicht von Verbrauchern abgeschlossen wurden.

 

Unser Angebot

  • Kostenfreie Erstberatung: Prüfung Ihres Immobiliendarlehensvertrages

    Wir bieten Ihnen vor einer Mandatierung eine kostenfreie Prüfung Ihres Vertrages an. Wir prüfen für Sie kostenfrei die Widerrufsbelehrungen und ob Ihr Vertrag darüber hinaus fehlerhafte Pflichtangaben enthält. So erfahren Sie, ob Sie eine Vorfälligkeits- oder Nichtabnahmeentschädigung umgehen oder zurückholen können. Wir zeigen Ihnen auf, wie viel Geld Sie sparen können, was unsere Tätigkeit kostet und wann mit einem Ergebnis zu rechnen wäre. Danach entscheiden Sie, ob Sie uns beauftragen wollen.

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  • Überprüfung der Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung

    Wir prüfen die Entschädigungsforderung Ihres Kreditinstitutes im Falle der vorzeitigen Beendigung eines Kreditvertrages auf Begründetheit und Fehler. Fast immer kommen wir zu dem Ergebnis: Die Forderung ist überhöht.

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Ihr Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin ist Marion Relka: