Das Schlimmste, was einem Kapitalanleger passieren kann, ist der gesamte Verlust seines Geldes. Der Schock darüber sollte aber keinen lähmen, Schadenersatz zu fordern, wenn er unzureichend über die Risiken der Anlage aufgeklärt wurde.

Altersversorgung ohne Totalverlustrisiko

Am schmerzlichsten ist der Verlust des Geldes, wenn man mit seiner Kapitalanlage für das Alter vorsorgen wollte. Deshalb sollte man sein Geld für die Altersvorsorge nur dort anlegen, wo kein Totalverlustrisiko gegeben ist. Für einen Anlageberater oder Anlagevermittler verbietet es sich also, Anlagen mit Totalverlustrisiko für die Altersversorgung zu empfehlen oder dieses Risiko zu verharmlosen. Doch die Realität ist eine andere. Und leider werden selbst Kunden von renommierten Banken oder auch Sparkassen ungeeignete Finanzprodukte angeboten.

Schadenersatz bei Totalverlust durch Falschberatung

Die Rechtsprechung ist eindeutig: Wer eine Kapitalanlage zur Altersvorsorge sucht, der möchte möglichst kein Risiko eingehen und schon gar nicht einen Totalverlust erleiden. Der Anlageberater ist verpflichtet, das Anlageziel des Kunden zu ermitteln und eine Anlage zu empfehlen, die diesen Interessen entspricht. So darf dem Anlageinteressenten keine mit einem Totalverlustrisiko behaftete Kapitalanlage empfohlen werden, weil sie nicht dessen Anlageziel dient. Ignoriert dies ein Anlageberater oder Anlagevermittler und es tritt dann ein Totalverlust ein, so kann der Berater bzw. Vermittler für seine fehlerhafte Beratung haftbar gemacht werden.

Schiffskrise – Schiffsfondskrise - Anlegerkrise

Anlagefalschberatung findet jeden Tag und bei allen Kapitalanlagen statt. Doch besonders hoch ist das Risiko des Teil- oder Totalverlusts der Vermögensanlage bei Unternehmensbeteiligungen. Zudem haftet hier der Anleger unter Umständen dann sogar noch mit seinem Privatvermögen.

Vor allem Anleger, die eine Beteiligung an einem Schiffsfonds gezeichnet hatten, waren in den letzten Jahren von dem Totalverlustrisiko betroffen. Aufgrund der Schifffahrtskrise musste viele Schiffe wegen Insolenz verkauft werden. Der Erlös reichte dann meist kaum, um zunächst die Bankschulden zu begleichen. So müssen viele Anleger neben dem Totalverlust ihrer Einlagen auch noch eine Rückforderung der ausgezahlten Ausschüttungen fürchten.

 

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