Offene Immobilienfonds galten einst als „Garantiefonds“. Banken und Sparkassen boten sie ihren „guten Kunden“ als einträglich und sicher an. Die Lukrativität der Fonds wurde mit langjährigen Statistiken belegt. Sie galten als inflationsgeschützte und steueroptimierte Anlage für sicherheitsorientierte Anleger. Von Risiken war kaum die Rede. Wenn dennoch die Sprache darauf kam, dann wurden Risiken als „theoretisch möglich“ aber praktisch ausgeschlossen dargestellt. Und dann kam alles ganz anders: Fonds wurden geschlossen – die liquide Anlageform entpuppte sich als Sperrkonto  und Anleger erlitten Wertverluste.

Typische Beratungsfehler

Viele unserer Mandanten, die einst offene Immobilienfonds gezeichnet haben und heute z.T. erhebliche Verluste in Kauf nehmen sollen, wurden falsch bzw. unzureichend beraten, indem ihnen die offenen Immobilienfonds als sichere Anlage verkauft wurden. Auf das relativ hohe Risiko, das durch den übermächtigen Einfluss institutioneller Anleger entsteht, wurden sie nicht hingewiesen. Ihnen wurde die jederzeitige Verfügbarkeit der Anlage „garantiert“, von einer möglichen Schließung des Fonds und der dann folgenden (zeitweiligen) Unverkäuflichkeit ihrer Anteile erhielten sie keine Kenntnis. Auch über die Provisionen der Banken und Sparkassen wurden sie nicht informiert. Dass Fonds, die geschlossen werden mussten, bei ihrer Wiedereröffnung oder aber Abwicklung meist hohe Kursverluste erleiden, war meist gar kein Thema, da das für die offenen Immobilienfonds vielen Vermittlern und Beratern undenkbar erschien.
Manchen Mandanten wurde bei Problemen des Fonds auch ein Tausch der Kapitalanlage empfohlen. Dadurch verschlechterte sich ihre Situation nicht selten allein durch die erneute Zahlung einer Provision.

Das Verjährungsproblem

Viele Ansprüche verjähren zum 31.12.2011 und lassen sich dann nicht mehr gerichtlich durchsetzen. Wer also Anzeichen für einen Schaden wahrnimmt, sollte unbedingt vor Jahresende seine Fondsbeteiligung prüfen lassen, um Verluste zu vermeiden oder zumindest zu minimieren.

Referenz

Wir sind eine von der „Wirtschaftswoche“ ausgewiesene „Top-Anlegerschutzkanzlei“. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten seit Jahren geschädigte Anleger von offenen Immobilienfonds.
Wir publizieren regelmäßig zur Anlagevermittlung und Anlageberatung in der Fachpresse.

Ihr Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin ist Salma Omar: