Opel verliert vor Gericht gegen KBA – 100.000 Diesel in die Werkstatt

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Opel verliert Klage gegen KBA – 100.000 Diesel in die Werkstatt
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Opel hat vergeblich versucht, sich gegen den KBA-Rückruf von 100.000 Diesel-Fahrzeugen zu wehren. Wie das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig-Holstein nun bestätigte, wurden in den Modellen Insignia, Cascada und Zafira illegale Abschalteinrichtungen verbaut. Warum Ihnen nun die Stilllegung Ihres Fahrzeugs drohen könnte und wie Sie das unbeliebte Software-Update umgehen können, erfahren Sie hier.

Die kurze lange Vorgeschichte des Opel-Rückrufs

Dass Opel wissentlich die Abgaswerte seiner Diesel-Autos manipulierte, ist dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bereits seit Ende 2015 bekannt. In diesem Jahr wurden nach Angaben der Behörde vier unzulässige Abschalteinrichtungen in Opel-Fahrzeugen gefunden. Eine weitere entdeckte das KBA im Frühjahr 2018.

Der Autohersteller startete daraufhin im April 2018 eine freiwillige Rückruf- und Umrüstungsaktion. Da diese Aktion die Anforderungen des KBA nicht erfüllte, ordnete die Behörde im Oktober 2018 einen amtlichen Rückruf von 100.000 Diesel-Fahrzeugen der Modelle Insignia, Cascada und Zafira an.

Opel versuchte sich dagegen zu wehren und stellte einen Eilantrag beim Schleswiger Verwaltungsgericht (VG). In einer Pressemitteilung behauptete der Autokonzern, alle Opel-Fahrzeuge würden den geltenden Vorschriften entsprechen.

Das Verwaltungsgericht sah das anders und wies den Antrag ab (Beschluss vom 09. November 2018, Az. 3 B 127/18). Opel legte gegen diese Entscheidung Beschwerde ein und scheiterte schließlich auch damit.

Beschluss des OVG ist unanfechtbar

Das OVG bestätigte, dass die Diesel-Fahrzeuge zu Recht zurückgerufen wurden und umgerüstet werden müssen. Hierzu teilte das Gericht in seiner Pressemitteilung mit, dass der Beschluss unanfechtbar ist. Weiter heißt es dazu:

Deren Sorge um einen drohenden Reputationsschaden habe gegenüber dem öffentlichen Interesse am Schutz von Gesundheit und Umwelt zurückzutreten.

Pressemitteilung vom 7. November 2019 des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts

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Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Betroffen sind rund 100.000 Diesel-Fahrzeuge der Modelle

  • Insignia,
  • Cascada und
  • Zafira

mit CDTi-Motoren aus den Jahren 2013 bis 2016.

Wie hat Opel die Kunden betrogen? 

In den betroffenen Diesel-Fahrzeugen ist ein sogenanntes Thermofenster aktiv. Dadurch wird die Abgasreinigung nur bei bestimmten Außentemperaturen vollständig ausgeführt – bei den betroffenen Opel-Modellen ab 17 Grad Celsius.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Autos bei unter 17 Grad – in Deutschland also im überwiegenden Teil des Jahres – mehr Schadstoffe ausstoßen, als erlaubt. Da die Abgastests in der Regel im mittleren 20-Grad-Bereich durchgeführt werden, sind die erhöhten Emissionen dort nicht aufgefallen. Insgesamt handelt es sich hierbei um eine illegale Abschalteinrichtung und damit um vorsätzlichen Betrug seitens Opel.

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Software-Update ist nun verpflichtend – aber nicht empfehlenswert

Wenn Sie Besitzer eines betroffenen Opels sind, werden Sie in Kürze dazu aufgefordert, Ihr Fahrzeug für ein Software-Update in die Werkstatt zu bringen – falls dies nicht schon geschehen ist. Sollten Sie sich weigern, droht Ihnen die Stilllegung des Fahrzeugs. Leider hat sich im Zuge des Abgasskandals herausgestellt, dass die Software-Updates alles andere als sinnvoll sind. Zum einem berichten viele Betroffene, dass der Motor nach dem Update deutlich schneller verschleißt und der Kraftstoffverbrauch steigt. Zum anderen sind die Diesel auch nach der Umrüstung noch nicht so sauber, wie sie eigentlich sein sollten.

Wenden Sie sich deshalb umgehend an uns. Wir sorgen dafür, dass Sie nicht auf dem Schaden und dem mangelhaften Auto sitzen bleiben. Holen Sie sich Ihre Entschädigung von Opel – ohne Kostenrisiko. Dabei ist egal, ob Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen oder nicht. In beiden Fällen bieten wir Ihnen Lösungen an.

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Durchsetzung mit Rechtsschutzversicherung

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Forderung Ihrer Ansprüche. Jetzt tritt genau der Grund ein, weshalb Sie einst eine Versicherung abgeschlossen haben. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Sie müssen lediglich die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

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Auch ohne Rechtsschutzversicherung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen. Ein Prozesskostenfinanzierer übernimmt für Sie alle Kosten, die durch die Vertretung entstehen. Nur im Falle eines Erfolgs erhält der Prozesskostenfinanzierer eine sogenannte Erfolgsprovision. Dieses beträgt bei der außergerichtlichen Durchsetzung 15 % vom Streitergebnis. Kommt es zu keiner Einigung, wird der Prozesskostenfinanzierer Ihnen nach erneuter Prüfung und bestehenden Erfolgschancen ein individuelles Prozessfinanzierungsangebot für die Klage erstellen.

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