Rechtsschutzversicherte, die im Abgasskandal klagen möchten, haben sehr gute Chancen auf Kostenübernahme der Versicherung. Einen weiteren Beweis dafür liefert ein jüngst veröffentlichtes Urteil des Landgerichts (LG) Hamburg.

Wenn die Chancen 50:50 stehen, muss die Versicherung zahlen

Ein Mann hatte vor dem LG Hamburg geklagt, weil seine Rechtsschutzversicherung die Kosten für sein Klageverfahren im Abgasskandal nicht übernehmen wollte. Er selber hatte 2014 einen gebrauchten Mercedes-Benz gekauft. Darin verbaut war eine unzulässige Abschalteinrichtung, die nachweislich Abgaswerte manipuliert.

Die Rechtsschutzversicherung lehnte die Deckungszusage mit der Begründung ab, dass sie keine hinreichenden Erfolgsaussichten im Verfahren sehe – zu Unrecht! Die Richter des LG Hamburg äußerten sich hierzu wie folgt:

Es muss zumindest als möglich erscheinen, dass der Versicherungsnehmer den Beweis der von ihm zu beweisenden Tatsachen mit Hilfe zulässiger und geeigneter Beweismittel führen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Versicherungsnehmer mit seinem Klagebegehren durchdringt, muss zumindest gleich groß sein wie die Wahrscheinlichkeit eines negativen Ausgangs des [..] Rechtsstreits.

LG Hamburg, Urteil vom 9. August 2019, Az. 332 O 149/18

Heißt im Klartext: Die Richter waren der Rechtsauffassung, dass die Klage gegen Mercedes hinreichende Erfolgsaussichten hat.

Auch ohne Rückruf gute Erfolgsaussichten

Das Besondere an dem Fall ist, dass der PKW noch nicht mal von einem verpflichtenden Rückruf betroffen war. Somit ist das Urteil ein weiterer Beweis dafür, dass betrogene Autokäufer Anspruch auf Kostenübernahme durch die Rechtsschutzversicherung haben, auch wenn noch kein Rückrufschreiben eingegangen ist.

Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Rechtsschutzversicherung gelegentlich die Kostenübernahme zunächst verweigert. Wenn Sie uns im Abgasskandal beauftragen, müssen Sie sich mit diesem Problem jedoch nicht herumschlagen. Wir stellen die Deckungsanfrage für Sie und übernehmen die gesamte Korrespondenz mit Ihrer Versicherung – und zwar kostenfrei.

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Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Durchsetzung ohne Rechtsschutzversicherung

Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Ein Prozesskostenfinanzierer übernimmt für Sie alle Kosten, die durch die Vertretung entstehen. Nur im Falle eines Erfolgs erhält der Prozesskostenfinanzierer eine sogenannte Erfolgsprovision. Dieses beträgt bei der außergerichtlichen Durchsetzung 15 % vom Streitergebnis. Kommt es zu keiner Einigung, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

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