Die schweren Unwetter der letzten Tage und Monate haben über ganz Deutschland hinweg zum Teil gravierende Schäden hinterlassen. Wer eine Elementarschaden- oder Naturgefahrenversicherung als Teil der Hausratversicherung oder der Gebäudeversicherung abgeschlossen hat, ist nun gut beraten. Denn diese muss Schäden, die durch massiven Regenfall oder Hochwasser verursacht wurden, ersetzen. Hier zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten müssen, damit es mit der Schadensregulierung bei Ihrer Versicherung klappt. Sollten Sie Probleme mit Ihrer Versicherung haben, weil diese trotz eindeutiger Sachlage keine Schadensregulierung leisten will, erfahren Sie hier, wie Sie zu Ihrem Recht kommen.

Welche Kosten werden durch die Elementarschadenversicherung übernommen?

Schäden, die durch ein unvorhersehbares Naturereignis, wie beispielsweise Starkregen oder Überschwemmungen, am Inventar oder am Gebäude entstanden sind, müssen durch die Elementarschadenversicherung ersetzt werden. Die Versicherung muss also alle notwendige Kosten für die Wiederinstandsetzung des Gebäudes übernehmen – sprich, es wieder für Sie bewohnbar machen. Sind die Schäden so gravierend, dass Sie Ihr Haus während der Sanierungsarbeiten vorübergehend nicht bewohnen können, übernimmt die Versicherung auch etwaige Unterbringungskosten.

Bevor die Elementarschadenversicherung jedoch die erforderliche Leistung erbringt, wird sie eine eingehende Prüfung des Schadens vornehmen. Hier können Sie bereits gute Vorarbeit leisten, indem Sie bei der Dokumentation der beschädigten Gegenstände oder des Hauses selbst besondere Sorgfalt walten lassen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie Fehler beim Anzeigen des Versicherungsfalles vermeiden können.

Welche Versicherung zahlt bei Sturm- und Unwetterschäden?

Folgende Infografik zeigt Ihnen in einer Übersicht, welche Versicherung bei Naturgefahren zahlt.

Unwetterschäden Versicherung: Versicherung von Naturgefahren

Sollten Sie sich unsicher über das richtige Vorgehen bei der Meldung des Schadensfalls an die Versicherung sein, helfen wir Ihnen gerne weiter. Vereinbaren Sie dazu ein kostenfreies Erstberatungsgespräch mit einem unserer erfahrenen Anwälte im Versicherungsrecht.

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Das richtige Vorgehen nach einem Schadensfall

Bei der Geltendmachung eines Schadens bei der Versicherung können viele Fehler unterlaufen. Da die Kosten für die Wiederinstandsetzung eines Gebäudes sehr schnell sehr hoch ausfallen können, hat dies häufig zur Folge, dass die Versicherung die Leistung gerne aufgrund von ungenauer Dokumentation oder einer Verletzung der Vertragspflichten des Versicherten verweigert. Auch eine unzureichende Regulierung des Schadens ist keine Seltenheit, da die Versicherung die Schadenssumme häufig durch billige Bauarbeiten drückt – Folgeschäden zu Lasten der Versicherten sind vorprogrammiert. Nachfolgend haben wir Ihnen deshalb die wichtigsten Punkte zusammengestellt, damit die Abwicklung des Versicherungsfalls so schnell und unkompliziert wie möglich vonstattengeht.

1. Dokumentation des Schadens

Gehen Sie bei der Dokumentation des Schadens so genau wie möglich vor. Dazu können Sie Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln aufnehmen, die das Ausmaß des Schadens gut wiedergeben. Auch Zeugenaussagen können Ihre Aussagen und Ihr Bildmaterial zusätzlich untermauern.

2. Meldung an die Versicherung

Nehmen Sie die Schadensmeldung an die Versicherung so zeitnah wie möglich vor. Erfragen Sie außerdem, was Sie dazu beitragen können, den Schaden zu sichern, bis dieser begutachtet und die Schadenssumme eingeschätzt wird. Achtung: Ihre Pflicht als Versicherungsnehmer besteht darin, zumutbare Schritte zu unternehmen, damit sich etwaige Schäden nicht aufgrund von Untätigkeit zusätzlich vergrößern. Hier spricht man von der sogenannten Schadensminderungspflicht. Kommen Sie dieser wichtigen Pflicht nicht nach, geben Sie der Versicherung einen Grund, die Regulierung des Schadens zu verweigern. In der Praxis bedeutet die Pflicht zur Schadensminderung, dass Sie beispielsweise bei Überschwemmung alle Abflüsse freihalten müssen, um zusätzliche Beschädigung zu vermeiden. Bedenken Sie dabei allerdings stets, dass Sie den Schaden nicht eigenmächtig beheben sollten. Denn schließlich ist die Versicherung berechtigt, einen Gutachter zu schicken, der die Schwere und das Ausmaß des Schadens einschätzen soll. Wenn Ihre Versicherung sich darauf beruft, dass Sie eine Ihrer Pflichten aus dem Versicherungsvertrag verletzt haben und nun die Leistung verweigert, sollten Sie sich umgehend an uns wenden. Wir prüfen Ihren Fall zunächst kostenfrei.

3. Behebung des Schadens

Beheben Sie den Schaden auf keinen Fall eigenmächtig und ohne Absprache mit der Versicherung. Sollten Kosten für notwendige Materialien anfallen, damit der Schaden vorübergehend gesichert werden kann, fragen Sie Ihre Versicherung nach der Möglichkeit einer Abschlagszahlung. Sehen Sie sich außerstande, notwendige Maßnahmen gefahrlos vorzunehmen, muss die Versicherung sich um die Beauftragung von Fachleuten kümmern.

Sollte Ihre Versicherung trotz aller Bemühungen die Leistung verweigern oder hinauszögern, sollten Sie auf die Hilfe eines erfahrenen Anwaltes im Versicherungsrecht zurückgreifen. Dieser kann den Vorgang nicht nur maßgeblich beschleunigen, sondern auch Ihre Ansprüche gegenüber dem Versicherer durchsetzen.

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Welche Schäden werden durch die Elementarschadenversicherung ersetzt?

Die Elementar- oder Naturgefahrenversicherung kann als Teil der Hausratversicherung oder der Gebäudeversicherung abgeschlossen werden. Danach richtet sich auch, welche Schäden durch die Versicherung im Ernstfall reguliert werden. Grundsätzlich versichert die Elementarschadenversicherung alle Schäden, die durch Naturgewalten, wie zum Beispiel Erdrutsch, Erdbeben, Lawinen, Erdsenkung, Schneedruck, Hochwasser oder starke Regenfälle, verursacht wurden.

Die Elementarschadenversicherung als Teil der Hausratversicherung

Vor allem Mieter einer Wohnung oder eines Hauses entscheiden sich häufig dazu, zusätzlich zur Hausratversicherung auch Elementarschäden zu versichern. Und das aus gutem Grund. Denn: Als Teil der Hausratversicherung übernimmt die Versicherung die Regulierung aller Schäden, die innerhalb des Hauses oder der Wohnung an den beweglichen Teilen des Inventars durch den Einfluss von Naturgewalten entstanden sind.

Die Elementarschadenversicherung als Teil der Gebäudeversicherung

Als Teil der Gebäudeversicherung übernimmt die Elementarschadenversicherung alle Kosten für die Instandsetzung des versicherten Hauses nach einer Naturkatastrophe. Soweit in den Versicherungsbedingungen vermerkt, zählen neben dem Wohnhaus auch Nebengebäude, wie die Garage, Laube oder der Schuppen, zu den versicherten Objekten. Durch die Unwetter der letzten Tage wurden vielerorts unzählige Gebäude unter Wasser gesetzt. Da Schäden infolge von Überschwemmungen durch die Elementarschadenversicherung reguliert werden, muss diese nun die Kosten für die Trockenlegung und alle anfallenden Reparaturen und Sanierungen tragen. Ist der entstandene Schaden so schwerwiegend, dass eine Wiederinstandsetzung des Gebäudes ausgeschlossen ist, muss auch der Abriss und die Neuerrichtung eines gleichwertigen Gebäudes durch die Elementarschadenversicherung getragen werden.

Achtung: Die Elementarschadenversicherung ist klar von der Gebäudeversicherung abgegrenzt. Das bedeutet, dass Ihre Versicherung nicht für Schäden aufkommt, die grundsätzlich durch die Gebäudeversicherung reguliert werden kann. Sollten Sie also beispielsweise einen Schaden aufgrund von Brand, Blitzeinschlag, Sturm, Hagel oder Leitungswasser erlitten haben, können Sie diesen nicht bei der Elementarschadenversicherung anzeigen.

Die Kaskoversicherung zahlt bei Schäden durch Starkregen oder Überschwemmung am Auto

KFZ-Kaskoversicherungen können freiwillig abgeschlossen werden und versichern das eigene Auto gegenüber Schäden, die durch Diebstahl, Brand, Sturm, Wild, Blitz, Hagel oder Überschwemmungen entstanden sind. Um also die Kosten für etwaige Schaden durch Überschwemmung nicht selbst tragen zu müssen, können sich betroffenen Autobesitzer an ihre Kaskoversicherung wenden. Hier müssen Sie außerdem nicht fürchten, dass sich durch das Anzeigen eines Schadens bei Ihrer Kaskoversicherung die Beitragszahlungen erhöhen. Diese bleiben nämlich auch nach einem Versicherungsfall konstant.

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Anzahl und Schwere der Unwetter steigt

Die Auswirkungen des Klimawandels werden nun auch verstärkt in unseren Breitengraden erfahrbar. Laut einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) werden künftig Schäden, die aufgrund von Starkregen oder Stürmen verursacht werden, immer häufiger auftreten. Schwere Unwetter, wie beispielsweise das Sturmtief Friederike, welches einen Versicherungsschaden von rund 900 Millionen Euro verursachte, werden der Studie zufolge immer häufiger auf uns zukommen und zunehmend größere Schäden verursachen. So erklärt sich auch auch der Kabinetts-Entschluss vom 27. März 2017 des Bundeslandes Bayern, nach welchem keine finanzielle Soforthilfe durch Bayern mehr geleistet werden wird, wenn der Abschluss einer Elementarschadenversicherung möglich gewesen wäre.

Was kann man tun, wenn die Versicherung die Regulierung des Schadens verweigert?

Zum Leidwesen vieler Versicherter kommt es immer wieder vor, dass Versicherungen für einen entstandenen Schaden nicht aufkommen wollen und die Leistung verweigern. Gerade bei sehr hohen Schadenssummen, wie sie beispielsweise nach einer Überschwemmung am Gebäude entstehen können, kann sich die Abwicklung des Versicherungsfalls sehr langwierig und nervenaufreibend gestalten. Lassen Sie sich dadurch jedoch keinesfalls entmutigen und beharren Sie auf Ihrem Recht. Oftmals stehen die Chancen gut, mit einem Anwalt sämtliche Ansprüche gegenüber Ihrer Versicherung durchzusetzen.

Unsere erfahrenen Anwälte im Versicherungsrecht können Ihnen dabei helfen. Vereinbaren Sie noch heute ein kostenfreies Erstberatungsgespräch und schildern Sie uns Ihr Anliegen. Wir werden Ihren Fall sogfältig prüfen und Ihnen Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

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Ihr Vorgehen bei Problemen mit der Versicherung – Schritt für Schritt

Wenn Sie merken, dass sich Ihre Versicherung bei der Regulierung der entstandenen Schäden schwertut, ist es für den weiteren Verlauf hilfreich, wenn Sie die folgenden Schritte beachten:

  • Zögert Ihre Versicherung die Regulierung des Schadens unangemessen hinaus, setzen Sie schriftlich eine Frist, bis zu deren Ablauf Sie eine Antwort erwarten.
  • Wenden Sie sich schriftlich an das "Beschwerde-Management" der Versicherungsgesellschaft.
  • Richten Sie gegebenenfalls eine Beschwerde an den Ombudsmann für Versicherungen.
  • Kommen Sie mit Ihrer Versicherung zu keinem Ergebnis, beauftragen Sie einen spezialisierten Anwalt im Versicherungsrecht.

Sie haben alle Voraussetzungen erfüllt, aber Ihre Versicherung bereitet Ihnen dennoch Schwierigkeiten? Nehmen Sie dies nicht einfach so hin. Vereinbaren Sie ein Erstberatungsgespräch mit unseren erfahrenen Anwälten und lassen Sie Ihre Ansprüche von unseren Experten im Versicherungsrecht kostenfrei prüfen.

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So kommen Sie zu Ihrem Recht, wenn die Versicherung bei Unwetter nicht zahlt

Wir stehen Ihnen tatkräftig zur Seite, wenn die Versicherung die Schadensregulierung verweigert, obwohl alle Voraussetzungen Ihrerseits erfüllt sind. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung und Kompetenz als Verbraucheranwälte im Versicherungsrecht. Unsere spezialisierten Anwälte kennen die Tricks der Versicherungen und wissen genau, wo sie ansetzen müssen, um Ihre Ansprüche unkompliziert durchzusetzen. Bei allen Problemen mit der Elementarschadenversicherung raten wir Ihnen dringend, zeitnah aktiv zu werden und Ihre Interessen durch einen Anwalt vertreten zu lassen. Denn: So können Sie Ihrer Versicherung auf Augenhöhe begegnen und eine zeitnahe Regulierung durchsetzen.

Gleichen Sie daher das Kräfteverhältnis aus und lassen Sie sich durch einen Fachanwalt im Versicherungsrecht vertreten. Wir helfen Ihnen kompetent und zielorientiert bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegenüber der Versicherung. Nutzen Sie daher unsere kostenfreie Erstberatung und schildern Sie uns Ihren Fall über unser Online-Formular.

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