Auf Grund der weltweiten Rezession haben die Schiffahrtsmärkte (Containerschiffahrt, Massengutfrachter und Tanker) stark gelitten. Die Chartererträge sind allgemein stark zurückgegangen und in vielen Bereichen geradezu massiv eingebrochen.
Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte vertritt Schiffsfondsanleger, die – meist auf Empfehlung von Finanzberatern - ihr Geld in geschlossenen Schiffsfonds angelegt haben und ihre Verluste nicht „aussitzen“ wollen bzw. auch in die Zukunft der Fonds kein Vertrauen mehr haben.

Verluste, „Nachschüsse“ und Totalverlustrisiko

Vor der Rezession boomte der Markt für Schiffsbeteiligungen. Nicht nur Großinvestoren zeichneten Beteiligungen, sondern auch „Privatanleger“ wurden von Vermittlern und Beratern geworben. Mit der weltweiten Wirtschaftskrise änderte sich jedoch die Situation schlagartig. Wie stets in einer Wirtschaftskrise geriet die Schifffahrt als eine der ersten Branchen in schweres Fahrwasser. Das führte zwangsläufig bei vielen Schiffsfonds zu Einbrüchen, so dass die Anteilseignern hohe Verluste hinnehmen mussten. Zunächst wurden die Ausschüttungen reduziert oder blieben gleich ganz aus. Nunmehr droht die Gefahr, dass die Fondsgesellschaften geleistete Ausschüttungen zurückfordern oder sogar Nachschüsse verlangen. Und auch wenn bislang die Zahl der Insolvenzanträge noch überschaubar ist, droht den betroffenen Anlegern schließlich ein hohes Totalverlustrisiko.
Hauptursächlich für die Fehlentscheidung der Anleger waren vor allem die fehlerhaften Prospekte und die unzureichende oder gar falsche Beratung der Vermittler.

Prospektfehler

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vermerkt in ihrem Jahresbericht 2008 zu den Verkaufsprospekten: „Fehler enthielten die eingereichten Prospekte häufig bei der Angabe der Kosten, die für den Anleger mit dem Erwerb, der Verwaltung und der Veräußerung der Vermögensanlagen verbunden sind. Außerdem gaben die Anbieter vielfach die vom Emissionskapital abfließenden Provisionen für den Vertrieb der Vermögensanlagen nur unzureichend an; sie bezifferten etwa deren Gesamthöhe nicht konkret. Wie schon in den Vorjahren gab es darüber hinaus ebenfalls Mängel bei der Darstellung der Risiken.“

Beratungsfehler

Oft berieten die Vermittler der Schiffsfonds auf der Grundlage dieser mangelhaften Prospekte. Selten wurden von ihnen Fehler korrigiert. Unsere Erfahrung besagt, dass eher Beratungsfehler hinzu kamen, so dass die Entscheidung der Anleger für diesen oder jenen Schiffsfonds oft auf einer unzureichenden oder gar falschen Aufklärung beruhte. Zudem haben die Finanzdienstleister  seltenst offengelegt, welche Provision sie für die Vermittlung der Schiffsbeteiligung erhalten haben. Doch dazu waren sie verpflichtet, wie der Bundesgerichtshof in seiner jüngsten Rechtsprechung fordert.

Haftung

Berater und Vermittler haften grundsätzlich, wenn ihre Fehler und Pflichtverletzungen nachweislich zu einem Schaden für den Anleger geführt haben. Für viele geschädigte Schiffsfondsanleger bestehen angesichts der geschilderten Aufklärungsmängel und –fehler verschiedene Möglichkeiten, Schadenersatz zu fordern. Über die Rückabwicklung der Beteiligung und Auszahlung der Einlagen können im Erfolgsfall zudem Zinsen für eine ansonsten getätigte Alternativanlage beansprucht werden.

Vorsicht: Verjährung!

Doch Vorsicht! Wer zu spät kommt, den „bestraft“ der Gesetzgeber. Denn der „schönste“ Anspruch lässt sich nicht durchsetzen, wenn er verjährt ist. Deshalb sollten betroffene Anleger sich mit der Geltendmachung ihrer Forderungen nicht zu lange Zeit lassen. Mit dem bevorstehenden Jahresende gehen ansonsten wieder Ansprüche verloren.

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Ihre Ansprechpartnerin ist Salma Omar: