Rotlichtverstoß: SUV-Fahrerin muss 350 anstatt 200 Euro zahlen

Rotlichtverstoß: SUV-Fahrerin muss 350 anstatt 200 Euro zahlen

Größer und schwerer bedeutet höheres Bußgeld – ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt am Main könnte künftig weitaus höhere Bußgelder für SUV-Fahrer:innen mit sich ziehen. Aber was war vorgefallen?

Rotlichtverstoß kostet 350 statt 200 Euro

SUV-Fahrer:innen könnten in Zukunft weitaus höhere Bußgelder drohen. Anlass für diese Annahme ist ein Urteil des Amtsgerichts (AG) Frankfurt am Main vom 3. Juni 2022. Die zuständigen Richter:innen urteilten, dass SUVs im Verkehr gefährlicher sind als kleinere Fahrzeuge (Az. 974 OWi 533 Js-OWi 18474/22).

Konkret handelte es sich in dem vorliegenden Fall um eine Fahrerin, die mit Ihrem SUV der Marke BMW über eine rote Ampel fuhr. Das Gericht hielt es für angemessen, das übliche Bußgeld bei diesem Rotlichtverstoß von 200 Euro auf 350 Euro zu erhöhen.

Der Grund dafür: Dem Gerichts zufolge sei das Verletzungsrisiko bei SUV für andere Verkehrsteilnehmer:innen weitaus höher als bei kleineren PKW. Vor allem bei einem Rotlichtverstoß kann die kastenförmige Bauweise und Höhe des Wagens für querende Verkehrsteilnehmer:innen im Kreuzungsbereich schlimme Folgen mit sich ziehen.

Neben dem Bußgeld wurde außerdem ein Fahrverbot von einem Monat verhängt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Entscheidung des Gerichts kann also noch angefochten werden. Inwieweit das Urteil auf die allgemeine Rechtsprechung einwirken wird, bleibt zunächst abzuwarten.

LKW-Fahrer:innen müssen bereits tiefer in die Ta­sche grei­fen

Auch LKW-Fahrer:innen müssen meistens höhere Bußgelder zahlen als PKW-Fahrer:innen. Diese Regelung ist nicht neu. Wer mit einem LKW 10 km/h zu schnell unterwegs ist, muss 40 Euro blechen. PKW-Fahrer:innen droht lediglich ein Bußgeld von 20 Euro. Der Grund für diese Handhabe liegt ebenfalls darin begründet, dass von großen Fahrzeugen eine höhere Gefahr im Straßenverkehr ausgeht.

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