Raus aus der Kapitallebensversicherung ohne Einbußen und Probleme

Kapitallebensversicherungen sind nicht mehr für die Altersvorsorge geeignet. Wer deshalb seine Versicherung vorzeitig auflösen möchte, denkt naheliegend an eine Kündigung. Doch halt! Für viele Versicherte gibt es eine finanziell bessere Lösung – den Widerspruch.

Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor Kündigung

Nach aktueller Einschätzung der Verbraucherzentrale Hamburg haben Millionen Verbraucher mit Lebens- als auch Rentenversicherungen Milliarden von Euro verloren.

„Hohe (versteckte) Kosten belasten die Verträge. Wer unterschreibt, rutscht erstmal ein paar hundert oder tausend Euro ins Minus. Doch die Nachteile der hohen Anfangskosten und der nachteiligen Kostenverrechnung werden erst bei der Kündigung sichtbar. Erst dann ist klar, wie viel Geld tatsächlich in den Taschen der Versicherer gelandet ist und wie schlecht die Bilanz auf dem eigenen Konto aussieht. Die meisten Menschen bekommen bei einer Kündigung viel weniger heraus, als sie eingezahlt haben.“

Widersprechen statt kündigen

Nach unserer Erfahrung können mehr als die Hälfte der Versicherten, die ihren Vertrag zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen haben, noch heute Widerspruch einlegen. Der Grund: Versicherungsunternehmen von der Aachener Lebensversicherung über die Provinzial Lebensversicherung bis zur Zürich Deutscher Herold AG haben ihre Kunden fehlerhaft über deren Recht zum Widerspruch belehrt. Formfehler bei der äußeren Gestaltung der Belehrung als auch inhaltliche Defizite begründen ein „ewiges“ Widerspruchsrecht, weil gegen gesetzliche Anforderungen verstoßen wurde.

Ordnungsgemäße Widerspruchsbelehrung

Eine ordnungsgemäße Widerspruchsbelehrung muss zunächst in drucktechnisch deutlicher Form über das Widerspruchsrecht belehren. Der Bundesgerichtshof sieht das sowohl durch eine Umrandung als auch durch Fettdruck gewährleistet, wenn der übrige Text nicht ebenfalls fettgedruckt ist. Dann hat die Widerspruchsbelehrung vor allem darauf hinzuweisen, wann die 30-tägige Widerspruchsfrist beginnt und das der Widerspruch in Textform erfolgen muss. Das heißt, der Widerspruch ist nicht nur per Brief, sondern z.B. auch per E-Mail möglich. Dies sind nur einige Voraussetzungen für den Widerspruch; Fehlerprüfung ist Einzelfallprüfung. So ist ein Widerspruch auch möglich, wenn die zum Vertrag gehörenden Versicherungsbedingungen oder die Verbraucherinformation nicht oder zu spät beim Versicherten angekommen sind.

Der Vorteil des Widerspruchs

Der Vorteil des Widerspruchs gegenüber der Kündigung besteht in der Höhe des Rückzahlungsanspruchs. Denn der Versicherungsnehmer kann nach einem erfolgreichen Widerruf die Rückzahlung aller Prämien verlangen, die er an den Versicherer gezahlt hat. Davon ist lediglich der (geringe) Risikoanteil der Prämie für den Versicherungsschutz abzuziehen, den der Kunde während des Vertrages hatte. Außerdem muss der Versicherer die Nutzungszinsen – Zinsen auf die Beiträge des Versicherungsnehmers – herausgeben. Auch die Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Ratenzahlungszuschläge sind dem Versicherten bei einem erfolgreichen Widerspruch voll zurückzahlen.

Kapitallebensversicherungen sind nicht mehr für die Altersvorsorge geeignet. Wer deshalb seine Versicherung vorzeitig auflösen möchte, denkt naheliegend an eine Kündigung. Doch halt! Für viele Versicherte gibt es eine finanziell bessere Lösung – den Widerspruch.

Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor Kündigung

Nach aktueller Einschätzung der Verbraucherzentrale Hamburg haben Millionen Verbraucher mit Lebens- als auch Rentenversicherungen Milliarden von Euro verloren.

„Hohe (versteckte) Kosten belasten die Verträge. Wer unterschreibt, rutscht erstmal ein paar hundert oder tausend Euro ins Minus. Doch die Nachteile der hohen Anfangskosten und der nachteiligen Kostenverrechnung werden erst bei der Kündigung sichtbar. Erst dann ist klar, wie viel Geld tatsächlich in den Taschen der Versicherer gelandet ist und wie schlecht die Bilanz auf dem eigenen Konto aussieht. Die meisten Menschen bekommen bei einer Kündigung viel weniger heraus, als sie eingezahlt haben.“

Widersprechen statt kündigen

Nach unserer Erfahrung können mehr als die Hälfte der Versicherten, die ihren Vertrag zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen haben, noch heute Widerspruch einlegen. Der Grund: Versicherungsunternehmen von der Aachener Lebensversicherung über die Provinzial Lebensversicherung bis zur Zürich Deutscher Herold AG haben ihre Kunden fehlerhaft über deren Recht zum Widerspruch belehrt. Formfehler bei der äußeren Gestaltung der Belehrung als auch inhaltliche Defizite begründen ein „ewiges“ Widerspruchsrecht, weil gegen gesetzliche Anforderungen verstoßen wurde.

Ordnungsgemäße Widerspruchsbelehrung

Eine ordnungsgemäße Widerspruchsbelehrung muss zunächst in drucktechnisch deutlicher Form über das Widerspruchsrecht belehren. Der Bundesgerichtshof sieht das sowohl durch eine Umrandung als auch durch Fettdruck gewährleistet, wenn der übrige Text nicht ebenfalls fettgedruckt ist. Dann hat die Widerspruchsbelehrung vor allem darauf hinzuweisen, wann die 30-tägige Widerspruchsfrist beginnt und das der Widerspruch in Textform erfolgen muss. Das heißt, der Widerspruch ist nicht nur per Brief, sondern z.B. auch per E-Mail möglich. Dies sind nur einige Voraussetzungen für den Widerspruch; Fehlerprüfung ist Einzelfallprüfung. So ist ein Widerspruch auch möglich, wenn die zum Vertrag gehörenden Versicherungsbedingungen oder die Verbraucherinformation nicht oder zu spät beim Versicherten angekommen sind.

Der Vorteil des Widerspruchs

Der Vorteil des Widerspruchs gegenüber der Kündigung besteht in der Höhe des Rückzahlungsanspruchs. Denn der Versicherungsnehmer kann nach einem erfolgreichen Widerruf die Rückzahlung aller Prämien verlangen, die er an den Versicherer gezahlt hat. Davon ist lediglich der (geringe) Risikoanteil der Prämie für den Versicherungsschutz abzuziehen, den der Kunde während des Vertrages hatte. Außerdem muss der Versicherer die Nutzungszinsen – Zinsen auf die Beiträge des Versicherungsnehmers – herausgeben. Auch die Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Ratenzahlungszuschläge sind dem Versicherten bei einem erfolgreichen Widerspruch voll zurückzahlen.